Heute fehlt der Taktgeber
Till Kleinlein (Gastbeitrag) in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 18. Januar 2010, 12:00 Uhr
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ist heute Entspannung angesagt? Die US-Boys bleiben heute der Wall Street wegen Feiertag (Martin-Luther-King) fern. Da damit der Taktgeber fehlt, könnte es heute an den Aktienmärkten eher ruhig werden. Zumal der deutsche Aktienmarkt am Freitag ohnehin heftiger auf das Sammelsurium schlechter Meldungen reagierte als die US-Indizes und sich damit Erholungspotenzial ergibt. Während die US-Indizes etwa 1% nachgaben, sackte der Dax 1,9% und der TecDax gar 2,5% nach unten.
Diese Woche ist Banken-Woche: Bank of New York, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und einige mehr präsentieren uns in dieser Woche ihre Quartalszahlen. J.P. Morgan Chase, die die hohen Erwartungen letzte Woche nicht erfüllen konnte, hat die Marktteilnehmer nervös gemacht. Von den Quartalszahlen der Finanzbranche wird viel abhängen, wie diese Handelswoche verlaufen wird. Ohne Übererfüllungen werden es die Bullen nicht schaffen, den wiedererstarkten Bären etwas entgegenzusetzen. Ohnehin wird dies auch charttechnisch ein schwieriges Unterfangen, wenn die Unterstützungszone bei 5.870 Punkten dem Drängen der Bären nicht standhält.
Dax (DAX.I): ganz auf sich alleine gestellt
Am Freitag wurde erst die 6.000er-Marke zurückerobert, dann ging es aber steil abwärts und erst an der doppelten Unterstützung konnte sich der Dax fangen. Wird diese im Laufe der Woche nach unten verlassen, dann steht der Wochensieger wohl schon fest: Die Bären. Lesen Sie hierzu auch meinen Wochenausblick.
Der Dax wird mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Es gibt einiges aufzuholen! Zu beachten ist aber auch, dass die Amerikaner heute nicht mitmischen werden und entsprechend auch kaum kurs-relevante Daten vom Markt aufzunehmen sind. Wie wird sich der Dax, so ganz auf sich alleine gestellt, heute auf die schwache Freitags-Session reagieren?
Kann der deutsche Leitindex die 5.900er-Marke zurückerobern, dann ist ein Etappenziel der Bullen erreicht. Doch erst mit dem Sprung über den Widerstand bei 5.920 Punkten bin ich auch bereit, eine Long-Position zu eröffnen. Bei 6.000 Punkten stellt sich ein massiver, ein magischer Widerstand den Bullen in den Weg. Orientiert sich der Dax im Dunstkreis der runden Marke wieder nach unten, dann stelle ich meine Position glatt und wechsel ins Bärenlager. Gelingt aber der Sprung über die 6.000er-Marke, so gilt das eben Gesagte auch für den Widerstand bei 6.035 Punkten, jener Kurs-Bereich, der noch am Freitag-Morgen vor dem Sturzflug erreicht werden konnte.
Falls die 5.900er-Marke überwunden, aber nicht gehalten werden kann, dann gehe ich short. Das Freitag-Tief ist dann die nächste Trigger-Marke. Hier endet mein Short-Trade, wenn wieder die Bullen etwas offensiver werden - was dann auch gleichbedeutend mit einem Long-Einstieg wäre. Wird das Freitag-Tief jedoch unterschritten, so ist das ein weiteres bärisches Signal und ich verkaufe entsprechend den Dax (oder bleibe short investiert).
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Am Morgen setzt sich die Bewegung fort, die am späten Nachmittag ihren Anfang nahm. Es geht wieder aufwärts und vorbörslich konnte gar die 6.000er-Marke zurückerobert werden.
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Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
