"Hahaha" ... und andere Bill Bonner-Beiträge
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 23. Juli 2007 07:30 Uhr
ENL5454
*** Zimbabwe
Die Wall Street hat dem Crack-Up-Boom bislang ziemlich wenig Beachtung geschenkt. Sie scheint immer nur den „Größten Boom aller Zeiten“ zu sehen.
Man kann auch beides haben. Zimbabwe hat einen der heißesten Aktienmärkte der Welt. Das Land hat zudem auch eine Wirtschaft, die aus den Fugen gerät. Die Bedingungen in Zimbabwe sind so schlecht – während eines Rekordbooms am Aktienmarkt – dass der örtliche Bischof einen offenen Brief geschrieben hat, in dem er die Nachbarländer aufmuntert, in Zimbabwe einzumarschieren und den gesetzmäßig gewählten Präsidenten – Robert Mugabe, festzunehmen. Das Volk stehe kurz vor einer Hungersnot, warnt der Kleriker.
Da ist der Zauber der Märkte. Sie sind in der Lage, eine gute Zeit zu haben, während der Rest der Welt leidet und sie sind in der Lage zu leiden, während die Welt eine gute Zeit hat. Alles kann passieren, liebe Leser, darunter auch der größte Boom an der Wall Street.
*** Ha...ha... ha
Das Arbeitsministerium berichtet, dass die Zahl der Menschen, die im Baugewerbe arbeiten, im Juni sogar gestiegen sei. Könnte die Regierung falsch liegen? Ha... ha ... ha…
Als nächstes werden sie uns noch erzählten, die Inflation läge unter drei Prozent. Ha... ha ... ha…
*** In größter Gefahr
Mein alter Freund Ron Paul versucht immer noch, seinen Felsen den Berg hinauf zu rollen. Ein Bericht von Paul Joseph Watson:
„Der Präsidentschaftskandidat Ron Paul sagt, die USA schwebten in großer Gefahr eines inszenierten Terroranschlags oder einer Provokation im Stile vom „Golf von Tonkin“, während er auch warnt, dass sich ein großer Einbruch in der amerikanischen Wirtschaft am Horizont abzeichnen würde und durch eine Bombardierung des Iran oder eine Schließung des Persischen Golfs noch beschleunigt werden könnte.“
“Während er in der Alex Jones Show sprach, wurde der texanische Kongressabgeordnete zu seiner Meinung über Cindy Sheehans jüngste Kommentare, wonach die Vereinigten Staaten in großer Gefahr eines inszenierten Terroranschlags oder einer Provokation im Stile vom „Golf von Tonkin“ schwebten und so den Themenkatalog der Neo-Konservativen bestätigen würden.“
„;Ich denke, dass wir diesbezüglich in großer Gefahr schweben’, antwortete der Kongressabgeordnete, ‚Wir schweben in vielerlei Hinsicht in Gefahr, Angriffe auf unsere zivilen Freiheiten hier in der Heimat, eine Außenpolitik, die ein Schlachtfeld ist und unsere Verpflichtungen gegenüber dem Ausland sowie ein Einsatz, der unsere Truppen und unsere nationale Verteidigung gefährdet. Wir befinden uns jeden Tag in schlechtester Verfassung und gerade im Moment gibt es eine geschlossene Bemühung, die Iraner für all das verantwortlich zu machen, was im Irak schief gelaufen ist. Wir sind ziemlich besorgt, dass es einen Angriff im Iran geben wird, und dass wird noch so viele weitere Truppen auf’s Spiel setzen, so dass ich sagen würde, dass wir sogar in noch größerer Gefahr schweben als vor vier oder fünf Jahren’, bestätigte Paul.
