Dominique Braun in Investors Daily zum Thema Gold
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auch wenn der Goldpreis aktuell etwas unter seinem jüngsten Rekordhöchststand notiert, so konnte der Auftrieb auch erneut in der vergangenen Woche gesehen werden. Bis zum 3. Juni war es im Wochenvergleich ein Plus von 0,36%.

Abb.1: Auf diesem 1-Jahreschart können Sie die Entwicklung des Goldpreises vom 4.6.2010 bis 3.6.2011 erkennen. Deutlich wird ersichtlich der starke Aufwärtstrend (Quelle: Bloomberg).
Die anhaltende Unsicherheit an den weltweiten Wirtschaftsmärkten stützt weiterhin den Preis des Edelmetalls. Diverse Analysten und Händler erwarten daher auch zukünftig einen weiter starken Goldpreis. Zwei große Themen stehen dabei besonders im Mittelpunkt: USA und Europa.
Die Wirtschaftsdaten und deren Einfluss auf den Goldpreis
Wenden wir uns zuerst den USA zu. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Konjunkturdaten sprechen eine deutliche Sprache, was die aktuelle wirtschaftliche Beschaffenheit des Landes angeht. So musste für Mai bei den neugeschaffenen Arbeitsstellen das schwächste Wachstum in acht Monaten hingenommen werden. Zudem zeigten die aktuellen Daten der Verbraucherausgaben ein niedrigeres Niveau als noch im April von Volkswirten vorhergesagt wurde. Die Verbraucherausgaben sind wichtig für eine Volkswirtschaft, denn wenn die Bevölkerung kein Geld ausgeben kann oder ausgibt, hat dies einen negativen Effekt auf die Wirtschaft. Von Entspannung an der Wirtschaftsfront kann also keine Rede sein. Selbst Volkswirte, die bislang der Wirtschaftsmacht USA positiv gegenüberstanden, sind mittlerweile skeptisch und hinterfragen die Nachhaltigkeit einer Erholung. Auf der anderen Seite stärkt genau diese Situation den Goldpreis, denn die gedrückte Stimmung an der Wirtschaftsfront drückt auch die heimische Währung weiter in den Keller - alles Fakten, die für einen stärkeren Goldpreis sprechen.
Inflation und Schuldenkrise stützt den Goldpreis
Dann haben wir noch zwei weitere wesentliche Faktoren, die auf einen sich weiter stärkenden Goldpreis deuten. Auf der einen Seite gibt es Inflationsgefahren und die europäische Schuldenkrise. Eigentlich kann man auch von einer weltweiten Schuldenkrise sprechen, denn nicht nur europäische Länder wie Griechenland sind hochverschuldet, sondern auch andere Länder wie die USA sind davon mehr als betroffen.
Spekulanten wetten auf einen weiteren Goldpreisanstieg
Interessant ist auch die aktuelle Handelsausrichtung von Spekulanten wie Hedgefonds gegenüber Gold. Denn wenn man sich die Statistik von Terminkontrakten auf Gold anschaut, dann wird eine deutliche Sprache wahr. In der letzten Maiwoche, bis zum 31. Mai, haben genau diese Spekulanten an der Börse COMEX 191.774 mehr Long-Positionen als Short-Positionen gehalten - man nennt dies auch Netto-Long-Positionen. Somit ist die Stimmung bei den Spekulaten mehr bullish als bearish. Übrigens waren im Wochenvergleich die sogenannten Netto-Long-Positionen gegenüber der vorletzten Maiwoche um gut 11 Prozent angestiegen.
Wenn dies mal keine bullishen Zeiten für Gold sind.
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun