Hoffen Sie mit mir!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 19. Mai 2010, 08:30 Uhr
die Wall Street konnte sich dem raschen Einbruch der europäischen Gemeinschaftswährung gegen Abend nicht entziehen und fiel der zweiten Handelshälfte deutlich zurück. Hauptschuldiger des Euro-Debakels war diesmal Deutschland: Finanzminister Schäuble macht Ernst im Kampf gegen Spekulanten. Die überraschende Entscheidung selbst, dass Leerverkäufe bestimmter Aktien seit Mitternacht nicht mehr erlaubt sind, drückt nicht so stark auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Vielmehr wurde mit weiteren Schritten gedroht. Und da man die grenzenlose Fantasie deutscher Politiker auch international fürchtet, hat dies eben auch negative Folgen für die Märkte. Hoffen Sie bitte mit mir, dass dabei nicht zu viel Porzellan zerbrochen und nicht vergessen wird, auch vor der eigenen Haustür gründlich zu kehren. Da könnte ich mich schon wieder mächtig aufregen, doch schon allein der Gedanke an mein abendliches Tai Chi-Programm lässt mich wieder meine innere Ruhe finden. Im hektischen Auf und Ab der vergangenen Tage- auch privat - zeigt sich, dass Tai Chi ein ideales Ausgleichsprogramm für Trader darstellt.
Der Kurzüberblick:
Dow Jones: - 1,08%
S&P 500: - 1,42%
Nasdaq: - 1,48%
EUR/USD: + 0,25%
Gold: + 0,07%
Silber: + 0,27%
Öl (Sorte Brent): -1,72%
Wer Interesse hat, sich auch andere Trading-Ideen anzusehen, der kann mich im CFX Broker Blog besuchen. In den letzten Tagen konnten dort Trades zu Einzelaktien und Edelmetallen mitverfolgt werden.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): kleiner Streik
Während der Abendsession ging es abwärts. Die Entwicklung an der Wall Street musste schließlich abgebildet werden. Zuvor verlief der Tag aus Sicht der bullisch eingestellten Marktteilnehmer recht viel versprechend. Die Kraft, um einen großen Schritt nach oben zu machen, fehlte aber. Erst über der 6.200er-Marke haben die Bullen wieder die besseren Karten in der Hand. Gestern gab es bei 6.180 Punkten kein Vorankommen mehr. Meine Monatsperformance kam auch nicht voran: Ein Verlust-Trade und ein kleiner Gewinn-Trade ließ mich vorsichtig agieren. Ich fühlte mich mit meinen Trigger-Marken nicht ganz wohl, was schließlich - bezogen auf den Dax - zur Arbeitsniederlegung führte.
Gestriges Ergebnis: Verlust 19,5 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die schwachen Vorgaben aus Amerika drücken den Dax unter die 6.100er-Marke.
Vorbörslich ist der Kampf um die 6.100er-Marke entbrannt. Gerade wurde die Unterstützungszone bei 6.094/90 klar unterschritten. Vorbörsliche Bewegungen trade ich selten, da es hier noch öfters als sonst zu Übertreibungen kommt, die dann schnell wieder ausgeglichen werden. Erst wenn das Tief bei 6.075 Punkten unterschritten wird, gehe ich long. Die nächste Auffangstation für Dax-Bullen liegt bei 6.030 Zählern und eine Etage tiefer bei 6.000 Punkten. Kommt es an einer dieser Kurs-Zonen zur Kurs-Stabilisierung, decke ich etwaige Short-Position ein und gehe im Anschluss long. Kann die 6.100er-Marke, nach einem deutlichen Sturz darunter, wieder zurückerobert werden, kaufe ich den Dax.
Auch ein Überwinden des Widerstandsbereichs um 6.130 Punkte ist bullisch zu werten und führt daher zur Eröffnung einer Long-Position. Gewinnmitnahmen spätestens am gestrigen Tageshoch sind wahrscheinlich, es sei denn, es gibt auf diesem hohen Kurs-Niveau keinerlei Anzeichen von Schwäche. Doch schon bei 6.200 Punkten haben die Bullen dann schon den nächsten Widerstand vor der Nase.
Weiter führe ich dieses Bullen-Szenario nicht aus, da ich sonst die Kolumne nicht rechtzeitig versenden kann. Außerdem tendiert die Wahrscheinlichkeit für eine derart starke Vorstellung des deutschen Leitindex an diesem Tag nahe Null - was nicht heißen soll, dass es vollkommen ausgeschlossen ist. Jede noch so unwahrscheinlich erscheinende Bewegung kann eintreffen! Dies sollten Sie immer und bei jeder Aktion berücksichtigen. Dies hilft Ihnen den sachlichen Blick auf den Chart nicht zu verlieren und damit Verluste zu vermeiden.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
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Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
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