GPP - aus 30 werden 55.000 Euro!
Markus Miller in Kapital & Steuern Global zum Thema Kapitalschutz
vom 14. August 2008, 16:00 Uhr
In den letzten Wochen und Monaten habe ich einige Anfragen von Lesern erhalten, vor allem auch zu einem Modell, welches sich Global Pension Plan nennt. Einige Anleger fragten mich hier beispielsweise nicht einmal, ob ich diese "Kapitalanlage" für realistisch oder seriös halte. Nein Sie wollten wissen, wie Sie die zu erwartenden Millionengewinne denn am besten steuerbegünstigt ausbezahlt bekommen.
Gier frisst Hirn
Allein von den Grundparametern was mir einige hier geschrieben haben, konnte ich schon mal aus dem Stehgreif sagen, dass ein derartiges Anlagemodell niemals realistisch oder gar seriös sein kann.
Kapitalanlagebetrug - ein boomendes Geschäftsfeld
Nach einer gerade veröffentlichten Medienmitteilung des Bankenverbandes sind zwar die erfassten Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes 2007 gegenüber 2006 um 55 % auf 8.047 gesunken. Von einer Entwarnung kann jedoch keine Rede sein, denn die Dunkelziffer der nicht erfassten Fälle liegt weitaus höher.
Kapitalanlagebetrüger agieren zunehmend aus dem Ausland
Einmal unter Verdacht geraten und angezeigt, haben Geldanlagebetrüger in Deutschland nämlich schlechte Karten. Während allgemeine Betrugsfälle 2007 zu 83 % aufgeklärt wurden, konnten die polizeilichen Fahnder nahezu alle erfassten Anlagebetrugsdelikte aufdecken (99,2 %). Für die Geschädigten oft allerdings nur ein geringer Trost, denn sie sahen ihr Geld zumeist nicht wieder und die Hintermänner und Hauptdrahtzieher verschwinden oftmals.
Um sich zu schützen, sollten Sie als Anleger zumindest die folgenden deutlichen Warnsignale beachten:
1. Telefonkontakt
Obwohl gesetzlich verboten, knüpfen viele unseriöse Anbieter erste Kundenkontakte per Telefon. Hier gilt: nicht auf ein Gespräch einlassen.
2. Gewinnversprechen
Astronomische Renditen blenden den Anleger und verleiten zu unbedachten Entscheidungen. Renditegarantien im zweistelligen Prozentbereich sind definitiv unseriös.
3. Provisionsregelungen
Überzogene Provisionsforderungen sprechen dafür, dass der Anlagespezialist" eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Zeigt sich, dass Provisionen verschleiert oder falsch ausgewiesen sind, unbedingt die Finger von der Offerte lassen.
4. Auslandsadressen
Haben Vertragspartner oder Vermittler ihren Geschäftssitz in exotischen Ländern, können geschädigte Kunden rechtliche Ansprüche nur schwer durchsetzen. Die Werbung mit ausländischen Steueroasen ist oft nur ein Köder für gutgläubige Sparer.
5. Zeitdruck
Häufig setzen die schwarzen Schafe des Geldgeschäfts Anleger mit dem Argument unter Druck, nur ein sofortiger Entschluss garantiere Spitzengewinne. Doch die Erfahrung zeigt: Übereilte Entscheidungen werden oft bereut.
6. Folgegeschäfte
Um potenzielle Anleger zu ködern, schütten die vermeintlichen Geldprofis aus einem ersten Kontakt mit geringem Kapitaleinsatz stattliche Gewinne aus. Meist wird dem Kunden gleichzeitig ein neues Angebot unterbreitet, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. Auch hier gilt: nicht auf solche Angebote einlassen.
Wer auf einen Anlagebetrüger hereingefallen ist, sollte auch umgehend eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Alle die nun dem 2. Punkt auch nur annähernd eine Beachtung geschenkt hätten, wären niemals auf den Global Pension Plan als Anlageinstrument hereingefallen.
Ihr
Markus Miller
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Helena Wallmann (09.01. 2010 15:29 Uhr):
Wie ich sehe, hält sich der Artikel von Herrn Markus Miller gar hartnäckig. Völlig gefehlt, sein Beitrag, leider! Denn GPP zahlt bereits aus - also nix mit Abzocke udgl. War auch von vorn herein so abzusehen. Was Herr Miller hier abführt, kann er nur aus seinen Erfahrungswerten heraus geholt haben. - DIESES Projekt GPP jedoch hat er nicht verstanden. Muss er auch nicht, wir machens auch ohne ihn.
Antworten- Antwort von Holli (08.05. 2010 19:29 Uhr):
Ich habe mich selber an den Programm beteiligt und schon viel gehört das,das GPP auszahlen soll. Aber der Beweiß läst auf sich warten oder?
- Antwort von Helena Wallmann (27.04. 2011 14:30 Uhr):
Holli, noch ein bisschen Geduld. Es hat (und das ist wirklich wahr!) Auszahlungen gegeben und diese werden auch noch weitergeführt. Lassen wir uns nicht beirren - wir werden unsere Gelder auch erhalten. -- Übrigens: Die oben genannten Punkte von Herrn Miller treffen samt und sonders NICHT auf GPP zu! - Ein Zeichen dafür, dass er sich mit dem GPP-Programm gar nicht erst eingehend beschäftigt hat, sondern die Sache mit allen anderen Betrügereien über einen Kamm schert. Z.B. gibt es überhaupt keinen Zeitdruck! - Ebenso die Gewinnversprechen: Die Summe der Provisionen ist festgesetzt und in der Gesamtsumme jeder dieser Rentenpolicen einkalkuliert - ohne Wenn und Aber! Machen wir's kurz: Aus dem Beitrag oben spricht der Neid!
- Antwort von Elke Mroz (27.04. 2012 09:00 Uhr):
Haben sie schon eine Auszahlung erhalten. Oder woher wissen sie das GPP auszahlt. Wir warten jetzt schon über 3 Jahre und es tut sich nichts.
- Antwort von Holli (08.05. 2010 19:29 Uhr):