Goldpreis in USD: Allzeithoch ist nahe!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 7. Mai 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Relativ unbeeindruckt von den Verwerfungen an den Finanzmärkten zeigten sich in dieser Woche dagegen die Getreidepreise.
Während Sojabohnen und Mais nur leichte Abschläge im Vergleich zur Vorwoche hinnehmen mussten, konnte Weizen sogar zulegen.
Nach wie vor ist die zu erwartende hohe Nachfrage aus China ein unterstützender Faktor. So hinkt der Sojaanbau in der Provinz Heilongjiang aufgrund widriger Wetterverhältnisse um 10 Tage hinterher. Dem China National Grain & Oils Information Center zufolge, dürfte der Sojaanbau in der Provinz in diesem Jahr zu Gunsten von Mais und Reis zurückgehen. Dennoch könnte China, Schätzungen zufolge, in diesem Jahr einen Importbedarf in Höhe von 500.000 Tonnen Mais aufweisen.
Wie in Informa Economics bekannt gab, geht die Beratungsfirma davon aus, dass die US-Winterweizenproduktion in diesem Jahr um 3,7% rückläufig sein dürfte, nachdem die Farmer die Anbaufläche um 13% reduziert haben. Informa prognostiziert einen Produktionsrückgang auf 1,466 Milliarden Scheffel Weizen in diesem Jahr, von 1,523 Milliarden Scheffel im vergangenen Jahr.
Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren aktuell bei 9,61 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Mais zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 3,71 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Weizen zur Lieferung im Juli konnte, aufgrund seines Aufholpotenzials gegenüber den anderen Grains, in dieser Woche sogar zulegen und notiert aktuell bei 5,09 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Ich gehe davon aus, dass auch in der nahen Zukunft insbesondere die Trends an den übrigen Finanzmärkten die Ölpreise bewegen dürften. Die Range in der kommenden Woche dürfte etwa zwischen 70 und 80 US-Dollar liegen.
Im aktuellen Umfeld von Unsicherheit und Panikreaktionen, bleiben die Edelmetalle gut unterstützt. Insbesondere der Goldpreis dürfte weiterhin deutlich zulegen. In USD ist das Allzeithoch in erreichbare Nähe gerückt, während der Goldpreis in Euro langsam die 1.000 Euro-Marke anvisieren könnte.
Auch im Fall der Industriemetallpreise dürfte die Stimmung maßgeblich sein für die Preisentwicklung. Sollten allerdings, bei deutlich günstigeren Preisen, zwischenzeitlich wieder physische Käufe anziehen, könnte der Abwärtsdruck ein wenig gemildert werden.
Die Getreidepreise dürften weiterhin generell gut unterstützt bleiben.
So long liebe Leser....damit verabschiede ich mich für heute....ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende und freue mich, wenn wir uns am kommenden Montag zu neuen Themen wiederlesen...liebe Grüße
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
Dieser Newsletter enthält keine Handlungsempfehlungen. Es handelt sich in diesem Falle um ein rein informatives Produkt. Die Nutzung der Veröffentlichungen als Anregung zur Investition geschieht auf eigene Gefahr. Für sich daraus ergebende, etwaige Schäden sind weder die Redaktion des Rohstoff Daily noch der Investor - Verlag haftbar zu machen. Konkrete Handlungsempfehlungen erhalten Sie durch die vom Investor - Verlag angebotenen Börsenbriefe.