Happy Birthday Mr. George Soros!
Antje Raschack (Gastbeitrag) in Investors Daily
vom 15. August 2011, 18:00 Uhr
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die Börsenlegende und Hedgefondsmanager George Soros wurde am 12. August 81 Jahre alt. Sein Geburtstag ist Anlass genug, um mich ein wenig mehr mit seiner Erfolgsgeschichte zu beschäftigen. Immerhin - er gilt in der Finanzwelt als einer der erfolgreichsten Fonds-Manager weltweit.
1968 kaufte George Soros zusammen mit seinem Börsianerkollegen Jim Rogers einen Vermögensfonds "Quantum" und legte damit den Grundstein für seinen unglaublichen finanziellen Erfolg. Der Fonds war im Steuerspar-Paradis Curacao angemeldet. Damit entzogen sich Soros und Rogers den Regularien der US-Börsenaufsicht. 20 Jahre später wurde der Fonds, der als einer der erfolgreichsten Investments der USA galt, aufgelöst. Aus 4 Millionen US-Dollar Einsatzkapital wurden über 15 Milliarden US-Dollar.
Geschichte schrieb Soros am 16.09.1992. Der Tag ging in Großbritannien als der "Schwarze Mittwoch" in die Finanzgeschichte ein. Auslöser war ein riskantes Währungsgeschäft George Soros, bei dem er gegen das britische Pfund wettete. Er war davon überzeugt, dass die Inselwährung überbewertet war. Was folgte, war eine heftige Spekulation gegen das Britische Pfund. Die Bank of England musste die britische Währung abwerten. England musste sogar aus dem europäischen Währungssystem aussteigen. Soros verdiente in einer Nacht über 1,4 Milliarden US-Dollar.
Seitdem hören Finanzakteure und Börsianer weltweit genau zu, wenn Georg Soros sich über Währungen, Indizes oder zukünftige Marktentwicklungen äußert. Der Guru-Status ist ihm spätestens seit diesem Datum gewiss.
Ab 2012 managt Soros nur noch Gelder der Familie
Eine Verschärfung der US-amerikanischen Hedgefonds-Regelung führt nun dazu, dass George Soros zum Ende dieses Jahres die Kunden seines Hedgefonds auszahlt. Für fremdverwaltete Gelder gelten nämlich ab 2012 strengere Regeln und Auflagen und Soros ist nicht bereit, diese für sich zu akzeptieren, weil deren Einhaltung Rendite kosten würde. Family-Offices dagegen können diese strengeren Regeln weiterhin umgehen.
Allerdings muss man dazu sagen, dass von insgesamt ca. 26 Mrd. US-Dollar verwalteten Geldern weniger als 1 Mrd. US-Dollar fremdverwaltet sind. Und die Aktion hat dann doch eher symbolischen Charakter an den Märkten.
Neben seinen Finanzaktivitäten unterstützt Soros liberale Projekte
Vielleicht durch seine ungarische Herkunft begründet interessierte sich Soros seit Anfang der 1980er Jahre verstärkt für die Ostblock-Staaten. Er gründete zahlreiche Stiftungen wie die "Open Society Foundation", die er regelmäßig unterstützt und fördert.
Soros Bemühen Gutes zu tun, war geleitet durch Karl Popper. Als Student des Philosophen war er begeistert von seiner Theorie der offenen Gesellschaft. "Viele Menschen träumen zwar davon, die Welt zu verbessern, aber ich bin in der glücklichen Lage, es zu tun", sagt er einmal.
Einige Projekte, die Soros unterstützte, waren die Unterstützung der tschechischen Dissidenten der oppositionellen "Charta 77", der polnischen Gewerkschaft "Solidarnosc" oder auch des russischen Wissenschaftlers und Regimegegners Andrej Sacharow, der ihm wegen seiner Unbeugsamkeit und Wahrheitsliebe ein großes Vorbild war und ist.
In den USA kämpfte Soros, der seit 1961 US-amerikanischer Staatsbürger ist, 2004 vergeblich gegen die Wiederwahl von George W. Bush. Im Gegensatz zu Bush war Soros der Überzeugung, dass man einen Staat nicht wie ein Unternehmen führen könne. Er unterstützte dagegen die Linken und Liberalen, was ihn viel Hass von der konservativen Seite einbrachte.
Milliardengewinne durch die Börse und politisches Engagement ein Widerspruch?
Nicht, nicht unbedingt. George Soros wurde am 12. August 1930 in Ungarn geboren. Seine Familie war jüdischen Glaubens, so dass sein Schicksal in der Nazizeit (Ungarn wurde durch deutsche Truppen besetzt) besiegelt schien. Es ist sicherer etwas zu riskieren als passiv zu sein." Die Lebenseinstellung seines Vaters hat sich auch Soros zu Eigen gemacht. Er und seine Familie überlebten. Soros emigrierte 1947 nach London und studierte Wirtschaft. Er ging nach New York, wo er an der Wall Street erste Erfahrungen als Börsianer sammelte. Der Beginn einer grandiosen Lebensgeschichte.
Herzliche Grüße
Antje Raschack
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Albert Karl (15.08. 2011 20:28 Uhr):
Sehr geehrte Frau Raschack, herzlichen Dank für diesen infomativen Beitrag. Grüße, Albert Karl
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