Griechenland-Prüfbericht als Retter
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 6. Juni 2011, 08:30 Uhr
die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag enttäuschten. So wird das nichts mit der erhofften Konsumbelebung! Wäre nicht der mit Spannung erwartete Prüfbericht gewesen, der eine Zahlung einer weiteren Milliarden-Hilfe Tür und Tor öffnete, so hätte der Dax nach langer Zeit mal wieder Kontakt mit der magischen 7.000er-Marke aufgenommen - viel fehlte ohnehin nicht mehr dazu. Die Meldung hat die europäischen Aktienmärkte aus dem Tief gezogen und der Euro machte eine gewaltigen Satz nach oben. Gelöst ist mit dem neuen Hilfspaket aber nichts, nur Unsicherheiten wurden vorerst beseitigt. Es wird uns wohl noch eine Weile so gehen, dass mal die Bullen, mal die Bären sich durchsetzen können. Ein eindeutiger Trend zeichnet sich aber weiter nicht ab.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,49% |
| Dow Jones: | -0,79% |
| EuroStoxx50 | +0,24% |
| EUR/USD: | +0,03% |
| Gold: | +0,48% |
| Silber: | -0,03% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,35% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): das Ziel ist klar formuliert
Am Freitag hatte ich nur am Vormittag gearbeitet, und so habe ich die interessantesten Nachrichten und Bewegungen nicht live vor dem Handelsschirm verfolgen können. Und auch nicht darauf reagieren können. Charttechnisch war der Weg zur 7.000er-Marke am Freitag vorgezeichnet, doch die aktuellen Meldungen ließen den Dax erst abstürzen, und dann wieder ansteigen. Die „Griechenland-Erholung" endete punktgenau am Widerstand bei 7.150 Punkten. Heute müssen sich die Bullen jedoch wieder unterhalb der 7.100er-Marke einreihen, zu schwach sind die Vorgaben aus den USA und Japan.
Fällt der Dax unter das Donnerstag-Tief bei 7.065 Punkten, werde ich short gehen. Das Ziel ist dann klar formuliert: die 7.000er-Marke muss her! Dort ist zumindest von einer kurzfristigen Gegenbewegung auszugehen. Short-Positonen decke ich dort also ein, und gehe vorsichtig long, sofern die Bullen hier gegenhalten. Wird die magische 7.000er-Marke jedoch gerissen, gehe ich short bzw. halte an Short-Positionen fest. Aus Sicht von wenigen Handelstagen könnte es dann bis 6.840/6.800 Punkte abwärts gehen. Dann aber erwarte ich spätestens eine Bodenbildung.
Einen Long-Einstieg nehme ich vor, wenn die Widersandsmarke bei 7.150 Punkten überwunden werden kann. Ebenso, wenn nach zuvor deutlich tieferen Notierungen die 7.100er-Marke zurückerobert wird.
Gestriges Ergebnis: kein Trade
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Wirkt die Griechenland-Hilfe noch nach?
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
