HVB mit Rekordverlust
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 26. Februar 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Nach vorläufigen Zahlen hat die die HypoVereinsbank 2003 einen Rekordverlust von 2,64 Mrd. Euro an zu verbuchen. Im Vorjahr waren noch 809 Mio. Euro angefallen.
Hintergrund für diesen Rekordverlust ist, ist der Abbau von Beteiligungen. Damit hat sich die HypoVereinsbank von existierenden unrealisierten Verlusten in ihrem Beteiligungsportfolio getrennt.
Doch damit nicht genug, die HVB kündigte eine Kapitalerhöhung von "mindestens drei Milliarden Euro" an. Das ist mehr als erwartet. Aufgrund des Rekordverlustes will die HVB auch in diesem Jahr keine Dividende ausschütten.
Aber es gibt auch positive Nachrichten: Das Betriebsergebnis sei im Gesamtjahr auf 1,43 Mrd. Euro gestiegen, das ist ein Anstieg von mehr als zwei Mrd. Euro gegenüber 2002. Die Kreditrisikovorsorge sei trotz der weiterhin schwierigen konjunkturellen Situation um rund 30 % auf 2,31 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Verwaltungsaufwand sank auf 6,37 Mrd. Euro und übertraf damit die gesteckten Ziele.
Beim Ausblick auf 2004 herrscht Zuversicht. Das Betriebsergebnis soll zwischen 1,4 und 1,7 Mrd. Euro erreichen, die operativen Erträge 9,6 bis 10,0 Mrd. Euro. Beim erwartet die HVB einen Wert zwischen 6,1 und 6,3 Mrd. Euro.