Hilfe von der Familie
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 22. Februar 2006 12:00 Uhr
ENL5462
"Atomverhandlungen ergebnislos vertagt" – so der Stand der Dinge der iranischen Atomgespräche mit Moskau.
Sehen wir die Sache mal durch die "Aktien und Rohstoff-Brille"; und da hat mein Kollege Jochen Steffens völlig Recht, wenn er schreibt: "Wenn es zu ( ...) Sanktionen kommen wird, der Iran daraufhin seine Drohung wahr macht und den Ölhahn zudreht, dann wird der Ölpreis explodieren. In diesem Fall wird sich der Markt nicht halten können."
Die Hausse am deutschen Aktienmarkt – die den DAX in den letzten Monaten um rund 1.400 Punkte nach oben befördert hat – wäre dann wohl zu Ende.
Wird sie wirklich enden, diese Hausse? Dazu eine kleine Überlegung von mir. Und zuerst der Hinweis, dass "Hausse" bekanntermaßen französisch ausgesprochen wird, also etwa "'Osse" (mit gehauchtem "H" davor").
Dann der Hinweis darauf, dass die Iraner Indogermanen sind. Also sozusagen Vettern von uns europäischen (Wahl-)Germanen. Und der eigenen Familie hilft man ja normalerweise ... z.B. gibt man eine Warnung, um Familienmitglieder vor finanziellen Verlusten zu bewahren.
Dass die Iraner unsere Vettern sind, zeigt sich natürlich auch an der gemeinsamen sprachlichen Wurzel. Iranisch bzw. Persisch – auch "Farsi" genannt, während "Dari" die Schriftsprache bezeichnet – ist ein Zweig der gemeinsamen indogermanischen Sprachfamilie (auch wenn das hierzulande weithin unbekannt ist, ich weiß nicht wie das im Iran ist).
Das lässt sich an diversen Worten leicht erkennen: So steht z.B. das persische "nâm" für "Name", "pedar" heißt Vater und "mâdar" Mutter. Oder – besonders eindeutig: "dochtar" heißt Tochter.
Diese Ähnlichkeit ist natürlich besonders bei archaischen Begriffen zu finden – eben aus der Zeit, als die Indogermanen noch vereint auf den Steppen rund um das Schwarze Meer herumstreunten. Als die Wege sich trennten (die einen zogen nach Westen, die anderen nach Süden), entwickelten sich natürlich auch Sprache und Kultur getrennt weiter. Aber die gemeinsame Wurzel ist geblieben.
Doch ich schweife ab. Zurück zum Thema "Ende der Hausse"! (Und die folgende Schlussfolgerung bitte nicht ganz ernst nehmen, die Karnevalstage nahen.)
Also, wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass die Iraner uns als Verwandten helfen möchten, indem sie uns vor finanziellen Verlusten bewahren.
Deshalb haben Sie einen Verhandlungsführer nach Moskau geschickt, dessen Name ein heimlicher Hinweis an uns sein soll. Ein Hinweis, den Deutsche, insbesondere Rheinländer, verstehen werden. Was wird aus der Hausse?
Der Mann heißt: Ali Hosse-ini-Tasch.
Viele Grüße,
Michael Vaupel
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Traders Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Mittwoch, 08. Februar 2012
Dienstag, 07. Februar 2012
Montag, 06. Februar 2012
alle AusgabenTravel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Travel Trader
Artikel weiterempfehlen