Hat Gold überhaupt einen derart hohen Wert?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 29. Dezember 2010, 13:00 Uhr
ENL5454
Zu guter Letzt stelle ich einmal ganz provokativ die Frage, ob Gold eigentlich überhaupt einen derart hohen Wert haben dürfte. Letztlich hat es diesen doch nur erlangt, weil es so selten ist und die Menschen es so sehr begehren. Doch stellen Sie sich vor, sie landen damit auf einer einsamen Insel. Wie viel ist es dann dort wert? In einer "echten" Krise will doch niemand wirklich Gold haben. Dann ist ein Dach über dem Kopf und etwas essbares unbezahlbar. Vielleicht ist also eine Immobilie die bessere Krisenwährung?!
Dieser Ansicht folgte auch ein Leser mit seinem Kommentar, den er zu meinem bewusst positiven Beitrag am letzten Freitag schrieb: "Ich verstehe eines nicht ,wieso zum Thema Gold in sämtlichen Börsenbriefen so maßlos übertrieben wird. Neutral gesehen wird im Zuge der Überbevölkerung in den nächsten Jahren nicht Gold und Silber das wichtigste sein ,sondern eher die Ernährung der zukünftigen Menschen in der Welt. Natürlich werden Gold und Silber immer wieder eine gewisse Wertsicherung darstellen ,aber diese Werte werden nur subjektiv sein. Geht es in Zukunft wirtschaftlich wieder besser wird auch vor allem der Goldpreis wieder sinken. Da Silber in der Produktion vieler Artikel eine große Rolle spielt ,ist hier sicher ein größeres Potential möglich. Die Steigerung wird aber auch hier nicht 100% übertreffen ,da immer wieder neue Silberquellen auftauchen und der Abbau deutlich billiger wird. Also liebe Börsenbriefler immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben, sonst werden sie auf Ihren hochbezahlten Empfehlungen weiter sitzen bleiben. In diesem Sinn viel Freude über den Unsinn den Sie schreiben."
Sehen Sie die letzten Beiträge zum Gold im richtigen Licht!
Nun, Herr Schrädobler, vielleicht gefällt Ihnen der pessimistische Beitrag damit besser. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass Sie diesen und den Beitrag von Freitag im rechten Licht sehen müssen. Beide beinhalten bewusst eine überzogene positive bzw. negative Haltung. Ich erinnere auch an den Artikel von letztem Mittwoch.
Beide Seiten haben gute Argumente
Und damit sehen Sie, beide Seiten haben tatsächlich gute Argumente (siehe Hinweis auf Handelsblatt-Artikel). Sie müssen letztlich entscheiden, wer die besseren hat. Zumal dies natürlich von Ihrem Anlagehorizont und Ihrem Tradingstil abhängt.
Wer z. B. tatsächlich in Gold investiert, um sein Vermögen zu schützen, der macht sicher nichts falsch, wenn er einen Anteil am Depot hierfür vorhält. Wer hingegen kurzfristig unterwegs ist, der sollte eine mögliche Korrektur abwarten.
Und genau so sehe ich persönlich auch die Chancen in Gold (und Silber):
Kurzfristig ist Vorsicht geboten. Die Trends beobachten und investiert bleiben, solange sie halten. Ein Neueinstieg zurückstellen, bis eine Korrektur neue Kaufkurse bringt.
Langfristig muss man abwägen zwischen dem Argument der überzogenen Euphorie und der fundamentalen Situation. Und man muss überlegen, welchen Wert dem Gold in welcher Phase beigemessen wird.
Gold und Silber werden weiterhin Thema bleiben - auch im Wave Daily
Letztlich werde ich auch im nächsten Jahr Gold und Silber weiterhin beobachten. Und die Charts werden uns eine Korrektur früh genug ankündigen. Da die Betrachtung der Charts in Gold und Silber hier im Wave Daily schon länger zurück liegt, schlage ich vor, am Freitag mal wieder eine Analyse vorzunehmen.
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Morian (29.12. 2010 13:31 Uhr):
Ich würde ihnen dann gerne Ihre 10 € Silbergedenkmünzen abkaufen.
