Hoffnungsträger Gold
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 20. Dezember 2007 20:45 Uhr
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Wie auch immer sich Bernanke nach seinen sicher schlaflosen Nächten entscheiden wird, eines ist wohl sicher: Die gegenwärtige Subprimelender/Finanz/Wirtschaftskrise führt dazu, dass eine Zinserhöhung noch nicht einmal zur Debatte steht.
Folglich bleiben nur zwei Szenarien: Zinssatz erst einmal halten oder weiter absenken. Diese Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise führen aber dazu dass keine Geldmengendrosselungen vorgenommen werden können und damit auch dem steigenden Inflationsdruck nichts mehr im Wege steht.
Das heißt Bernanke kann die Abschwächung des Wirtschaftswachstums bekämpfen, hat dafür aber keine Waffen mehr zur Bekämpfung der Inflation.
Doch die Wirtschaftskrise steht hier im Vordergrund. Darauf wettet nicht nur der größte Teil der Marktteilnehmer, auch der FED-Chef folgt, obgleich mit neuer Vorsicht dieser Linie.
Mögliche Auswirkungen auf die Goldpreise
Einigen wir uns also auf eine weiterhin steigende Inflation und wenden uns damit dem Goldpreis zu.
Die Frage stellt sich doch an diesem Punkt einem jeden Marktteilnehmer: Steigende Inflation bedeutet Wertverlust des Geldes. Führt zu leichter Panik und der Suche nach einem Rettungsanker. Sie wissen, liebe Leser, welches der schon immer beliebteste Rettungsanker der Anleger ist. Das Gold!
Und tatsächlich konnte man in der Vergangenheit beobachten, dass ein massiv ansteigender Inflationsdruck zu ebenso massiv steigenden Goldpreisen geführt hat. Zwischen 1977 und 1980 als die Inflationsrate der USA auf über 10 % stieg, explodierte der Goldpreis förmlich von 100 USD pro Unze auf über 850 USD.
Doch warum ist dies jetzt nicht geschehen, als am 13. und 14 Dezember die schockierenden US-Inflationszahlen veröffentlich wurden?!
Nun, ich möchte einmal sagen: Gut Ding will Weile haben. Stellen Sie sich vor, Millionen von Anlegern springen nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen vor lauter Schreck ins Gold. Dies führt zu einem massiv aufgeblasenen und höchst ungesunden Preisanstieg. Eine Blase ist vorprogrammiert und jede Blase ist nun einmal zum Platzen da. Ich würde es einmal so ausdrücken: Der Markt versteht sich meist bestens darauf sich selbst zu regulieren.
Ein langsamer und gesunder Beginn der eher einen langfristigen Bestand hat ist sowieso allemal vorzuziehen, als eine Panikreaktion.
Dennoch schadet es sicher nicht den Goldpreis einmal während der eher ruhigen zwischen den Feiertagen gelegenen Handelstage zu beobachten. Hier könnte sich ein erster Trend abzeichnen, in welche Richtung auch immer…
So long liebe Leser…nächste Woche melde ich mich noch einmal zurück, zwischen Weihnachten und Neujahr, mit ein paar Tabellen zum heutigen Thema…bis morgen also zum gewohnten Wochenrückblick…
Ihre Miriam Kraus