Gute Zeichen, schlechte Zeichen
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 25. September 2009, 08:30 Uhr
in der gestrigen Morgenausgabe hatte ich Ihnen einen interessanten Börsentag angekündigt. Das Versprechen habe ich eingelöst! Gestern stürzte der Dax mit dem Startschuss an der Wall Street nach unten ab. Letztlich müssen die Marktteilnehmer satte 1,7% Verlust verkraften. Bin gespannt, wie stark diese Hypothek auf den Schultern der Bullen lastet?
Vor dem Ertönen der Eröffnungsglocke in New York hatte noch der Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe den Optimisten in die Karten gespielt. Statt etwas mehr Anträge sank die Zahl um erfreuliche 20.000. Später am Tag überraschten, jetzt aber negativ, die Verkaufszahlen der bestehenden Eigenheime. Nach vier Monaten in Folge mit steigenden Zahlen, wurden im August, entgegen der Prognosen, weniger Häuser verkauft. Stärkere Verluste als am Aktienmarkt gibt es aber bei einigen Rohstoffen zu vermelden. Rohöl korrigiert weiter und bewegt sich zielsicher die 60-Dollar-Marke zu. Edelmetalle verlieren auch an Glanz, wobei die kleine Schwester des Goldes - das Silber - viel stärker nachgibt. Kein Wunder nach den letzten Wochen!
Trotz der Annäherung des Gold-Kurses an meine untere Trigger-Marke setzte ich mich heute in der Kolumne nicht näher mit dem Handelsinstrument auseinander. Alles über meine Trading-Idee habe ich schon an den letzten Tagen geäußert. Mit dem Erreichen der 980-Dollar-Marke wird es jedenfalls wieder spannend(er). Vielleicht hat mein langes Warten bald ein Ende?
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Starkes Erholungspotenzial
Dax (DAX.I)
Die US-Futures liegen leicht vorne. Bis auf Japan, hier belastet eine Kapitalerhöhung bei Nomura, liegen die asiatischen Börsen nur leicht im Minus. Keine schlechten Vorgaben, um wieder etwas Luft zu holen. Gestern war doch viel passiert. Was manchmal ein Tag Pause ausmacht. Am letzten Handelstag vor dem Wochenende ist es jetzt doppelt schwer, wieder das passende Gefühl für den Markt zu finden. Ich werde mich daher auf Extrembewegungen bei meinen Trading-Ideen beschränken.
Da der Dax im Vergleich zu anderen Indizes überproportional verloren hat, hat er natürlich auch ein höheres Erholungspotenzial aufzuweisen. Vorbörslich hält sich dieses jedoch noch sehr in Grenzen. Die Indikationen sehen den deutschen Leitindex um kurz nach 8.00 Uhr bei 5.625 Punkten. Eine Rückeroberung beider gleitender Durchschnitte (50er- und 200er; die blaue und lila Linie) lässt mich den Dax kaufen. Kurs-Ziel ist dann der massive Widerstandsbereich zwischen 5.750 und 5.761 Punkten (dem Jahreshoch). Da sich Muster eher wiederholen, muss hier dann wieder mit einer Gegenbewegung gerechnet werden und Short-Einstiege sind hier zu bevorzugen. Wird jedoch ein neues Jahreshoch markiert, gilt es dieses Signal aufzunehmen.
Ein Abprallen an den beiden gleitenden Durchschnitten beantworte ich mit einem Short-Einstieg. Das Auffangbecken bei Kurs-Rückgängen ist scheinbar von 5.615/25 Punkten weiter nach unten gewandert. Sollte ein Rückgang bei 5.570/80 Punkten nicht Halt machen, gehe ich short. Dann sind die Bären wieder klar im Vorteil.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Nach dem gestrigen Absturz hat der Dax reichlich Erholungspotenzial.
