Goldpreis Richtung 400 Dollar

unserem Korrespondenten Addison Wiggin in Baltimore in Investors Daily zum Thema Gold
vom


von unserem Korrespondenten Addison Wiggin in Baltimore

Der Goldpreis steigt wieder ... jetzt ist schon wieder die Marke von 400 Dollar in Reichweite. Das war seit den späten 1980ern ein unüberwindbarer Widerstand ... könnten wir jetzt die letzte Möglichkeit sehen, Gold für unter 400 Dollar einkaufen zu können? Der Markt hält bei diesem Pokerspiel seine Karten eng an sich gepresst ...


Währenddessen fällt der Euro wieder. Der Euro steht wieder bei gut 1,22, einem neuen 8-Wochen-Hoch. Gegenüber anderen Währungen hat der Dollar sogar noch stärker eingebüßt. Gegenüber dem Schweizer Franken verlor er 2,2 % auf ein neues 3-Monats-Tief. Und auch der japanische Yen konnte deutlich zulegen. Ich lese in der Financial Times als Erklärung:

"Der jüngste Rückgang des Dollarkurses hat Befürchtungen verstärkt, dass der Markt amerikanische Zinserhöhungen zu schnell und zu stark eingepreist hat." Offensichtlich fiel die Revision des US-Bruttoinlandsproduktes (viertes Quartal) schwächer als erwartet aus, während die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschte. Immerhin ist das US-BIP im vierten Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert laut offiziellen Zahlen um 4,4 % gewachsen.

Vielleicht hat der Markt auch bemerkt, dass die Limousine von Greenspan öfter als normal vor dem Weißen Haus parkt. Vielleicht hat der Markt plötzlich gesehen, wie gut die Angst vor einer Deflation und die Zinserhöhungs-Geschichten auf die Agenda der Fed passen. Natürlich wird das Mainstream-Denken davon ausgehen, dass eine mögliche Inflation kein Risiko sei. Seht Euch den Anleihenmarkt an, werden Sie sagen, die Anleihenhändler können nicht falsch liegen. Und währenddessen sind die Tore für neue Kredite weit geöffnet.

"Greenspan & Co. werden die Zinsen nach oben reden, mit Hilfe der willigen Medien, aber sie werden die Leitzinsen nicht sehr stark oder sehr schnell wirklich erhöhen", prognostiziert Kenneth Thomas, Professor in Pennsylvania im "Christian Science Monitor". Prof. Thomas hat ein Gesetz, den "Freedom of Information Act", genutzt, um Informationen über Greenspans persönlichen Kalender zu erhalten. Dabei fand er heraus, dass sich die Besuche Greenspans im Weißen Haus vervierfacht haben, seit Präsident Bill Clinton durch Bush ersetzt wurde.

Prof. Thomas nennt Greenspan "sozialen Schmetterling". Seine Besuche führen zu zwei Fragen: "Wie involviert ist der Fed-Vorsitzende, wenn es um die Politik des Weißen Hauses geht? Und ändern diese Freundschaften auf höchster Ebene das, was Greenspan mit den Zinsen tut?"

Die Fed ist offensichtlich immer noch widerwillig, wenn es um eine Leitzinserhöhung geht. Sie wissen, dass die mit Schulden überladene Wirtschaft mit steigenden Zinsen Probleme haben wird – und sie wissen, dass sie das Schneeballsystem weiter mit Liquidität füttern müssen. Die besten News sind ... und Goldhändler wissen das ... ist: Was immer auch passieren wird – ein Goldpreis unter 400 Dollar sieht wie ein Schnäppchen aus!


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