Hidden Champions schlagen schon wieder die DAX-Größen
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Dax 30
vom 02. Januar 2008 17:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser,
alle Welt spricht von DAX & Co. und davon, dass beispielsweise Nebenwerte im letzten Jahr kursmäßig nicht sonderlich gut aussahen. Auch ich habe in der letzten Ausgabe 2007 des Nebenwerte Daily kurz über die Entwicklung der gängigen Indizes berichtet.
Ein Segment habe ich bei diesem Rückblick bewusst nicht genannt. Einen Index, in dem Sie zwar wie im MDAX oder SDAX jede Menge Kleinwerte und Mid Caps finden können, der Ihnen aber 2007 deutlich höhere Gewinne brachte als der DAX. Und 2006 ebenfalls. Und auch 2005. In diesem Index gab es 2007 ein Plus von 30 Prozent. 2006 ging es dort 38 Prozent nach oben. Und 2005 kletterte dieses Kursbarometer um 28 Prozent. Ältere Daten gibt es nicht. Denn dieser Index wurde erst am 3. Januar 2005 von der Deutschen Börse eingeführt. Ich spreche vom GEX, dem German Entrepreneurial Index.
Für viele dieser Unternehmen im Index wird synonym der Begriff der Hidden Champions verwendet. Das sind Firmen, normalerweise Mittelständler, die in ihrer Branche meist in einer Nische international sehr erfolgreich arbeiten und dabei auch noch grundsolide finanziert und hochprofitabel sind. Eigentlich genau das, was Anlegerherzen höher schlagen lässt.
Solche Nischenplayer erzielen aber nicht nur hübsche Gewinne, sie können sich in ihrer kleinen Welt oft von konjunkturellen Zyklen abnabeln und entwickeln sich deshalb stabiler. Einen wichtigen Vorteil bieten die Hidden Champions im GEX: Sie sind eigentümerdominiert. Das bedeutet: Der Vorstand, Aufsichtsrat oder deren Familien besitzen zwischen 25 und 75 Prozent der Stimmrechte am jeweiligen Unternehmen.
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