Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom
Angie sagt:"Es sind ernste Zeiten!" Und weil die Zeiten so ernst sind, müssen wir jetzt alle furchtbar sparen. Allerdings handelt es sich bei den ganzen Eckpfeilern bislang nur um Pläne. Wie die dann am Ende wirklich alle umgesetzt werden, muss sich zeigen.
Trotzdem sind im Moment so ziemlich alle sauer! Sieht man auch selten: Wirtschafts- und Sozialverbände, Fluggesellschaften und Beamtengewerkschaften, Oppositionsparteien und Energiekonzerne, vereint in ihrer Empörung, aufgrund von Angies Sparplänen.
Die Summe von 80 Milliarden Euro klingt ja auch nicht gerade nach wenig und da fragt sich schon so manch einer, ob bei der ganzen Sparerei nicht am Ende die Konjunktur zu kurz kommen wird. Auch da haben wir Vorbildfunktion in Europa. Denn während andere Europäer wirklich auf Biegen und Brechen den letzten Cent einsparen müssen, ist unsere Aufgabe eigentlich, dafür zu sorgen, dass das europäische Wirtschaftswachstum nicht eingeht. Darauf pochen vor allem die Amerikaner! US-Finanzminister Geithner fand es schon wichtig am G-20-Treffen zu sagen, dass sich die Welt nicht erneut auf den US-Konsumenten verlassen könne, der das Wachstum antreibt und drängte, die anderen Nationen mögen doch auch etwas dafür tun, die eigene Nachfrage anzuheizen. (Na ja, egal was Geithner sagt, noch klappt das ja ganz gut mit dem deutschen Export, dank Schwächling Euro. Auf lange Sicht lässt sich dann eigentlich aber nur hoffen, dass die Asiaten schließlich die Konsumenten-Rolle übernehmen...)
Aber, keine Panik, liebe Leser! So schlimm wie es klingen mag ist es eigentlich nicht, denn wir wollen ja nicht sofort und auf einen Schlag 80 Milliarden Euro einsparen. Diese Summe ergibt sich über 4 Jahre. Pro Jahr also durchschnittlich 20 Milliarden! Das bedeutet, dass unser Haushalt am Ende nicht um 80 Milliarden kleiner sein wird als jetzt, sondern wohl nur um etwa 20-35 Milliarden Euro. Das geht noch! Damit erfüllen wir dann wenigstens die Regeln der Schuldenbremse.
So long liebe Leser...so viel mal für Erste...morgen wollen wir dann endlich das angekündigte Thema:"Gefahren durch das Sparen" behandeln....wollen Sie noch wissen, was mich wirklich belustigt?!...da kommt Vizekanzler Westerwelle und erzählt ganz fröhlich, dass es ja wirklich gute Nachrichten für den Bürger gäbe, da man doch die Steuern und den Soli nicht erhöhen werde...das ist der Witz des Tages, denn am Ende zahlt doch sowieso nur einer: der Bürger... ganz egal, ob die Bahn 500 Mio. abdrücken muss, die Energiekonzerne eine Brennelementesteuer oder die Unternehmen die volle Ökosteuer...durch höhere Steuern, wird das jeweilige Produkt eben einfach teurer und so zahlt der Bürger fleißig eine versteckte Steuer....also wirklich Guido, hältst du uns denn wirklich alle für so naiv?....bis morgen, liebe Leser und liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
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- Kommentar von Springy
Der Guido oder die FDP sind einfach nur doof! Haben soviele dumme Wähler`???
Antworten- Kommentar von Helmut Höhenberger
Die Politik ist die einzige Branche die es schafft aus Schei..e Gold zu machen und dies dann auch noch mit einem Lächeln den Leuten anzudrehen.
Antworten- Kommentar von ricci
Kommentar von den Indianern aus der Schweiz:)) Deutschland gibt bei eigener Ueberschuldung gegenüber Bip Griechenland mehrstellige MILLIARDEN Euro?????? Anstatt dass die Griechen wirklich etwas tun, leben die gleich weiter (logisch bei so schnellem Geld welches in der EU verteilt wird) und die Deutschen müssen sparen!!! Ihr habt super Politiker:
Antworten- Antwort von wotanli:
Ja Ricci, die Mehrheit der Deutschen hat diese Superpolitiker gewählt und da müssen auch viele arme Leute darunter gewesen sein. Es gibt ein Sprichwort: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber. In Deutschland bist du am besten dran, wenn du kein Deutscher bist.
- Kommentar von Friedrich
Dieses Sparprogramm ist in weiten Zügen eine absolute Nullnummer. Sparen fängt bei der sinnvollen Nutzung von Steuermitteln an und da liefert der BuReH laufend eindrucksvolle Beispiele von Verschwendung. Zuerst muss mal die verkorkste Wiedervereinigung durch Zusammenlegung von Bundesländern revidiert werden. Das geht am schnellsten durch einen sofortigen Stopp des Länderfinanzausgleichs. Auch Kommunen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, müssen ihre Selbständigkeit durch eine Gebietsreform verlieren. Das spart erheblich Personalkosten ein, die für eine regionale Verbesserung der Infrastruktur (Verkehr, Energie, Wasser) genutzt werden können. Sämtliche verbrauchsbezogenen Subventionen (auch der Landwirtschaft) müssen zugunsten von investiven Zuschüssen gestrichen werden. Mit diesem Hebel (5 zu 1) kann die Wirtschaft angekurbelt werden (siehe Gebäude- und Heizungssanierung). Gleichzeitig werden Verbrauchskosten (vor allem Energie) langfristig gespart. Sparen mit Hirn statt mit Parteibuch!
Antworten- Antwort von guido martini:
Zuerst Komplimente fuer ihre immer interessante Beitraege Als italiener habe ich lange in meinem Leben mit DMark + BUBA gelebt. Jeden morgen war di BUBA da! Fast wie die liebe Sonne! Wir trauen immer nach, alle gute Sachen, die wir verloren haben. Jetzt dreht alles auf ''Domani'' ''manana''. Iemand anders will die Probleme uebernehmen, natuerlich die zentrale Rolle der ''politik'' immer im Auge. ( ''p'' absichtlich kleingeschireben) Die verantwortung auf Zeit hat sich in eine zeitlose Unverantwortlichkeit umgewandelt. Leid nicht nur bei uns in unserem seit langem uebershuldeten Land. Tja haushaltpolitsch in Europa leben wir mit einem italienischem Lifstyle. Als der Euro kam, hooftte ich wir haetten die di guten Tugeden aus dem kalten Norden importiert. Gutes klima + solide Finanzen! Super! Wir italiener sind ein sehr gefaehrliches Volk. Wir haben die Banken, den Faschismus, Berlusconi und letztenendlich auch die populistische Haushaltfurhrung erfunden und in der Welt verbreitet.