Immer weniger Leute lesen Zeitungen
Bill Bonner in Traders Daily
vom 1. Juli 2009, 12:00 Uhr
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Der Zeitungsmarkt ist faul. Immer weniger Leute lesen Zeitungen. Sie kriegen alle Nachrichten, die sie brauchen aus dem Fernsehen oder aus dem Internet. In der Folge fallen die Werbeeinnahmen bei allen Zeitungen im Land - während die von Google oder anderen Internetmedien immer weiter und schneller steigen.
Wenn wir überleben wollen und reicher werden, hat der Zeitungsverleger Rupert Murdoch gesagt, dann müssen wir Folgendes bereithalten: „Tiefgreifende Lokalnachrichten, relevante nationale und internationale Nachrichten. Kommentare und Diskussionen. Klatsch und Humor."
Dan Denning kommentiert das so:
"Zeitungen haben gegenüber den Bloggern einen riesigen Vorteil...die Organisationen, die die Nachrichten sammeln. Blogger sind eigentlich nichts anderes als Parasiten der Geschichten, die von den Nachrichtensammlern massenweise produziert werden."
„Die Zeitungen haben das Monopol verloren, entscheiden zu dürfen, welche Geschichten relevant sind und was sie bedeuten. Sie haben auch viel Glaubwürdigkeit verloren oder Vertrauen, nur deshalb haben die Leute angefangen sich nach gegenteiligem Rat oder Meinungen umzusehen. Egal ob es sich dabei um einen Blog oder einen Newsletter handelt."
„Wird es immer noch Leute geben, die denken, dass die New York Times die offizielle Zeitung ist, die Zeugnis über den Lauf der Welt gibt? Vielleicht. Dieser Markenname liegt noch nicht vollständig in Scherben. Aber ich erinnere mich noch an den Zentrifugeneffekt mit dem beschrieben wurde, wie Technologien aus dem Zentrum zur Peripherie übergehen."
„Ich denke es ist angemessen, um zu beschreiben, was im Medienbereich gerade passiert. Mehr Wettbewerb holt die sperrigen Institutionen mit ihren institutionellen Neigungen ein. Entweder sie passen sich an oder sie sterben."
"Ich möchte lieber von einem amerikanischen Soldaten erfahren, was gerade in Afghanistan passiert oder von einem afghanischen Blogger als von einem Reporter der New York Times. Selbst unter den Beiträgern zu diesem Newsletter gibt es tonnenweise mehr Erfahrung und Expertise als bei einem durchschnittlichen journalistischen Schreiberling. Man muss daraus nur ein alternatives Netzwerk ausbauen...und genau das ist in den letzten fünf Jahren auch geschehen."
Die Medienjunkies werden auch weiterhin die Zeitungen lesen, weil sie süchtig nach Informationen sind. Aber die Tage, an denen die großen Blätter noch bestimmen konnten, was von Bedeutung ist und wie die Geschichten verstanden werden sollen, sind vorbei. Gott sei Dank.