HP will Prognose nicht anheben, Cisco liefert erst gar keine
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 04. Dezember 2002 18:00 Uhr
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Zwei Meldungen belasteten gestern die amerikanischen Nachbörsen.
Der US-Computer und Drucker-Hersteller Hewlett-Packard hat seine Prognosen für 2003 zwar bekräftigt, will jedoch seine Prognosen nicht erhöhen. Dafür stehe die Wirtschaftsentwicklung noch auf zu unsicheren Füßen. Positives gab es auch zu vermelden. So sei die Fusion mit Compaq-Computer nun ein Jahr vor Plan. Die anvisierten Kosteneinsparungen von 3 Mrd $ werde Hewlett Packard damit bereits im kommenden Jahr erreichen.
Vor 2 Wochen hatte Hewlett-Packard für das laufende erste Quartal ein Pro-Forma-Gewinn von 27 Cent je Aktie und einen Umsatz von 18,4 Mrd $ prognostiziert.
Bei dem jährlichen Analystentreffen hat es der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco abgelehnt, eine Ergebnisprognose zum laufenden Quartal abzugeben. Cisco meinte, dass der Zweck dieses Analystentreffens nicht sei, eine Prognose für das laufende Quartal zu liefern, sondern die Strategien von Cisco zu überprüfen.
Cisco habe dabei vor eine Strategie selektiver Zukäufe und der Gründung von Partnerschaften mit Firmen zu verfolgen. Die Markteilnehmer hatten jedoch mit einer Prognose gerechnet und werten fehlende Prognosen als ein negatives Zeichen.
Dies führt nach dem langen Anstieg der Hightechs nun zu deutlicheren Gewinnmitnahmen in diesem Bereich. Gefragt sind heute deshalb defensive Werte wie die Versorger.