Heute aus der Rohstoffecke
Thomas Firley in Investors Daily
vom 21. März 2007 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
da Herr Jochen Steffens heute leider krank ist, darf ich heute einen Gastbeitrag platzieren. Und da habe ich Ihnen heute mal etwas aus einem ganz anderen Bereich mitgebracht, nämlich aus der Rohstoffecke. Lesen Sie also heute einen Beitrag aus der Rohstoff Daily-Redaktion, die auch den Börsendienst Tiger & Dragon betreut.
Viel Spaß beim Lesen
Ihr Tom Firley
Weizen - wohin gehst du ?
Liebe Leser,
Wir alle haben von der australischen Dürre gehört, von der Roter Winterweizenernte in den USA, deren Ertragsmenge die Farmer wohl veranlasst die Weizenanbaufläche zugunsten vom teureren Mais zu verringern, von Indien, einem der größten Weizenproduzenten der Welt, welches wohl auch in diesem Jahr, aufgrund der schlechten Ernte wieder Weizen importieren muss, sogar von der Ukraine welche Probleme mit den Lagerhäusern für Korn hat.
Noch etwas genauer...
In den USA wird sich wohl die Weizenanbaufläche verringern. Die indische Regierung hat bereits die State Trading Corp. gebeten sich im Ernstfall darauf vorzubereiten 3 Millionen metrischer Tonnen Weizen zu importieren, denn Indiens Weizenernte wird aufgrund zu trockener Wetterbedingungen auch in diesem Jahr wieder schlechter ausfallen und die Inlandsnachfrage vermutlich nicht decken können.
Australien hatte zwar bereits im letzten Jahr mit der Dürre zu kämpfen, doch die Wetterbedingungen haben sich gerade im Hinblick auf die Ernten nicht verbessert. Noch immer ist zu wenig Regen gefallen und die Menge, welche Australien bräuchte wird auch in diesem Erntejahr nicht mehr fallen. Auch Australien wird also nichts anderes übrig bleiben als Weizen zu importieren.
Ukraine
Aus der Ukraine wurde bekannt, dass dort einige der Lagerhäuser für Getreide offenbar beschädigt sind und ein Teil der Bestände verdorben ist.
Die große Kornkammer der ehemaligen Sowjetunion sieht sich gegenwärtig mit einer Getreideknappheit konfrontiert.
Nun wurde zusätzlich verlautbar, dass die Ukraine 135 000 metrische Tonnen aus den staatlichen Reserven - welche in 2005 geerntet wurden - auf dem Lokalmarkt verkaufen will um der Verknappung Herr zu werden.
Hiobsbotschaft aus China
Und jetzt gesellt sich auch noch China in die Reihe.
Dort kämpft man zwar nicht gegen das Wetter oder hat Probleme mit Lagerhäusern, dafür baut man zu viel. Die zunehmende Verstädterung und der Ausbau der Infrastruktur führen zu einer Abnahme der Anbauflächen.
Mehr Industrie und weniger Landwirtschaft heißt die Devise.
Dafür wurde nun verlautbar, dass die Weizenproduktion in den östlichen Provinzen -den Hauptanbaugebieten - im Vergleich zum Vorjahr um 17 % gefallen ist.
Prompt steigen auch die Preise. In Shandong - der chinesischen Hauptanbauregion für Weizen - stieg der Preis für Weizen um 5,2 % im Wochenvergleich auf 1620 Yuan pro metrische Tonne.
In Henan stieg der Preis für Weizen durchschnittlicher Qualität um 5,3 % auf 1580 Yuan.
In Hebei immerhin noch um 2,6 % auf 1600 Yuan pro metrischer Tonne.
So sieht die fundamentale Datenlage aus.......doch was machen unsere Weizenfutures an der CBOT ?!... Lesen Sie unten weiter...