Antworten - Kommentar von Fatbobger (29.12. 2010 14:59 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, ich schätze Ihre Meinung sehr und sehe die Goldpreisproblematik ähnlich: "Es fehlt nur noch, dass in der Neuen Revue steht, dass man Gold kaufen soll ("Dienstmädchenhausse"). Momentan sehe ich in zurückgebliebenen Dividendenpapieren (Energieversorger, evt. Versicherungen) noch Chancen. Steigende Zinsen zeigen u. a. auch an, dass sich Investitionan in Sachgüter wieder lohnen. Deshalb sehe ich noch Potiential für Aktien. Allerdings sollte man Mitte 2011 die Situation neu bewerten. Momentan ist Inflation kein Problem, aber, wenn sich die Konjunktur überhitzen sollte, fehlt eine Exitstrategie, weil ein höheres Zinsniveau die Staatshaushalte in ernsthafte Bedrängnis bringen würde und eine überhitzte Konjunktur die Rohstoffpreise treiben würde (importierte Inflation). Dies ist heute noch nicht erkennbar. Gegenwärtig müssen diejenigen, die Geld haben nichts kaufen, weil sie alles haben und die, die nichts haben, können nichts kaufen. Erst wenn zusätzliches Geld von den Konten in die Wirtschaft fließt, steigt die Inflationsgefahr. Geldmenge = m * U, wobei U die Umlaufgeschwindigkeit ist (und die ist momentan gering) Außerhalb Deutschlands (außerhalb der BRIC-Staaten) ist die Inflationsgefahr noch relativ gering. Fazit: Erst ab 2020 sehe ich ein systemisches Inflationsrisike mit der Gefahr eines Währungszusammenbruches: Dann müssen Renten-/Pensionsversprechen eingelöst werden und viele werden ihre Ersparnisse zur Aufbesserung der mickrigen Renten verwenden müssen. Auch die Riesterverträge müssen dann mehr ausschütten, als neu angelegt wird. Damit steigt die Geldmenge, ohne dass die Gütermenge steigt. Die oft diskutierte Zahlungsunfähigkeit der USA wird nicht eintreten und stellt erst in 5 Jahren eine ernsthafte Gefahr dar, wenn weiterhin nur die Geldpresse bedient wird. Fazit: Gold, Silber sind momentan ein heißes Eisen, dass ich nicht anfassen würde. Und solange man in D nur 10% seines Einkommens für Nahrungsmittel ausgibt, und 20 Mio. t. Nahrungsmittel wegwirft, muss man sich um die Inflation bei Nahrungsmittel keine Gedanken machen. Generell sehe ich in der Staatsverschuldung die größte Gefahr, bei einem Staatsdefault werden jedoch große Geldmengen vernichtet, so dass dies die Inflationsgefahr deutlich verringert. Das Anlagegeld, das dann weg ist, kann man nicht ausgeben. Ein gutes Neues Jahr und weiterhin viel Energie wünscht Ihnen Fat_Bob_ger
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 09:46 Uhr):
Die Neue Revue lese ich nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn sich dort bereits Artikel finden lassen oder entsprechende Anzeigen von Zahngoldkäufern :o) - - - Bis Mitte 2011 ist noch lang hin und an den Märkten ändert sich in einem halben Jahr unglaublich viel. Dies hat uns auch das Jahr 2010 ziemlich eindrucksvoll bewiesen. - - - Inflation ist sicherlich eine mögliche Gefahr. Hier muss man die Entwicklung einfach abwarten. Aber ich denke nicht, dass die Entscheidung erst 2020 kommen wird. Die Notenbanken werden sicher bis 2012 oder spätestens 2013 gefordert sein, entsprechend zu reagieren. - - - Ihre übrigen Überlegungen sind durchaus interessant. Allerdings bin ich mit dem Wave Daily natürlich deutlich kurzfristiger ausgelegt, so dass mich die Probleme in 5 Jahren heute noch nicht so sehr interessieren. Ich denke auch die Börse hat den Fokus nur auf maximal die nächsten 1-2 Jahre. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 09:46 Uhr):
- Kommentar von Werner Mödl (29.12. 2010 16:32 Uhr):
Nachdem Dummheit in diesem Lande ja ein verfassungsmäßig garantiertes Grundrecht ist, wird dieser selbsternannte Schlauberger dann dem Staat zur Last fallen, wenn seine Papierwerte wertlos sind und er keine Edelmetalle hat. Mit 1 Oz Gold konnte man vor 2000 Jahren 1 Monat leben, man konnte es vor 200 Jahren, und man kann es heute auch. Wieso lesen solche Leute eigentlich Börsendienste, wenn sie von dem Thema so absolut keine Ahnung haben? Ach ja, wegen der verfassungsmäßigen Garantie.........