“Der Präsidentschaftskandidat hat seiner Verzweiflung Ausdruck verliehen, dass sich die Situation im Irak nicht ändern wird, bis zum vollständigen Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft.“
“’In keinster Weise könne wir uns das, was wir tun, leisten, egal ob es um die heimischen Ausgaben geht oder um die internationalen Ausgaben und nur sehr wenige sprechen von den wahren Kosten, wirtschaftlich gesprochen… Das ist nicht auf Dauer tragbar und es wird unseren Dollar in Gefahr bringen’ sagte Paul, und er fügte hinzu, dass die Krise ausgelöst werden könnte, durch eine Bombardierung des Iran und durch die Schließung des Persischen Golfs.“
“Der Kongressabgeordnete fügte hinzu, dass die Krise immer noch in einer frühen Phase stecke, mit dem Hauptmerkmal einer Einschränkung des Lebensstandards der Amerikaner der Mittelklasse. Doch ein „einziges großes weltweites Ereignis“, könnte die Sache über Nacht ändern und einen großen Abschwung beschleunigen.“
“Der Kongressabgeordnete schloss, indem er mutmaßte, dass die Rekordtiefstwerte der Anerkennung von Bush, Cheney und dem Kongress zeigten, dass das amerikanische Volk immer noch lebt und dass es ihm gut geht und dass es angewidert ist, jedoch keine guten Alternativen hat... es ist gerechtfertigt, dass wir nach wahren Antworten und Möglichkeiten suchen und ganz offen gesagt, ich gehe davon aus, dass das einer der Gründe ist, warum unsere Kampagne gerade mit kleinen und großen Sprüngen vorankommt.“
*** Chinas Zukunft
China…China…China – schon bald wird das Land die drittgrößte Wirtschaft der Welt sein – heute kümmert man sich überwiegend um die eigenen Angelegenheiten, so wie Amerika bis 1917. Aber wie lange wird es dauern, bis auch China anfängt, den großen Macker zu markieren.
Der Crack-Up Boom ist ein Vieh mit zwei Gesichtern. Für die Vereinigten Staaten ist es 80% Crack-Up und 20% Boom. Für China ist es 20% Crack-Up... und 80% Boom. Die Chinesen arbeiten hart. Sie sparen Geld. Sie investieren in neue Fabriken und in zusätzliche Infrastruktur. Sie stellen Produkte her. Sie verkaufen sie. Sie erwirtschaften Gewinne... sie sparen sie... und re-investieren. Chinesische Löhne steigen. Der Lebensstandard schießt in den Himmel. Das chinesische Volk wird reicher. Die chinesische Wirtschaft wird mächtiger. Und das ist die Wirkung eines wahren Booms.
Das soll aber nicht heißen, dass nicht auch China Probleme hat, - das Land hat viele Probleme. Und es gibt keinen Boom ohne Korrektur. Bedenkt man die Größe und die Geschwindigkeit des Booms in China und bedenkt man, dass die chinesische Regierung dafür bekannt ist, sich zu vertun, dann sollte die Korrektur ein Hammer werden. Vielleicht so schlimm wie die Weltwirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten. Doch die Ersparnisse, die Fähigkeiten, die Infrastruktur und die industriellen Fähigkeiten werden im Reich der Mitte nicht einfach verschwinden.
Probleme wird es für China geben, wenn die Amerikaner schließlich feststellen, dass ihr Crack-Up-Boom nichts ist, worüber man sich freuen sollte. Das könnte im Anbetracht des Konjunkturrückgang bei den Wohnimmobilien und den Krediten dafür, gerade im Moment passieren (doch ist das nicht das erste Mal, dass ich so denke) Ich weiß nicht, wann es so weit ist... doch dass die Amerikaner irgendwann anfangen werden, weniger aus China zu kaufen, steht außer Zweifel. Und wenn es so weit ist, dann werden die Chinesen feststellen, dass sie es übertrieben haben, dass sie zu viel Kapazität für Kunden ausgebaut haben, die kein Geld haben.
Doch es gibt immer noch einen großen, steigenden heimischen Markt in Asien. Nach einem schwierigen Übergang wird China als ein günstiger Hersteller von praktisch allen greifbaren Gütern, vermutlich in der Lage sein, die Produktion in Richtung dieses neuen, aufkommenden Verbrauchermarktes zu verlagern. Dann kann das Land sein Wachstum fortsetzen... und irgendwann mit der neuen Welt das machen, was die Vereinigten Staaten einst mit der Alten Welt taten – sie zur Schau stellen.
