Hewlett-Packard erfreut die Märkte, sieht jedoch noch kein echtes Wachstum
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 21. November 2002 18:00 Uhr
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Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard im vierten Quartal bis Ende Oktober einen ein Gewinn vor Sonderposten von 721 Mio $ oder 0,24 $ je Aktie erzielt, teilte Hewlett-Packard nachbörslich mit. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von nur 0,22 $ gerechnet. Beim Umsatz lag Hewlett Packard mit 18,05 Mrd $ auch deutlich über den Erwartungen der Analysten von 17,3 Mrd $.
Hewlett-Packard und Compaq hatten ihre Fusion im Mai abgeschlossen. Die Einsparungen durch den Zusammenschluss haben im zweiten Halbjahr 2002 insgesamt 651 Mio $ betragen und lagen damit ganze 30 % über der ursprünglichen Planung. Die Fusion hatte rund 19 Mrd $ gekostet. Hewlett Packard erhofft sich dadurch ein Einsparpotenzial von 2,5 Mrd $ im kommenden Jahr und 3 Mrd. $ im Geschäftsjahr 2004. Im Zuge dieser Fusion sind nun insgesamt 12.500 Stellen abgebaut worden, 25 % mehr als zunächst vorgesehen. Im laufenden Geschäftsjahr werden weitere 17.900 Stellen gestrichen werden.
Beim Ausblick hielt sich der Konzern bezüglich des Weihnachtsgeschäfts bedeckt. Eine vernünftige Aussage sei noch nicht zu machen. Insgesamt solle aber eine Stabilisierung erkennbar sein. Ein echtes Wachstum sei aber noch nicht zu erkennen.
Von diesen Vorgaben konnten heute insbesondere Infineon (WKN 623100) und Epcos (WKN 512800) profitieren. Infineon steigt um 8, 43 % auf 9,89 €, Epcos konnte um 5,23 % auf 14,75 € zulegen.