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 09:52 Uhr):
Guten Tag Herr Mödl! - - - Ihre Argumente sind natürlich dem Grunde nach völlig richtig. Aber zum einen lebt niemand 200 Jahre und zum anderen sehe ich derzeit noch nicht die KONKRETE Gefahr, dass papierwerte wertlos sind. - - - Ich will malfolgenden Vergleich anstellen: Die Gefahr eines Krieges ist auch omnipräsent, doch deshalb fülle ich meinen Keller auch nicht mit Dosenravioli auf. - - - Und wie ich bereits schrieb, wenn es dazu kommt, dass unser Papiergeld wertlos wird, dann haben wir ganz andere Probleme. Dann wird uns ein Haufen Gold auch nicht helfen. - - - Zudem kann ich immer noch reagieren, wenn sich konkrete Anzeichen verdichten. Derzeit haben wir einfach nur lösbare Probleme. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 09:52 Uhr):
- Kommentar von Ohne (29.12. 2010 16:33 Uhr):
Gold kaufe ich dann, wenn eine Krise nicht nur ausgerufen wird, sondern sich auch auf die Assets in meinem Depot tatsächlich negativ auswirkt. Glauben Sie, dass Sie dafür Zeit bekommen? Welchen Wert hat Papiergeld auf der einsamen Insel?
Antworten- Antwort von fatbobger (30.12. 2010 12:17 Uhr):
Auf einer einsamen Insel ist Gold VÖLLIG WERTLOS, wenn Sie nichts zu essen haben und niemand Ihnen für Ihr Gold etwas gibt. In dem Heimatdorf meiner Mutter gab es eine Ölmühle, dort haben gegen Ende des WK II alle Stuttgarter ihren Schmuck hingetragen, um ein Fläschchen Öl zu ergattern. Dabei sind die reich geworden. 2. Den Handel mit Gold kann man verbieten, dann muss das Gold in dunklen Ecken umgetauscht werden und man bekommt nicht den wahren Wert. >>> Wenn es eine echte Krise gibt, hilft auch Gold nicht, für die Zeit danach kann es ein Starthilfsmitte sein, wenn man dann bereit ist, es einzutauschen, um ein Gewerbe auf die Füße zu stellen. 3. Fakt ist, dass Goldanleger in den letzten 60 Jahren sehr schlecht gefahren sind. Die Zeiten können sich ändern, aber es ist nicht so einfach aus einer Goldanlage Profit zu schlagen, wie hier manche denken. Als Nachkomme eines ostpereußischen Vertriebenen weise ich auch noch darauf hin, dass man in der Not seine Edelmetalle auch mitnehmen muss, was damals nicht allen gelungen ist. Dann sollten sie einem auch nicht gestohlen werden..... 4. Wenn unsere Wirtschaft komplett kollabiert, dann machen ein paar Unzen Gold auch keinen Unterschied. Das ist wie mit dem Brennholz vor dem Haus, man fühlt sich sicherer, aber es ist meist unwirtschaftlich und arbeitsintensiv und schnell verbraucht in einem kalten Winter. Nicht zu Unrecht wurden die goldgedeckten Wähungen abgeschafft. Oder möchte jemand von euch Experten in die Zeit um 1920 gebeamt werden, wo alles so gut war? Goldgedeckte Wähungen erfordern ein Goldhandelsverbot, damit die Zentralbanken das Gold horten können, um ihre Währungen zu untermauern. Einige wenige Hedgefonds könnten über den Derivatemarkt, das gesamte Gold eines Staates leicht kontrollieren. Das wird verhindert werden. Gerade die, die den Goldstandard fordern, wären die größten Verlierer. 5. Manche Anleger sind so naiv, die Macht der Regierungen und Zentralbanken zu unterschätzen. Solange diese Institutionen an der Macht sind, wird es niemanden erlaubt werden, mit einfachen Mitteln (Gold horten) alle anderen Marktteilnehmer auszutricksen. Also als Beimischung macht Gold durchaus Sinn, ist aber kein Allheilmittel gegen jegliche Krisen. Manchmal ist es wichtiger 500 kg Getreide zu haben, als 50 Unzen Gold. Fat_bob_ger
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 09:56 Uhr):
