Goldpreis getrieben von der Angst
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 15. Juli 2011, 13:00 Uhr
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Als ich das letzte Mal (am 15. Juni) über Gold berichtete, schrieb ich ebenfalls über die Probleme in drei Regionen (Titel: "Drei verschiedene Länder - drei verschiedene Probleme"). Während heute die EU, China und die USA thematisiert wurden, waren es damals Griechenland, China und Japan. Die Probleme sind aber nach wie vor die gleichen. Demnach dürfte auch der Goldpreis als sicherer Hafen theoretisch weiter zugelegt haben. Und tatsächlich befindet er sich auf einem neuen Hoch.
(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Das letzte Hoch, welches ich mit den Wellen v und 5 markiert hatte, wurde inzwischen überschritten.
Zuletzt schrieb ich am 15. Juni: "Eine Entscheidung kann .. nicht mehr lange auf sich warten lassen." Und weiter schrieb ich wiederholt: "Wenn der blaue Trend weiterhin Bestand haben sollte, dürfte der grüne steile Aufwärtstrend bald brechen. Das Korrekturpotential auf 1.400 USD dürfte dann wieder zum Thema werden."
Gold derzeit eindeutig fundamental getrieben
Der Bruch der hellgrünen Linie hat zwar die erwartetet Kursverluste gebracht, aber das Abwärtspotential wurde nicht ausgereizt. Geschuldet dürfte dies auch den panikartigen Meldungen rund um Italien (siehe erster Teil des heutigen Beitrags) sein. Der Goldpreis ist im Moment eindeutig durch die Sorgen um die Verschuldung diverser Staaten getrieben. Charttechnik spielt dabei offenbar derzeit eine klar untergeordnete Rolle.
Wildes hin und her erfordert Überarbeitung der Trendlinien
Bereits am 15. Juni waren beide Trends (hellgrün und blau) leicht verletzt worden. Es entstand ein False-Break beim blauen Trend und ein anschließender Rückfall unter den grünen Trend. "Die Situation ist noch nicht entschieden, sieht aber aktuell eher bärisch aus.", lautete mein damaliges Fazit.
Da sowohl der hellgrüne als auch der blaue Trend inzwischen mehrfach verletzt wurden, möchte ich nun daher den dunkelgrünen Trendkanal in den Mittelpunkt stellen. Bislang hatte ich die untere dunkelgrüne Linie nur als hellgrüne Aufwärtstrendlinie gezeichnet. Nun habe ich daraus einen neuen Trendkanal gemacht, der gegenüber dem hier bereits mehrfach verwendeten blauen Trendkanal deutlich mehr Relevanz haben dürfte.
Natürlich konnte auch Silber wieder deutlich zulegen. Wie es hier charttechnisch ausschaut, zeige ich Ihnen am Montag.
Bis dahin wünsche ich ein erholsames Wochenende
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Edelmetallfreund (16.07. 2011 15:16 Uhr):
Gold und bärisch passt seit 2000 einfach nicht mehr zusammen ;-) Bei den Edelmetallen sollte man weniger auf den Chart schauen und einfach stur durchhalten bis zum bitteren Ende (Bankencrash, Währungsreform, Hyperinflation, Derivatecrash, Schulden...) Die Edelmetalle sind eine Versicherung (dagegen), die noch Geld einbringt statt kostet!!!
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (19.07. 2011 20:06 Uhr):
Ohje, heute Mittag eine Comedy über Gold auf dem NRW-Radiosender 1Live und nun in den Sat1-Nachrichten. - - - Immer wenn Massenmedien ein Thema aufgreifen, sind die Höchstkurse nicht mehr weit!
- Antwort von Sven Weisenhaus (19.07. 2011 20:06 Uhr):
