Goldpreis knackt wieder die 1.500 USD-Marke
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 20. Mai 2011, 20:30 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Wie erwartet haben die Weizenpreise von ihrem günstigen Niveau aus, ihr Aufholpotenzial bewiesen und sind wieder über die Marke bei 8 USD gestiegen. Das Hoch wurde am Donnerstag bei 8,34 US-Dollar pro Scheffel im Juli erreicht.
Unterstützend wirken auch die aktuellen Exportdaten seitens des US-Landwirtschaftsministeriums. So berichtet das USDA von einem Anstieg der Weizen-Exporte in der vergangenen Woche auf 799.000 Tonnen. Dieser Wert liegt rund 75% über dem Durchschnitt der vergangenen 4 Wochen. Der Großteil der Exporte bezieht sich hierbei auf die Ernte des kommenden Erntejahres.
Weizen zur Lieferung im Juni notiert aktuell bei 8,06 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Wie erwartet löst sich die Risikoprämie in den Ölpreisen langsam auf und die verschiedenen weltweiten Unsicherheitsfaktoren, wie die Schuldenlage vieler Staaten und die Wachstumsaussichten treten stärker in den Vordergrund. Nichts desto trotz haben sich die Risiken im Nahen Osten und Nordafrika nicht verändert. Vorerst dürften die Märkte zunächst weiterhin mit einer höheren Volatilität entlang der EUR/USD-Entwicklung rechnen, doch die Marke um 100 US-Dollar pro Barrel für Brent und analog ein Bereich zwischen 94 und 95 US-Dollar pro Barrel für WTI könnten zunächst als Unterstützung halten.
Es stellt sich die Frage wann die Phase des "Kasse-machens" bei den Edelmetallen beendet ist. Bei Silber dürfte diese Phase sicher noch länger anhalten, als bei Gold. Allerdings steht auch im Silbermarkt die hohe physische Nachfrage einem weiteren drastischen Preisverfall entgegen. Aktuell gewinnen natürlich wieder die Unsicherheitsfaktoren die Oberhand und verhelfen zumindest dem Goldpreis wieder über die Marke bei 1.500 USD. Auch wenn die Volatilität vorerst weiterhin hoch bleiben dürfte, sollten diese bestehenden Unsicherheitsfaktoren die Preise nach unten hin auf jeden Fall gut abstützen.
Der Kupferpreis hat mittlerweile ein überaus günstiges Niveau erreicht, von dem, ausgehend von der fundamentalen Ausgangslage, eigentlich langsam eine Trendwende einsetzen müsste.
Die Weizenpreise dürften um die 8 USD-Marke eine gute Unterstützung finden, von der aus weiteres Potenzial nach oben besteht, sofern die News zur kommenden Ernte sich entsprechend entwickeln.
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch ein schönes, sonniges und erholsames Wochenende...liebe Grüße und bis nächsten Montag...
Ihre Miriam Kraus
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