Guten Tag zusammen! - - - Besser als durch den Kommentar von fatbobger hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Genau darauf wollte ich mit diesem provokativen Teilbeitrag hinweisen. - - - Vielen Dank fatbobger - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von fatbobger (30.12. 2010 12:17 Uhr):
- Kommentar von Wolfgang (30.12. 2010 10:26 Uhr):
Was sind Aktien, Zertifikate, Optionsscheine, Lebensversicherungen, Sparbücher, Papiergeld,... auf einer einsamen Insel wert??? Und halten Lebensmittel unbegrenzt? Gold und Silber ja! Übrigens ist Gold und Silber das einzige Zahlungsmittel, das es schon mehrere tausend Jahre gibt. Kann man ein Haus beim Umzug/Auswandern einfach mitnehmen? "...da immer wieder neue Silberquellen auftauchen und der Abbau deutlich billiger wird..." Wenn mehr verbraucht wird, als neu entdeckt? Wieso sollte der Abbau billiger werden? Fallen die Kosten für Arbeitsstunden, Öl, Diesel, Strom... für Maschinen plötzlich wieder??? Aktien sind übrigens auch schon vom Tief durchschnittlich 100% gestiegen, da sind Sie weiterhin bullisch? Wie passt das zusammen??? Hoffentlich hat keiner Ihrer Leser auf Ihre bärischen Kommentare zu Gold und Silber in den letzten Ausgaben gehört, sonst ging der Schuss schon mal nach hinten los ;-) Gold heute in € auf ATH und Silber bei fast 31 USD!!! :-)
Antworten- Antwort von fatbobger (31.12. 2010 11:24 Uhr):
Ich versuche die Commmoditypreise wie h. Weisenhaus differenziert zu sehen. Bei Silber gibts momentan eine klare Fahnenstange, bei Gold ist es noch nicht so schlimm. Für die ungedeckten Shortverkäufe wird sich die FED auch noch eine Lösung ausdenken, z. B. höhere Sicherheitsleistungen für neue Kontrakte. Das wird dann den Katalysator für eine Korrektur abgeben. Ich habe nicht behauptet, dass Silber/Gold plötzlich wertlos werden werden. Das sind ganz normale Tauschmittel. die im Wert je nach Situation schwanken: auf der einsamen Insel wertlos, bei Hunger wertlos, während einer Hyperinflation sehr wertvoll usw... PS: die Geldmengen nehmen momentan tendenziell ab, Inflationsgefahr für die nächsten 12 Monate <2,5%. Ubernächstes Jahr: wer weiß? Außerdem sollten Sie zwischen einer Korrektur und einem bärischen Kursverlauf genauer differenzieren. Sie können ja gerne noch Silberoptionen kaufen. fat_bob_ger
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:03 Uhr):
Hallo Wolfgang! - - - Ich hoffe, ich konnte Ihren Kommentar inzwischen hinreichend mit meinen Beiträgen beantworten. Es ist immer eine Frage der Sichtweise. Der Anlagehorizont ist entscheiden und das Motiv, Gold zu kaufen. - - - Wenn Sie Gold kaufen wollen, weil Sie glauben zukünftig mit Euros nicht mehr bezahlen zu können, dann würde ich Ihnen sicher nicht abraten (auch wenn ich persönlich dies für übetriebenen unnützen Schwachsinn halte). Wollen Sie hingegen von Kursgweinnen profitieren, so habe ich hinreichend auf die Risiken hingewiesen. Je länger ihr Anlagehorizont, desto eher können Sie eine Korrektur aussitzen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Wolfgang (06.01. 2011 10:50 Uhr):
"Wenn Sie Gold kaufen wollen, weil Sie glauben zukünftig mit Euros nicht mehr bezahlen zu können, dann würde ich Ihnen sicher nicht abraten---- ----auch wenn ich persönlich dies für übertriebenen unnützen Schwachsinn halte" ??? Klar die ............, Mark, Rentenmark, Reichsmark, Alliierte Militärmark, DM und tausende andere ausgelöschte Währungen auf der Welt gibt es ja immer noch ;-) Die Inflation ist auch für immer "abgeschafft", die PIIGS (und bald weitere) haben ja nun auch keine Schwierigkeiten mehr, da wir superreichen Deutschen mit selbst 1,8 Billionen Schulden ja aushelfen/bürgen werden. Die Renten und Sparbücher sind auch sicher..., Merkel persönlich haftet ja ;-) Weiter so...!!! No problem, wo denn auch???
