Gute Quartalszahlen stehen im Fokus

in Insider Daily
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Mit den Zins- und Inflationseinschätzungen der Amerikaner verhält es sich derzeit ähnlich wie bei unserem Wetter. Während bei uns sich Gluthitze und Herbstvorboten abwechseln, schwankt in den USA die Stimmung zwischen der Hoffnung auf ein Ende der Zinserhöhungen und Angst vor weiteren Zinsschritten, die die Inflation in Schach halten sollen. Und das ist oft nur eine Frage weniger Tage. Nachdem zuletzt die Zuversicht überwog, dass die US-Wirtschaft weiter wächst, kehrt sich das Ganze gestern schon wieder ins Gegenteil um. Denn gestern gab es Konjunkturdaten, unter anderem die Kernrate des PCE-Deflators. Dieser ominöse Wert spielt eine wichtige Rolle, um die Inflation einzuschätzen. Er spiegelt die durchschnittlichen Preissteigerungen US-amerikanischer Haushalte wider, mit der Ausnahme von Lebensmittels und Energiepreisen. Und dieser Wert ist stärker als erwartet gestiegen. Für ihren Lebensunterhalt müssen die Amerikaner demnach so tief in die Tasche greifen wie seit 4 Jahren nicht mehr. Nun herrscht wieder totale Verunsicherung, welche Zinspolitik die Fed nächste Woche wohl einschlagen wird.


US-Konjunkturdaten begünstigen neue Zinssorgen

Sie ahnen es natürlich: Am US-Aktienmarkt reagierten die Anleger mit Verkäufen. Und zu allem Überfluss enttäuschten Unternehmen wie Whole Foods und Eastman Kodak mit ihren Berichten. Das drückte gestern auch den DAX nach unten, der unter die wichtige 5.600-Punkte-Markte rutschte. Auch der MDAX gab nach, nur für den TecDAX schien die Sonne: Die dort reichlich vertretenen Solarwerte hievten den Technologie-Index um 1,4% nach oben. Auch in Japan gingen die Kurse von exportorientierten Unternehmen wie Sony, Nissan und Mazda auf Talfahrt, denn diese Konzerne sind stark auf das US-Geschäft angewiesen. Zudem warten auch japanische Anleger gespannt auf die nächste Fed-Sitzung.

DAX hat keine Angst vor dem US-Zinsgespenst

Aber das ist heute Schnee von gestern, der DAX ignoriert heute sämtliche amerikanische Zinsgespenster und lässt sich lieber von erfreulichen Quartalsberichten beeindrucken. Vor allem die Ergebnisse von BMW und Altana, beides Musterdepotwerte von AKTIEN-MONITOR, fanden bei den Anlegern positive Resonanz. BMW legte zwischenzeitlich um 2,3% zu, Altana immerhin um 1,5%. Dass BMWs sich derzeit hervorragend verkaufen, war bereits klar, allerdings verdienten die Münchner vor Steuern sogar mehr als erwartet. Und bei Altana spielen zum einen nach wie vor Spekulationen um den Verkauf der Pharmasparte eine Rolle, zum anderen konnte das Unternehmen mit dem Halbjahresgewinn die Prognosen überbieten.

BMW verdient noch mehr als erwartet

Bei BMW stieg der Umsatz im 2. Quartal von 12,16 Mrd. Euro um 8,5% auf 13,19 Mrd. Euro, während die durchschnittlichen Erwartungen nur bei 12,92 Mrd. Euro gelegen hatten. Vor Steuern verdiente der Autokonzern statt 927 Mio. Euro 32,9% mehr, nämlich 1,232 Mrd. Euro. Gerechnet hatten die Experten aber nur mit 1,024 Mrd. Euro.Der Nettogewinn betrug 787 Mio. Euro, ein Plus von 18%, und das, obwohl 75% mehr Steuern fällig wurden. Auch die Umsatzrendite konnte von 7,6% auf 9,3% verbessert werden. An den Zielen fürs Gesamtjahr halten die Münchener fest. Vor Steuern sollen 4 Mrd. Euro zusammenkommen, und bei den ausgelieferten Autos und Motorrädern will man einen neuen Rekord aufstellen. Das Ergebnis ist für den BMW-Chef Helmut Panke sozusagen ein schönes Abschiedsgeschenk. Am 1. September übergibt er den Chefsessel nämlich an den Produktionsvorstand Norbert Reithofer, und der wird mit Sicherheit alles daran setzen, um den Konzern trotz teurer Rohstoffe und Wechselkurseffekte weiter auf der "Überholspur" zu steuern. Wenn Sie der Empfehlung von Chefredakteur Jürgen Schmitt in AKTIEN-MONITOR gefolgt sind, können Sie sich bereits über ein stattliches Plus von über 32% freuen!

Ihnen einen erfolgreichen Börsentag!


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