Grundregel 4 – Traden ist nicht der Pflichtteil, sondern die Kür
Investoren Wissen
vom 02. Januar 2007 16:00 Uhr
ENL5462
Die besten Trader sind gutgelaunte Garfields. Sie haben sich eine oder zwei der vielen Erfolgsstrategien herausgesucht – und diese führen Sie „nebenbei“ durch. Sie kennen sich meist nicht mehr als mit einem Indikator, mit einem System, mit vielleicht nur 10 Aktien, oder nur einem Index aus. Sie sind wach für andere Dinge, aber Sie haben mit Sokrates erkannt, wie wenig sie eigentlich wissen. Manchmal bin ich erstaunt gewesen, wie häufig die wirklich erfolgreichen Trader sagen: „das weiß ich nicht.“, „das kenne ich nicht“, usw.. Sie können sich lauthals Ärgern, wenn etwas schief läuft – und sie lächeln selig, wenn Sie gerade einen Tausender abgeräumt haben und sie jetzt auf der Terrasse in der Sonne sitzen..... Die wirklich Guten strahlen Dankbarkeit und innere Freiheit aus. Manche von ihnen werkeln in ihrer Garage während die Börse läuft, andere von ihnen üben Geduld in einem völlig stillen Tradingrefugium. Aber Hektik und Schweißgeruch kommen in ihrer Welt nicht vor.
Grundregel 5 – Reiner Geist ist notwendig!
Wenn Menschen meine Unterstützung beim Trading in Anspruch nehmen wollen, muß ich oft feststellen, daß es nicht der richtige Zeitpunkt ist. Ereignisse wie Scheidung, Streit in der Familie, der Verkauf der Firma, uvm. sind einfach Situationen, in denen Sie keinen reinen Geist für Ihr Geld erreichen können. An der Börse geht es in erster Linie um die Qualität von Entscheidungen, die man trifft, z.B. um deren Vollständigkeit sowohl in der Planung, als auch in der Ausführung.
Diese Entscheidungsqualität setzt einen reinen Geist voraus. Nach 6 Jahren kann ich sagen, daß es an der Börse weder auf Intelligenz, noch auf Fleiß ankommt. Menschen, die viele Stunden am Tag vor dem Computer verbringen und das Börsengeschehen verfolgen, sind sehr selten (ich kann sie an einer Hand abzählen- diejenigen, die ich kenne) erfolgreich. Die erfolgreichste Gruppe – wenn ich den prozentualen Jahreserfolg als Maßstab setze – beschäftigt sich ca. 1 Stunde am Tag mit der Börse. Und das ist eben besser als 10 Minuten, aber, aber schon 4 Stunden am Tag bringt deutlich schlechtere Ergebnisse.
Und tatsächlich kann man auch von der Börse leben – aber erstens nicht jeden Monat und zweitens nicht ohne ca. 2 Jahre Erfahrung.
„TradingforLiving“ ist ein Status, der große Bereitschaft zum Neu – und Umlernen voraussetzt. Dieses „Lernen“ bezieht sich aber auf den emotionalen Bereich unserer Intelligenz, nicht auf den des Wissens und Könnens. Klar kann auch bei den Kenntnissen eine kleine Unreinheit große Wirkung erzeugen, aber man kommt doch relativ leicht darauf.
Aber da gibt es diese Stimmen in uns, die Glauben, es müsse doch das perfekte System geben, man müsse doch in den Besitz der Wahrheit kommen, die glauben, daß wer es besser weiß, auch erfolgreicher ist, die ständig von verpassten Gelegenheit flüstern, oder sich schon mit dem Ausgeben des Geldes beschäftigen, was erst kommen soll..... . Und dann ist da diese unbestimmte Angst zu scheitern, Fehler zu machen..... Die Erziehung ist bei fast allen Menschen der Feind schlechthin: Männer versuchen an der Börse zu jagen – zum Beispiel nach Schnäppchenaktien – um sich dadurch wertvoll zu fühlen. Frauen versuchen an der Börse unbewußt zu sammeln, um damit Winterholzvorräte zu kaufen - oder Schuhe. All dies sind Strategien, die an der Börse gründlich abtrainiert werden müssen: Angefangen vom Glaubenssatz: Wer die Wahrheit hat, gewinnt. – Leider ist Besserwisserei an der Börse eine ruinöse Strategie – wie sonst im Leben meist auch. Noch viel schlimmer ist die Unfähigkeit, Fehler frühzeitig einzugestehen...... Und so geht es bei jedem Trader um ganz individuelle Dinge, an denen er wachsen muß, wenn der Börsenerfolg dauerhaft kommen soll.
Es gibt nur Geldgewinn oder Lerngewinn. Aber dem Lerngewinn muß man sich ohne wenn und aber stellen. Und das bedeutet oft, daß man liebegewonnene (Denk-)Gewohnheiten ändern muß. Ist man dazu bereit – dann kann man - nach einer Weile - vom Traden auch leben. Weder fehlende Intelligenz noch zuviel Intelligenz kann Sie hier wirklich dauerhaft stoppen. Umgekehrt werden Sie einen reinen Geist brauchen. (In meinem Letter: „Docs Lazy Investing“ werde ich Ihnen genau zeigen, wie man diesen reinen Geist erreicht und testet – bevor man sein Geld an der Börse einsetzt.)
Jeder Mensch hat einen Meister des Geldes in sich. Sie müssen sich allerdings daran machen, mit ihm Frieden zu schließen.
Nach und nach wird es Ihnen dämmern: Traden an der Börse ist wirklich einfach und Erfolg kann fast jeder dabei haben! Aber am Anfang wird Ihnen alles hochkompliziert vorkommen und Sie werden die Denkweise der Börsianer, als das fast genaue Gegenteil dessen erkennen, was man Ihnen in Schule und Elternhaus über das Leben, über Geld und über die Welt erzählt hat. Diese Glaubensätze werden zu Fehlwahrnehmungen und Fehleinschätzungen führen, die Sie immer wieder zu schmerzlichen Verlusten führen werden – bis Sie damit aufgehört haben, sie zu glauben.
Aus meiner 6 jährigen Begleitung von Menschen bei diesem Prozess kann ich Ihnen Folgendes berichten: Man kann sich umprogrammieren! Menschen entwickeln sich zu guten Investoren – keiner wird so geboren!
Ihr Doc
(Dr. Markus Schoor)
Anmerkung der Redaktion: Dr. Schoor bietet ab 2.1.07 seinen Börsendienst "LazyInvestor" in unserem Hause an. Dieser enthält auch einen Ausbildungsbereich, der direkt an einem Trade pro Woche das Denken der Profis lehrt und trainiert. Zusätzlich enthält der LazyInvestor diese einfachen Erfolgsstrategien für Menschen mit wenig Zeit, die sich seit Jahren bewährt haben. Hier können Sie den Service kostenfrei testen: www.LazyInvestor.de
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