Heimliche Baisse am Aktienmarkt
Brian Hunt in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 2. August 2011, 18:00 Uhr
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Diesen Sommer ist kaum ein Tag vergangen, an dem wir nicht gehört haben, dass das Schuldenobergrenzenproblem der USA den Aktienmarkt in die Knie zwingt. Unsere heutiger Chart zeigt, dass dieses "in die Knie zwingen" wesentlich schlimmer ist als es auf den ersten Blick aussieht...
Regelmäßige Investos daily-Leser wissen, dass wir immer beide Seiten der Medaille betrachten... und somit auch den Preis eines Anlage-Gegenstands von zwei Seiten betrachten. Auf der einen Seite haben Sie die Aktie, das Produkt oder die Dienstleistung, die gemessen wird. Auf der anderen Seite haben Sie die "Einheit", in der gemessen wird...normalerweise ist dies eine Papierwährung wie Dollar, Euro oder Schweizer Franken - oder aber eine "echtes Geld"-Währung wie Gold. Wenn Sie sich die "zwei Seiten eines Preises" vergegenwärtigen, dann sehen Sie die Dinge ganz anders als andere Anleger oder Investoren.
Das Problem mit der Maßeinheit "Dollar" ist momentan, dass der Dollar immer mehr zu einer Spaß-Währung verkommt und seine Eignung als feste, solide Maßeinheit verliert. Der Dollars hat an Wert gegen stärkere Währungen wie den Schweizer Franken und Gold massiv verloren.
Chart S&P 500 in Gold gemessen
In Gold gemessen erreicht der S&P gerade ein mehrjähriges Tief
Zum Beispiel: Auch wenn US-Aktien aktuell etwas Prügel beziehen, sind sie noch immer in der Nähe eines 52-Wochen-Hochs. Aber wenn Sie die Aktien (im Chart-Beispiel den marktbreiten S&P 500) in einer starken Währung wie Gold "bewerten", dann sehen Sie, dass sich der Aktienmarkt in einem Baissemarkt (also in einer Abwärtsbewegung) befindet.
Die letzten paar Wochen haben den Index auf ein Mehrjahres-Tief geführt, wenn Sie ihn mit "echtem Geld" bewerten.
Brian Hunt
