Goldreserven und Goldvorkommen auf der Welt

in Devisen-Monitor zum Thema Gold
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Seit Entstehung der Zivilisation ist Gold mit Reichtum und Wohlstand verbunden. So sehr, dass Gold einer der wenigen Rohstoffe ist, denen sogar ein eigenes Währungskürzel (XAU) zugestanden wurde.

Insbesondere in Krisenzeiten decken sich Kapitalanleger mit Edelmetallen ein. Nicht nur Privatanleger wissen, dass der Kauf einer Goldmünze oder jegliche Art von Goldschmuck nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch eine werterhaltende oder sogar wertsteigernde Kapitalanlage ist. Auch Staaten und supranationale Organisationen kaufen gezielt Gold ein und wollen oft über möglichst hohe Goldreserven verfügen.


Spitzenreiter USA! Doch wie viel Gold ist wirklich vorhanden?

Die USA verfügen mit 8.133 Tonnen über die größten Goldreserven der Welt, gefolgt von Deutschland mit 3.413 Tonnen. Auf Platz drei befindet sich der Internationale Währungsfonds mit 3.217 Tonnen. Alle bekannten Goldreserven, die von Staaten oder internationalen Organisationen gehalten werden, summieren sich auf 30.708 Tonnen.

Wie viel dieser Mengen wirklich im Besitz der Länder und Organisationen ist, kann nicht festgestellt werden. Leider hat es sich eingebürgert, dass Goldbestände und Goldforderungen in einem Bilanzposten zusammengefasst werden. Es ist daher durchaus denkbar, dass ein Land zwar mehreren tausend Tonnen Gold bilanziert, aber sämtliche Bestände gegen einen Zins von wenigen Prozent pro Jahr verliehen hat. Es liegt auf der Hand, dass eine möglicherweise uneinbringbare Forderung nicht denselben Stellenwert besitzt wie ein Stapel Goldbarren im Notenbankkeller.

China holt auf, relativer Anteil der Goldreserven sinkt jedoch

Bemerkenswert ist die Aufstockung der chinesischen Goldreserven. 2003 hatte das Reich der Mitte seine Goldreserven auf ca. 600 Tonnen taxiert. Ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, kaufte China große Mengen an Gold, sodass sich die chinesischen Goldreserven nunmehr auf 1.054 Tonnen belaufen und China damit die Schweiz vom sechsten Platz der größten Goldbesitzer der Welt verdrängen konnte.

Angesichts der Vertrauenskrise des Euros, die zunehmend auch beim Dollar zu beobachten ist, können wir davon ausgehen, dass insbesondere die Schwellenländer wie Brasilien, China, Russland oder Indien weiter Goldbestände aufstocken, um den gerade erst erlangten relativen Wohlstand nicht durch abwertende Devisenreserven wieder zu verlieren. Angesichts des schnellen Wachstums der Devisenreserven könnte China die Bestände sogar noch rascher aufstocken als bislang.

china

Denn so beeindruckend das Goldreserven-Wachstum Chinas auch ist, so sehr verblasst es im Vergleich zum Anstieg der Devisenreserven. Während letztere zwischen den Jahren 2000 und 2010 um den Faktor 16 stiegen, nahmen die Goldreserven nur um den Faktor 12,7 zu. Der relative Anteil des Goldes an den gesamten Reserven des Landes sank also sogar.

 

von
Thomas Kallwass
Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert und langfristig erfolgreicher als der Gesamtmarkt.


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