Hat sich die Deutsche Post übernommen?
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 25. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Die Deutsche Post (WKN 555200) will für insgesamt rund 1,05 Mrd. Dollar das Bodengeschäft der US-Fluggesellschaft Airborne übernehmen. Die Post-Tochter DHL will an die Airborne-Aktionäre 21,25 US-Dollar je Anteilsschein zahlen. Allerdings sollen die Flugaktivitäten weiterhin selbstständig und im Besitz der US-Anteilseigner verbleiben.
Hintergrund dieses Deals: Bisher bietet die Post-Tochter DHL in der USA vor allem Transporte per Flugzeug an. Das Problem: Die Waren konnten von der Post nicht direkt zum Endkunden geliefert werden. Die Deutsche Post will mit diesem Deal nun auf dem US-Markt auch bei der Zustellung über den Landweg den dort ansässigen Unternehmen UPS und FedEX Konkurrenz machen.
Anleger fragen sich, ob sich die Post mit diesem Deal nicht übernimmt und strafen die Aktie ab. Die Deutsche Post sinkt um 5,73 % auf 9,05 Euro. Die Post war nach dem Scheitern an der Nackenlinie einer SKS, auf die ich am 13.01.03 hingewiesen hatte, wieder wie erwartet fast auf das Septembertief (7,63 Euro) gefallen. Bei dieser Marke könnte sich nun ein Doppelboden ausbilden. Das muss man abwarten. Sollte die 7,63 Euro halten, wäre das Kursziel mindestens wieder bei 11 Euro zu finden.
Die deutsche Post sinkt um 6,25 % auf 8,99 Euro. Kein Kauf.