Ignoriert die Fed die Gefahren des Gelddruckens?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 25. August 2010, 07:30 Uhr
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Das Magazin Barrons hat geschrieben, dass die Fed zwei Billionen Dollar frisch drucken wird. Die Idee dahinter ist einfach genug. Die Erholung ist ein Flop. All diese Stimulierungsausgaben haben nichts gebracht. Die Arbeitslosigkeit ist nicht gesunken. Die Konsumenten gehen nicht einkaufen. Die Banken verleihen kein Geld.
Was soll man da tun? Die Fed hat ihre monetäre Munition bereits verschossen. Die hat in den letzten zwei Jahren Geld verliehen, ohne Gegenleistung, d.h. zu nahezu null Prozent Zinsen. Was kann sie sonst noch tun?`
Nun, sie hat noch einige Waffen, die sie nutzen kann. Die Zentralbank kann das Defizit der Regierung decken, indem sie Geld druckt. Und die Fed druckt Geld. Sie nutzt das neue Geld, um US-Staatsanleihen zu kaufen.
Ergebnis: Mehr Geld im System.
Vielleicht ist es die Angst vor einer Inflation, die den Dollar doch wieder fallen lässt. Haben sie bemerkt, dass das ganze Gerede vom Ende des Euro" nun vorüber ist?
Auch die Aktien könnten größtenteils auf Inflationsangst reagieren. Wenn man denkt, dass höhere Inflation bevorsteht, dann ist es sicher besser, einen Anteil an einem realen Unternehmen zu halten als Bargeld. Bargeld (und Anleihen) können völlig wertlos werden. Ein Unternehmen wird immer noch etwas wert sein (wenn es die Finanzkrise überlebt)...und vielleicht sogar mehr als vorher.
Aber ein Anstieg der Inflation ist keine sichere Sache - zumindest nicht auf kurze Sicht. Die Fed hat die Dollar-Geldmenge um 1,25 Billionen Dollar erhöht, als sie die toxischen Schulden der Wall Street gekauft hat. Und dennoch sind die Preise nicht gestiegen, sondern eher gefallen.
Wie kam das? Der Grund war, dass das Geld nicht die Hände gewechselt hat"...weil die Leute ihr Geld lieber festhielten, als es auszugeben. Denn so handeln Leute, wenn sie sich Sorgen um die Zukunft machen. Außer sie machen sich eben Sorgen wegen einer starken Inflation. Dann geben sie ihr Geld so schnell wie möglich aus.
Das Barrons Magazin meint, dass das Fördern von etwas Inflation und einer moderaten Investment-Spekulationsblase durchaus ok sei - denn die Alternativen sind erheblich schlimmer.
Aber genau das ist das Problem. Die Alternativen sind nicht schlimmer. Mehr dazu im nächsten Beitrag.
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