Ihre Chance: Absturz der indischen Börse
Profit Radar
vom 26. Januar 2012, 19:00 Uhr
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Besonders deutlich wird dies in der 1,2-Millionen-Pilger-Metropole Madurai. Die Stadt, die zu den ältesten in Südindien zählt, strahlt eine flirrende Backofen-Atmosphäre aus, die einen packt und gleichzeitig unglaublich stresst. Zerlumpte Menschen, die mitten auf dem Weg liegen, tote Ratten am Straßenrand, bettelnde Kinder, die einen am Ärmel zupfen. Abends schnell ein kühles Bier auf einem der zahlreichen Dachterrassenrestaurants - zu einem Preis, zu dem viele Inder eine Woche in einem Restaurant gut essen könnten. Hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die weitläufige Tempelanlage, die von 5 Uhr morgens bis spät abends Tausende indische Pilger beherbergt. Unten auf den Straßen ist in der Zwischenzeit wieder der Strom ausgefallen. Vor den meisten Geschäften stehen kleine Dieselgeneratoren, die sofort angeworfen werden, damit es in den Läden schön kühl und hell bleibt.
Ist das der indische Tiger, der angeblich auf dem Sprung ist? Die Antwort zwischen Ochsenkarren und Hightech fällt sehr komplex aus. Die indische Börse hat auf jeden Fall schon mal eine Antwort gegeben. Und die fällt sehr negativ aus, wie Sie am 2-Jahres-Chart auf S. 1 erkennen können. Der Sensex hat im letzten Jahr über 21% verloren. Das war das mit Abstand schlechteste Ergebnis unter den Emerging-Markets-Börsen.
Neben dem Absturz der indischen Börse ist in Indien aber der Verfall der Rupie das Top-Thema. Die indische Währung hat im letzten Jahr über 18% an Wert verloren. Auch dafür gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist das Handelsdefizit, da Indien mehr importiert als exportiert. So wie das exportabhängige Deutschland von einem schwachen Euro profitiert, sieht es in Indien nicht aus. In den letzten Jahren war Indien ein klarer Gewinner der Wirtschaftskrise und der Globalisierung. Jetzt stellt Indien erstaunt fest, dass es sich von den aktuellen Schuldenkrisen Europas und der USA nicht abkoppeln kann. Viele Fonds und Banken haben zur Aufbesserung ihrer Bilanzen Gelder aus Indien abgezogen. Einige Kommentatoren sprechen sogar von einem regelrechten Kollaps der Rupie. Das Nachrichtenmagazin India Today schreibt: „Indien steht vor dem Abgrund. 2012 wird das schlechteste Jahr seit einem Jahrzehnt für die indische Wirtschaft. Das liegt nicht an Europa oder den USA. Die Regierung ist verantwortlich: Lähmung und Verweigerung." Eine indische Zeitung schreibt: „Indien geht die Puste aus".
Welche antizyklische Chance Sie jetzt haben und wie Sie einen doppelten Hebel nutzen können, erfahren Sie im nächsten Profit Radar.
Gute Kurse wünscht
Volkmar Michler