*** Wahre Schönheit
Ich erdulde mein Exil so gut ich nur kann. Gestern Abend wurde ich bei einem Abendessen, zu dem meine Tochter Maria eingeladen hatte, von jungen Frauen um einen Einblick gebeten.
“Was sind die Eigenschaften, die Ihre Schwiegertochter haben sollte”, fragten sie.
Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich habe jedoch vier Söhne... ich werde wohl auch ein paar Schwiegertöchter haben. Um genau zu sein habe ich sogar schon eine, mit der ich rundum zufrieden bin.
“Mal sehen, ich denke, es gibt drei Schlüsselqualitäten”, wagte ich mich hervor, ohne genau zu wissen, welche das sind. Ich dachte jedoch, dass ich es herausfinden würde, während ich weiter mache. „Wenn ich an Schwiegersöhne denken würde... dann wünschte ich mir in erster Linie einen jungen Mann, der ehrlich ist.
Jemanden der zuverlässig ist. Mit Integrität.“
“Wenn ich jedoch an Frauen denke, dann kommen mir diese Wörter nicht in den Sinn… Stattdessen denke ich, eine Frau sollte loyal… treu… und echt sein. Das wären vermutlich die ersten und die wichtigsten Eigenarten, nach denen ich suchen würde. Ob man ein Mann ist oder eine Frau, man muss in der Lage sein, sich auf seinen Partner zu verlassen, in der Ehe wie auch im Geschäft... man muss nicht nur darauf vertrauen können, dass sie einem kein Messer in den Rücken rammen werden... sondern auch in ihre Urteile vertrauen... und ihre Werte.“
„Die zweite Forderung ist, dass sie unterhaltsam, anregend und lebendig sein müssen. Ehen können sehr lange dauern. Und wenn man mit jemandem verheiratet ist, der die eigenen Gefühle und den eigenen Verstand nicht in Stimmung bringt, dann kann es noch viel länger wirken. Schlimmer noch, man wird vermutlich auf jemanden treffen, bei dem es anders ist, und dann steckt man entweder in seiner Ehe fest und fühlt sich wie ein Märtyrer... oder man lässt sie im Stich und fühlt sich schlecht. Da ist es besser, wenn man von vorneherein jemanden findet, der einen unterhält.“
„Und die dritte Forderung ist, dass sie fähig sein muss. Man muss bedenken, dass es eine Partnerschaft ist. Niemand will einen Schwächling zum Partner. Die Ehefrau muss in der Lage sein, ihren Beitrag zur Partnerschaft hinzuzusteuern – den Haushalt führen, die Finanzen verwalten, die Kinder versorgen. Man hat den Frauen tatsächlich einst beigebracht, wie man all das tut. Doch während der Sechziger und Siebziger wurde die Aufgabe, einen Haushalt zu führen, in der öffentlichen Meinung zurückgestuft, so sehr, dass die Frauen es nicht mehr tun wollten. Und doch kann es eine extreme Herausforderung sein, je nachdem, welche Ziele man für das eigene Familienleben hat... deutlich herausfordernder als ein Bürojob von neun bis fünf. Und wenn es schlecht gemacht wird, dann kann das Familienleben für alle Beteiligten elendig sein.“
„Sie haben hübsch nicht erwähnt“, sagte eine der jungen Frauen, „sollte eine Schwiegertochter nicht hübsch sein?“
„Nun… das steht doch außer Frage.”
Und dann konnte ich nicht anders, und musste diesen altbackenen Rat noch loswerden.
„Schönheit ist keine unveränderliche Eigenschaft. Keine Frau ist ihr ganzes Leben lang ohne Einschränkung hübsch oder hoffnungslos hässlich. Schönheit ist marginal... und wird am besten als lebenslange Gewohnheit bezeichnet. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als sich die Hausfrauen die Haare machten... und ein neues Kleid und Absatzschuhe anzogen... um gut für ihre Ehemänner auszusehen, wenn sie von der Arbeit nach Hause kamen. Mit anderen Worten, sie gaben sich sehr viel Mühe, um hübsch auszusehen – für ihre Ehemänner – und das sogar dann noch, als sie schon älter wurden. Das ist die Art von Schönheit, die ein Mann wirklich braucht.“