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 11:06 Uhr):
Hallo Wolfgang! - - - Ihre Antwort kam sehr schnell. Da gebe ich doch auch schnell erneut eine Antwort. - - - Jeder hat seine persönliche Meinung. Mein Fazit ist halt, dass ich an einen baldigen Zusammenbruch des Euros nicht glaube. Gerade der Devisenmarkt ist sehr sensibel. Hier sind sehr gut informierte Experten unterwegs. Und gerade der Devisenmarkt hat in der Vergangenheit immer richtig gelegen. Wäre der Euro dem Untergang geweiht, so wäre er in der Tat gegenüber anderen Währungen bereits wertlos. Hiervon sind wir jedoch weit entfernt. - - - Ich glaube, dass wir die Eurokrise überstehenwerden und dann wird der Euro als die stabilste Währung der Welt gelten. Ein erneuter Angriff ist dann sehr unwahrscheinlich. Natürlich wird die Schuldenproblematik damit nicht gelöst sein. Aber Schulden gab es schon immer. Warum soll der große Knall ausgerechnet jetzt kommen und nicht erst in 10 oder 20 Jahren? Ich werde daher nicht jetzt schon auf das Ende setzen. - - - Genauso können wir auch bald einen neuen Krieg bekommen. Oder erst in 10 oder 20 Jahren. Deshalb horte ich doch nicht jetzt schon Dosenravioli im Keller. - - - Ich gehe doch zudem aktuell nur von einer Zwischenkorrektur in Gold aus. Danach sehen wir weiter. Im übrigen ist von Ihren tollen ATHs heute schon nicht mehr viel übrig. Die Konsolidierung, auf die ich bereits im Oktober hingewiesen habe, geht also weiter. So falsch scheine ich also nicht zu liegen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von fatbobger (31.12. 2010 11:24 Uhr):
ENL5454
- Kommentar von fatbobger (06.01. 2011 14:46 Uhr):
Hallo Wolfgang, wer in den 70ern mit ähnlichen Argumenten wie Sie, Gold gekauft hat, ist finanziell voll an die Wand gelaufen, wenn man die Performance mit Aktien vergleicht. >>> Man kann immer Beispiele aus der Geschichte bringen. Natürlich betrachte auch ich, wie viele andere, mit Sorge die Entwicklung der Staatsverschuldung und auch ich kann keine ernsthafte Prognose abgeben, ob die Probleme gelöst werden oder ob ein Zusammenbruch kommt. Kurzfristig sehe ich aber erhebliche Probleme für Commodities wie Edelmetalle, Öl.. Es ist zu erwarten,d ass dieser Handel erschwert wird (Positionslimits womöglich nur bei Longkäufen, Erhöhung der Sicherheitsleistungen) und daduch die Preise fallen werden. Charttechnisch sind diese Probleme schon etwas sichtbar geworden. Wenn Sie einen Anlagehorizont von 60 Jahren haben und kontinuierlich einen Edelmetallvorrat auf Sicht von 10 jahren in Höhe von 40% Ihres liquiden Vermögens aufbauen wollen, sollten Sie jährlich 4% ihres lq. Vermögens in Gold anlegen, das sind bei 200000 Euro etwa max 8000 Euro/Jahr. Dann noch die Schließfachgebühren einrechnen oder die Versicherungskosten für die Aufbewahrung zu Hause... Gold zu besitzen ist auch nicht billig. Papiergold (ETF´s) wollen sie sicherlich nicht... Fazit: Die Goldpermabullen sind im Ergebnis 60 Jahre voll danebengelegen. Einiges spricht dafür, dass sie zumindest in den nächsten 10 Jahren nicht ganz falsch liegen werden. Kurzfristig bestehen jedoch bei einer Edelmetallanlage erhebliche Risiken, die deutlich höher einzuschätzen sind als bei anderen Anlagen, Auf Sicht von 5 - 10 Jahren relativiert sich das Bild. Aber auch in 15 Jahren, bei Fälligkeit der Rentenversprechungen, kann niemand genau sagen, ob dann Gold steigen wird. oder ob viele gezwungen sind ihren Schmuck und Edelmetalle zur Rentenaufbessrung zu verkaufen. Dann kommt es darauf an,ob andere Regionen aus Goldkäufer auftreten. FatBobGer
