Höhen und Tiefen einer Wirtschaft im Wandel

Gastautor Joel Bowman in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
vom


„Die Dinge, die passierten konnten nur während einer Fiesta geschehen. Schließlich wurde alles ganz unwirklich und es schien, als könne nichts irgendwelche Konsequenzen haben. Es schien völlig fehl am Platze während der Fiesta an Konsequenzen zu denken."

Fiesta, Ernest Hemingway (The Sun Also Rises)


 

Wir begannen das gestrige Schreiben  mit einer denkbar einfachen Beobachtung: Die Welt, sie verändert sich. Von Licht zur Dunkelheit; Tag zur Nacht; Freiheit  und Unabhängigkeit zu Kontrolle und Zwang. Natürlich, wenn es um Tag und  Nacht geht, ist Koordination gefragt. Und wenn die schleichende Dämmerung sich verbreitet und den Himmel des späten Nachmittags vom Horizont vertreibt, späht die Dämmerung eines neuen Tages neugierig über den anderen.

All diese Dinge kamen uns gestern beim Bummeln durch die Stadt in den Sinn. Die alten porteños waren draußen auf den Plätzen, schlürften ihren Mate an den schweren Eisentoren, rauchten und plauderten Träge unter sich. In ihren Gesichtern tiefe Falten, gezeichnet von Jahren leerer Versprechungen und Hoffnungen, die längst in der Stille der Nacht ertrunken sind.  Stoppelbärte, ungekämmte Haare, den Kragen hochgestellt. Sonnenuntergang in Buenos Aires.

So war es nicht immer. Die Welt hat sich verändert.

Von der Mitte 1800, nach dem Sturz von Juan Manuel de Rosas, hindurch bis zu den 1930-40ern florierte Argentinien als Bastion des relativ freien Handels und Gewerbes. Angeregt durch die vielen Ideen in Juan Bautista Alberdi´s „Die Grundlagen und Anhaltspunkte für die politische Organisation der Argentinischen Republik", ließ das Südamerikanische Land seine Nachbarn vor Neid erblassen.

In Anlehnung an die Schriften von Jefferson und Madison, war Alberdi ein glühender Verfechter von dem, was er als unveräußerliche Rechte verstand, einschließlich der Rechte, ungehindert vom Staat, Eigentum zu erwerben und zu behalten. Zu dieser Zeit galten seine Gedanken zu dieser Angelegenheit als revolutionär:

Heute müssen wir streben für freie Immigration, freien Handel, Eisenbahnen, die Navigation unserer Flüsse, die Bestellung unserer Felder, freie Marktwirtschaft...

Unsere Revolutionskriege wurden geführt um freu zu sein von der Unterdrückung von außen...was wir jetzt brauchen ist Freiheit von Innen...

Unsere Politiker wollen beides, Ruhm und Freiheit, doch das ist widersprüchlich...

Zum ersten Teil von: Spanien im Visier

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