Goldpreis auf 25-Jahres-Hoch
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 11. April 2006 12:00 Uhr
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*** Na bitte – der Goldpreis hat die Marke von 600 Dollar pro Feinunze übersprungen, damit steht er auf dem höchsten Niveau seit 25 Jahren.
Mir als bekennendem Rohstoff-Bullen können Sie nun wirklich nicht vorwerfen, "ich hätte es Ihnen nicht gesagt". Und natürlich habe ich bei meinen beiden kostenpflichtigen Börsenbriefen ("Optionsschein-Profits" und "Rohstoff Signale") Gold-Zertifikate im Depot, mit entsprechend solider Performance.
Es ist ja auch kein Geheimnis, dass ich bei anderen Basiswerten noch höheres Potenzial sehe/gesehen habe. Stichworte: Silber und Zucker. Falls noch nicht geschehen: Diese Basiswerte abdecken!
(Bitte um Verständnis, dass ich an dieser Stelle keine konkreten Empfehlungen nennen darf – schließlich handelt es sich beim Trader's Daily um einen kostenlosen Newsletter.)
*** Matthias Platzeck möchte ich kurz ein "Alles Gute" zurufen. Ich könnte es mir hier im Trader's Daily ja leicht machen und populistisch abwertend über "die Politiker" bzw. "die da oben" schreiben (dazu fällt mir übrigens gerade das heutige "Zitat des Tages" ein). Aber abgesehen davon, dass ich es gar nicht einsehe, hier im Trader's Daily etwas anderes zu schreiben als das, was ich wirklich empfinde: Es gibt nun einmal überall "solche und solche" ... bei Tradern, Analysten, Werbetextern, Kollegen in den USA, Gewerkschaftsbossen, Managern, ... warum sollte es bei Politikern, unabhängig vom Parteibuch, nicht auch so sein?
Und bei Matthias Platzeck hatte – nein, habe – ich das Gefühl, dass er eine "ehrliche Haut" ist. Punkt.
*** Die Nachrichtenagentur AFX meldet: Der russische Energieriese Gazprom möchte den Erdgaspreis, den er Weißrussland (Belarus) berechnet, auf Marktniveau anheben.
Hier geht es um richtig hohe Beträge: Denn bis jetzt zahlt Minsk rund 50 Dollar für 1.000 Kubikmeter Erdgas, während die europäischen Kunden von Gazprom rund 230 Dollar zahlen.
Für die weißrussische Volkswirtschaft wäre diese drastische Energieverteuerung ein harter Schlag, dem sie nicht entgehen könnte: Denn das Land ist – was Energie betrifft – völlig vom "großen Bruder" Russland abhängig. Und wenn der große Bruder in Form des halbstaatlichen russischen Energiegiganten Gazprom die Preise mehr als vervierfachen möchte – was kann Weißrussland da tun?
Oje, das klingt ja fast so, als ob meine Sympathie bei der weißrussischen Führung wäre. Nun, hier muss differenziert werden: Natürlich wünsche ich dem weißrussischen Volk alles Gute. Aber seinem Führer, Lukaschenko, der ein richtiger "Asi" ist ... dem wünsche ich, dass er bald seinen nicht verdienten Ruhestand genießen kann.
Und welche Maßnahme des Auslands könnte ihn richtig hart treffen? Nicht die Maßnahmen der EU, die Mitgliedern der weißrussischen Regierung Visa verweigert ... nein, es ist eine Energiepreis-Vervierfachung, die ihn aus dem Amt kicken könnte. Deshalb dank an Russland (das hinter Gazprom steht), für diese Anhebung des Erdgaspreises, den Weißrussland zahlen muss. Letztlich geht es dabei um die Aufhebung einer Subvention – denn warum sollte ein gewinnmaximierendes Unternehmen einem Land wie Belarus einen Rabatt von fast 80 % einräumen?
Mehr dazu – und zum Thema "Erdgas als Basiswert" morgen!
Viele Grüße,
Michael Vaupel