Hier eine Billion, da eine Billion
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 01. Februar 2008 07:30 Uhr
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Eine Billion hier… eine Billion da… und schon bald kommt eine ganze Menge Geld zusammen. Die amerikanischen Aktien sind bislang in diesem Jahr um 10% gefallen… was einem Verlust von ungefähr 1,5 Billionen Dollar entspricht.
Der amerikanische Immobilienbestand ist Aussagen zufolge schon um zwei Billionen Dollar im Wert gefallen. Und die Verluste durch minderwertige Kredite, Kreditkarten und Immobilienhypotheken, Schurkentrader… und Unsinn… belaufen sich insgesamt vermutlich auch auf eine weitere Billion. Und wir wollen auch nicht den Krieg gegen Niemanden im Besonderen vergessen – den Krieg gegen den Terror… der bereits einige Hundert Milliarden Dollar gekostet hat.
Und da kommt… nanu!... eine Steuererleichterung, die von beiden Parteien mitgetragen wird. Ja, man erfuhr es Anfang der Woche in den Nachrichten. Die Demokraten und die Republikaner haben sich darauf geeinigt, den Steuerzahlern einen Teil ihres Geldes zurückzugeben.
Und der Finanzminister Paulson erschien vor dem Kongress und sagte, sie sollten so weitermachen. Wenn sie diese Prüfung nicht schnell über die Bühne brächten, dann würde es vielleicht schon zu spät sein.
Die Politiker geben so viel Geld aus wie eh und je. Und sie haben bereits ein Defizit von 200 Milliarden Dollar anlaufen lassen… also können sie unmöglich Geld zurückgeben. Und viele dieser „Nachlässe“ werden an Leute gehen, die überhaupt gar nicht erst bezahlt haben.
Doch werden sie 117 Millionen Schecks verschicken, die insgesamt 150 Milliarden Dollar kosten. Das ist Wirtschaft im Stile Simbabwes… wenn man kein Geld hat, druckt man sich einfach welches.
Sie nennen es einen „wirtschaftlichen Stimulus.“ Doch wenn sie hoffen, den Auswirkungen von Wertverlusten im Umfang von Billionen von Dollar entgegenwirken zu können… dann werden sie schon mehr bieten müssen, als nur 150 Milliarden Dollar.
Nein, nein…sagen die Politiker. Der Stimulus hat ein „Ziel“. Er wird die Leute erreichen, die das Geld am wahrscheinlichsten ausgeben werden! Ja, sie werden es bei Wal-Mart und an den Tankstellen ausgeben.
Und die 150 Milliarden werden so dort enden, wo die Billionen, die ihnen vorangingen auch schon sind… in den Taschen der Asiaten und der Araber. Und ja, es wird deren Ökonomien vermutlich stimulieren.
Und vielleicht stimuliert es auch die Dollarbesitzer überall auf der Welt, sich nach etwas anderem umzusehen, das sie in ihre Schatzkammern stecken können.