Hilfslosigkeit bei den Wirtschaftsbossen?
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 18. März 2008 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
auf einer Informationsreise im dichten Wald der Wirtschaftsnachrichten fiel mir eine Nachricht besonders auf.
Der Deutsche Bank Chef Ackermann ruft nach dem Staat. Der Markt soll nicht mehr in der Lage sein, die Krise aus eigener Kraft zu bewältigen. Die FED kürzt die Zinsen in einer außerordentlichen Aktion und stellt Liquidität zur Verfügung.
Seit der Weltwirtschaftskrise 1928 soll die amerikanische Zentralbank zum erstem Mal Finanzmittel zur Verfügung gestellt haben, um eine Bank zu retten. J.P. Morgan hat am Sonntag Bear Sterns übernommen und die FED hat geholfen.
Ackermann soll vorgeschlagen haben, dass die Regierungen Einfluß auf die Märkte nehmen sollen. Wenn Banken global agiern, müssen auch eine globale Regulierungsbehörde her.
Das Vertrauen in die Finanzmärkte schwindet.
Eine Ursache für die Weltwirtschaftskrise 1928 war, dass Anleger Kredite aufgenommen hatten, um Aktien zu kaufen. Sie können sich vorstellen, das einige Händler Selbstmord verübt haben, als Sie den Crash vor Augen hatten und nicht nur ihr eigenes Geld, sondern auch Fremdmittel verloren hatten.
Im Jahr 2007 / 2008 nehmen renumierte Banken Kredite auf, um sich eine goldene Nase an den Sub-Prime Investments zu verdienen. Wie Sie wissen, mußten viele institutionelle Investoren große Verlsute hinnehmen. Ich kann mir vorstellen, dass wir zurzeit nur die Spitze des Eisberges sehen können.
Halten Sie es für richtig, dass Banken trotz hoher Gewinne massenhaft Mitarbeiter entlassen und in ihrer Gewinnsucht hochspekulative Investments erwerben und anschließend nach dem Staat schreien, wenn es schief gegangen ist?
Es ist schon amüsant. In den Jahren 2000 und 2001 entdeckte ich mit dem Elliott Wave Prinzip Signale für einen Börsencrash und bewarb mich bei vielen Banken und Investmenthäusern, um das System anzubieten und auf Gefahren an den Finanzmärkten hinzuweisen.
Der obige Chart zeigt die erste Prognose. Das Ergebnis war verblüffend genau. Die Bewerbungsschreiben waren erstaunlicherweise vollkommen erfolglos. Ich erhielt kein einziges Vorstellungsgespräch. Niemand hatte Interesse. Der Crash ließ sich trotz der Ignoranz nicht aufhalten.
Bereits seit Mitte 2007 warne ich erneut vor stark fallenden Kursen. Die Originalanalyse vom September 2007 finden Sie im unteren Teil des Artikels. Auch in diesem Fall hat sich herausgestellt, dass das Elliott Wave Prinzip ein ausgezeichnetes Warnsystem darstellt.
Können Sie sich des Eindrucks erwehren, dass die Qualität vom Elliott Wave Prinzip noch nicht zu den Vorständen der Banken vorgedrungen ist?
Ackermann`s Vorschlag lautet, dass ein „Rat der Weisen" frühzeitig vor Spekulationsblasen an den Finanzmärkten warnen sollen. Über disen Vorschlag bin ich gestolpert. Welchen Schluß ziehen Sie aus dieser Aussage. Sollten die hochbezahlten Manager der Banken gar nicht wissen, wann es an den Finanzmärkten gefährlich wird?
Glücklicherweise wurden die D-Wave Leser rechtzeitig gewarnt. Einschränkend muß ich allerdings erwähnen, dass ich zwar einen starken Kursrückgang prognostiziert hatte, ein letztes erwartetes Hoch aber nicht eingetroffen ist.
Auszug aus der Originalanalyse vom DAX: 7650 am 04.09.2007
Ziele: Die Welle b befindet sich im Zielbereich. Eine steigende abc Welle ist ebenfalls zu erkennen. Als erstes Signal für fallende Kurse sollten sich Abschlussmuster bilden. Anschließend sollte eine stark fallende Impulswelle entstehen.
Unterwellen: R.N. Elliott hat bei seinen Entdeckungen auf folgende Regel bei einer Ausdehnung in der fünften Welle hingewiesen:
(Zitat) Wenn eine Ausdehnung in einer fünften Welle eintritt, wird die nachfolgende Korrektur drei Wellen haben und bis an den Anfang der Ausdehnung zurücklaufen (siehe 1. Rücklauf).Hierauf folgt ein zweiter entgegengesetzter Rücklauf, der für diesen Zyklus neue Höchstkurse bringt. Das bedeutet, dass Ausdehnungen der fünften Welle immer einen zweifachen Rücklauf haben. Der erste und der zweite Rücklauf bilden dann die Wellen A und B von einer unregelmäßigen Korrektur.(Zitat Ende)
Fazit: Bisher entspricht der Verlauf des Marktes exakt den von R. N. Elliott entdeckten Regeln. Der erste Rücklauf endete auf dem Niveau vom Anfang der Ausdehnung.
Übergeordnete Zählweise: Nachdem der DAX die Welle b im Kreis ausgebildet hat, sollten Kursverluste bis in den Bereich 4800 und später bis 3700 in den nächsten zwei Jahren folgen. Der DAX würde auf dieser Basis einen Rücklauf bis zur übergeordneten Welle 4 im Kreis durchführen.

