Hochtief rauscht in die Tiefe
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 06. Mai 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Deutschlands größter Baukonzern Hochtief konnte im ersten Quartal seinen Vorsteuergewinn (Ebt) um 3,6 % auf 31,5 Mio. Euro steigern. Die Bauleistung ging um 4,1 % auf 2,7 Mrd. Euro zurück. Der Auftragseingang konnte hingegen um 0,5 % auf 3,9 Mrd. Euro zulegen. Der Auftragsbestand lag sogar mit 18,3 Mrd. Euro 22,4 % über dem Vorjahreswert.
Eigentlich keine schlechten Zahlen. Das Problem: Die australische Tochter Leighton musste das gesamte Ergebnis der ersten drei Monate für eine ungeplante Risikovorsorge aufwenden. Hintergrund sei unter anderem der Brand in einem Kohlebergwerk sowie Probleme bei zwei Hochbauprojekten in Melbourne und Sydney.
Trotz dieser Probleme bekräftigte Hochtief die Prognose für das Gesamtjahr 2004. Analysten zeigte sich enttäuscht von den Zahlen und der Nachricht. Es kam zu Herabstufungen. Hochtief brach zeitweise um über 19 % auf 18,20 Euro im Tief ein.
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