Hier sind die Insider wesentlich bullischer gestimmt als die Börse
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 21. Juni 2011, 19:00 Uhr
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Griechenland hier. Griechenland da. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kann es nicht mehr hören. Solange die Griechenlandkrise nicht gelöst ist, werden die Sorgen um eine neue Finanzkrise die Märkte erdrücken. Was mich wahnsinnig macht: Jedem halbwegs klugen Menschen, der sich das Szenario anschaut ist klar:
Griechenland ist pleite. Das Land hat kein Wirtschaft, bis auf den Tourismus und vielleicht etwas Schafskäse. Und jeder, der mal in Griechenland war, weiß: Die Griechen lieben das süße Leben - und sie lieben es noch mehr, möglichst wenig dafür zu arbeiten. Dieses Land gehörte von Anfang an nicht in die EU - also macht es auch keinen Sinn, es jetzt weiter mitzuschleppen.
Das Problem ist, dass die Politiker in Brüssel Angst haben, Griechenland aus dem Euro zu werfen, was absolut notwendig ist. Denn jeder weiß, dass der Euro sofort untergehen würde, wenn er erst mal in den einzelnen Ländern auf den Prüfstand kommen würde. Selbst in Deutschland, das durch seine Exportwirtschaft vom Euro profitiert, hätte diese Schrottwährung keine Überlebenschance, wenn man das Volk entscheiden lassen würde.
Also passiert gar nichts – das können die Politiker ja besonders gut. Es gibt für Griechenland ein halbseidenes Rettungspaket nach der Nächsten - und zum Dank, dass wir (und ich meine wirklich wir Deutsche, denn wir tragen die Hauptlast) Griechenland am Leben halten, randaliert in Athen auch noch die Bevölkerung.
In solchen Phasen beschäftige ich mich immer sehr genau mit den übergeordneten Megatrends. Dazu gehört beispielsweise der Rohstoffsektor. Vor allem die Industriemetalle sind derzeit richtig „out". Aluminium, Blei, Nickel oder Zink befinden sich alle in gültigen Abwärtstrends.