Antworten- Antwort von Wolfgang (07.01. 2011 08:34 Uhr):
Auch ich schließe wie Herr Weisenhaus hiermit Gold ab, sind alles nur Meinungen und jeder soll seine haben ;-) Genau so beim Dax, er kann 2011 auf 9000 steigen, aber auch auf 5000 fallen, wer weiß das sicher, NIEMAND! In € ist Gold übrigens noch nicht viel gefallen, dieser ist nun auch unter 1,30 mit mittelfr. Ziel vl. 1,10 ??? Wenn Gold dabei auf 1200 $ fällt, steht es in € immer noch höher als jetzt. Was interessiert mich als Deutscher Gold in $? Nichts! Zum Abschluss zitiere ich eine Kollegin von Herrn Weisenhaus, Frau Kraus aus dem Rohstoff Daily: "Tipp für 2011- Wenn Sie mich nun fragen würden und ich antworten müsste, so bleibt mein Tipp auch für 2011: Rohstoffe und ausgewählte Aktien! (und ein bisschen Land hat auch noch nie geschadet)! Oder um es anders auszudrücken: Reale Vermögenswerte sind das was zählt. Eine Unze Edelmetall hat immer einen Wert, ein Barrel Öl hat immer seinen Nutzen und ohne einen Scheffel Getreide und ein Dach über dem Kopf, sowie das Land auf dem das Dach steht und das Getreide wächst, geht's sowieso nicht. Ohne Facebook dagegen, kann ich ziemlich gut leben! ;-)" Dem ist nichts hinzuzufügen!!!
- Antwort von Sven Weisenhaus (07.01. 2011 12:35 Uhr):
Hallo Wolfgang! Ihr Zitat ist natürlich völlig richtig. Da lässt sich nichts dran rütteln. Und wie dort geschrieben steht, sind eben Aktien auch reale Vermögenswerte. Und auch das Dach über dem Kopf hatte ich bereits als Alternative zu Gold ins Spiel gebracht. Sie sehen also, dass sich meine Meinung mit der von Frau Kraus absolut deckt. - - - Dennoch halte ich auch die Umrechnung von Gold in Euro für diskussionswürdig. Dies nehmen sich die Goldbullen gerne als Argument, wenn der Goldpreis in Dollar gerade mal gefallen ist, während der Preis in Euro stabil geblieben ist. Fakt ist aber Folgendes: Für einen Kurzfritigen Trader ist es völlig irrelevant, wo Gold in Euro steht. Wenn ich über CFDs einen Long-Trade auf Gold eingehe, dann kaufe ich Gold in Dollar und ich verkaufe Gold in Dollar. Die Differenz ist mein Gewinn (oder Verlust). Dann spielt für mich der Preis in Euro überhaupt keine Rolle. - - - Auch hier muss also, wie bei jeder Argumentation bisher auch, differenziert werden zwischen Anlagehorizont, Anlagevehikel und Zweck meiner Anlage. - - - Nur wenn ich reelles Gold (also auch über Optionen, Optionsscheine und bestimmte Zertifikate) kaufe und verkaufe, muss ich die Umrechnung in Euro vornehmen. Für einen Trade in CFDs oder auch in einigen Zertifikaten ist der Umrechnungskurs völlig Wurscht. - - - Und wie gesagt, hier im Wave Daily geht es nicht um die langfristige Anlage in physischem Gold zur Vermögenssicherung (da sind wir uns vermutlich alle einig, dass dies Sinn macht), sondern um die kurzfristige Ausnutzung von Kurs-Schwankungen (Charttechnik). Und die Marke von 1.358 DOLLAR, die ich hier in einigen Kommentaren nannte, steht gerade zur Disposition. Wer hier kurzfristig short war (wie ich), hat jetzt schon schöne Gewinne einfahren können. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Wolfgang (07.01. 2011 08:34 Uhr):
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