Goldpreis verharrt in Range
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 21. August 2009, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
In Argentinen kocht der alte Streit über die Exportsteuern auf Getreide und Ölsaaten erneut auf. So bewilligte der argentinische Kongress Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner eine Vorlage dahingehend auch weiterhin diese Steuern festzusetzen.
In der jüngsten Vergangenheit war es diesbezüglich schon mehrere Male zu Protesten gegen die Exportsteuern von Seiten der Farmer gekommen, die ebenfalls Exportblockaden auf Sojabohnen durchgeführt hatten. Dies wiederum führte dann zu einer verstärkten Nachfrage nach US-Sojabohnen, was den Preisen massive Unterstützung geboten hatte.
Sojabohnen zur Lieferung im November konnten zum Ende der Woche deutlich zulegen mit einer zwischenzeitlichen Preisspitze bei 9,87 US-Dollar pro Scheffel am Freitag.
Aktuell notieren Sojabohnen zur Lieferung im November bei 9,69 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Auch Mais im Dezember-Kontrakt erreichte am Freitag eine zwischenzeitliche Preisspitze bei 3,34 US-Dollar pro Scheffel, aufgrund der Nachrichten aus Argentinien. Argentinien ist der drittgrößte Mais-Exporteur weltweit.
Aktuell notiert Mais zur Lieferung im Dezember bei 3,25 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Nach wie vor sind es vor allem die Erwartungen welche die Rohölpreise beflügeln. So lange die Aktienmärkte von Euphorie begleitet sind, wirkt sich dies auch in gleichem Maße auf die Rohölpreise aus. Dennoch ist die aktuelle Entwicklung nach wie vor nicht mit fundamentalen Kriterien zu rechtfertigen.
Die Korrelation zwischen EUR/USD, den Rohölpreisen und Gold bleibt bestehen. Sollten von dieser Seite weitere Impulse ausgehen und den Goldpreis deutlich über der 965 USD-Marke schließen lassen, könnte dies weiteres unterstützendes Interesse auslösen. Ansonsten dürfte der Goldpreis sich vorerst in einer Range zwischen 930 und 965 US-Dollar bewegen.
Auch die Industriemetallpreise zeigen sich nach wie vor deutlich abhängig von der Stimmung und den Erwartungen. Es stellt sich am Ende nur die Frage ob diese Erwartungen erfüllt werden können, und die tatsächliche Nachfrageentwicklung mit der Preisentwicklung wird mithalten können.
Es bleibt abzuwarten wie sich die Nachrichtenlage aus Argentinien weiter entwickelt, insbesondere wie und auf welche Weise die Farmer auf den Kongress-Entscheid reagieren werden. Je nachdem könnte dies den Getreidepreisen weitere Unterstützung bieten.
So long liebe Leser...das war es wieder einmal für diese Woche....ich wünsche Ihnen ein sonniges, erholsames Sommerwochenende und bis Montag, wenn wir uns wiederlesen....
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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