Goldpreis wieder gestützt
Dominique Braun in Investors Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 9. Juni 2010, 18:00 Uhr
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Liebe Leser,
die vergangene Handelswoche hat wieder einmal mehr gezeigt, wie komplex und weit verstrickt die Finanzmärkte mit- und zueinander reagieren. Man hat wieder einmal mehr sehen können, wie abhängig Rohstoffpreise von den Entwicklungen an den Aktien-, Wirtschafts- und Währungsmärkten sind.
So fielen die weltweiten Aktienmärkte in der vergangenen Handelswoche teilweise auf Viermonatstiefststände , der Euro fiel gegenüber dem Dollar auf zeitweise unter 1,20 und die Diskussion um die wirtschaftliche Verfassung ging seinen weiteren Lauf und belastete auch Rohstoffe wie z.B. den Ölpreis. Der Nutznießer von diesen Umständen war unterdessen der Goldpreis, der sich wieder weiter stabilisieren konnte und Freitag mit knapp 1.220 Dollar pro Unze aus dem Handel ging.
Aufwärtstrend weiterhin intakt
Der bestehende Aufwärtstrend des Goldpreises ist nach wie vor intakt, wie Sie anhand des nachfolgenden Charts erkennen können:
Abb.1: Auf diesem 1-Jahreschart des Goldpreises (Kassamarkt) können Sie anhand der unteren weißen Trendlinie einen intakten Aufwärtstrend erkennen. Dieser Aufwärtstrend wurde im Februar 2010 verstärkt (grüne Trendlinie) und nahm im März 2010 ebenfalls nochmals zu (obere weiße Trendlinie).
Wie geht's weiter?
Solange die Unsicherheiten an den Wirtschafts- und Finanzmärkten weiter anhalten, wird dies dem Goldpreis zu Gute kommen. Eines ist auf jeden Fall erstaunlich: Trotz der Euroschwäche und der dadurch entstehenden Dollarstärke, was eigentlich gegen einen starken Goldpreis spricht, konnte sich der Goldpreis über die letzten Wochen und Monate tendenziell positiv behaupten.
Optionen auf Gold - das Verständnis
Ich bekomme oft Fragen von Ihnen bestimmte Themengebiete hier für Sie zu erklären. Da ich hier an dieser Stelle ausschließlich über Gold und Silber schreibe, möchte ich Ihnen heute und in den kommenden Gastbeiträgen von mir, anhand von Gold das Thema rund um Optionen etwas näher bringen.
Das „Recht" der Option
Um Ihnen im Grundsatz die Begrifflichkeit von Optionen zu erklären, schauen wir uns an dieser Stelle ein Beispiel aus dem Immobilienmarkt an. Nehmen wir an, Sie möchten ein Haus im Wert von 100.000 Euro kaufen, aber haben erst in sechs Monaten die finanziellen Mittel dieses Haus auch finanziell zu erwerben. Der Hausverkäufer lässt sich auf ein Optionsgeschäft mit Ihnen ein und gibt Ihnen eine Option, das Haus in sechs Monaten für 100.000 Euro zu erwerben. Als Gegenleistung bezahlen Sie für diese Option eine Optionsprämie von z.B. 15% des Hauspreises, also 15.000 Euro.
Mit der Zahlung dieser Prämie erhalten Sie das Recht das Haus in sechs Monaten bzw. innerhalb der nächsten sechs Monate zu einem festgesetzten Preis von 100.000 Euro zu kaufen.
Auf der anderen Seite hat der Hausverkäufer die Pflicht, dieses Haus zu einem festen Preis von 100.000 Euro in sechs Monaten an Sie zu verkaufen. Der Preis ist dann auch noch bindend, wenn sich in sechs Monaten der Wert des Hauses erhöht oder verbilligt hat. Wenn Sie nun als potenzieller Hauskäufer von Ihrem Recht dieser Option nicht gebrauch machen das Haus in sechs Monaten zu 100.000 Euro zu erwerben, behält der Hausverkäufer die zuvor geleistete Prämie von 15.000 Euro.
Ähnlich verhält sich das Konzept der Optionen auf Finanzmarktprodukte und auch auf Optionen auf Gold. In meinem nächsten Gastbeitrag werden wir uns die einzelnen Optionen in Verbindung mit dem Metall Gold etwas näher mit Beispielen anschauen.
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Weidgang (10.06. 2010 08:17 Uhr):
Guten Tag Frau Braun Bei einem Optionsgeschäft ist aber eine Bank eingeschaltet, wie ein Makler bei einem Haus. Im Fall, dass die >Option nicht ausgeührt wird behält dann díe Bank die 15OOO? Falls die Option ausgeübe wird sind die 15OOO schon geflossen, muß man zusätzlich den vollen Preis für das Gut bezahlen oder werden die 15OOO verrechnet? Vielen Dank
Antworten - Kommentar von Jörg Klinnert (10.06. 2010 12:08 Uhr):
Hallo Herr Braun, Sie schreiben, dass bei Nichtinanspruchnahme der Option die 15.000,- EUR einbehalten werden. Was ist bei der Inanspruchnahme der Option, wird die Optionsprämie verrechnet oder kostet das Haus dann insgesamt 115.000,- EUR? Herzlichen Dank.
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