Goldminenaktien mit Marktkapitalisierung von nur 60 Mrd. Dollar
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 23. Juni 2003 18:00 Uhr
ENL5454
*** Wie wird die Entwicklung in den USA enden? Wie in Japan? Oder wie in Argentinien?
Oder wie in Simbabwe?!!!
"Die USA könnten untergehen", so Seth Glickenhaus in einem Interview im Barron's Magazin. "Sehen Sie sich Simbabwe an ... da gibt es eine Inflation von 300 % ...
"Sie können doch nicht ernsthaft meinen, dass wir in den USA wie in Simbabwe enden werden", so der fragende Redakteur des Barron's Magazins.
"Ich meine, dass wir wie in Simbabwe enden könnten ... wir befinden uns in einer sehr langen Periode, in der die Wirtschaft nicht sehr stark wachsen wird. Das wird intensiviert durch das abnehmende Kaliber unserer politischen Führer. Bush hat überhaupt kein fiskalisches Verständnis, und er ist in seiner Herangehensweise radikal ... die Demokratische Partei hat keine Führer oder keine Führungsriege, und sie bemerken kaum die wichtigen Themen der Zeit ..."
Aber was passiert in Simbabwe, wo die Regierung eine Inflationsrate von 96 % anstrebt?
Unser Korrespondent in Südafrika, Evan Pickworth, schickt mehr Details: " ... am Schwarzmarkt muss man für einen US-Dollar etwa 2.300 Simbabwe-Dollar zahlen – fast das Dreifache des offiziellen Wechselkurses von 800."
"Das ist nicht allzu überraschend, denn die Analysten erwarten, dass die Inflationsrate in Simbabwe bis zum Jahresende auf 450 % steigen wird. Angesichts einer Inflation bei den Nahrungsmittelpreisen von 334,6 % sind besonders die Armen – die bereits an Hunger leiden – schwer getroffen."
*** "Der Goldstandard war ein ruhiger Wachhund, der unbegrenzte öffentliche Ausgaben verhinderte", sagte Howard Buffet, der Vater der Investmentlegende Warren Buffett, als er in den 1940ern noch ein US-Kongressabgeordneter war. "Ich kann keine Beweise finden, die die Hoffnung unterstützen würden, dass unsere Papierwährung sich letztlich besser entwickeln wird als vergleichbare Experimente in anderen Ländern. Wegen unser wirtschaftlichen Stärke könnte die Krankheit des Papiergeldes bei uns viele Jahre brauchen, bis sie sich voll entwickelt ... aber wir könnten auch bald schon die kritische Phase erreichen. Wenn dieser Tag eintrifft, dann werden unsere politischen Führer wahrscheinlich finden, dass ein ausländischer Krieg und rücksichtslose Reglementierungen die glänzende Alternative zu einer heimischen Wirtschaftskrise sind."
Sehr vorausblickend von diesem Mann, oder? Dan Denning fügt hinzu: "Es gab eine Zeit in Amerika, als die politischen Parteien über die Natur des Geldes debattierten. Nicht so viel darüber, wie viel Geld ausgegeben werden sollte. Sondern über das Geld an sich. Angesichts der Aussage der Fed, dass sie die 'Druckerpresse' zu fast keinen Kosten anwerfen könne ... wird diese Zeit wiederkommen. Gold wurde immer schon als ein sicherer Hafen in Zeiten extremer Unsicherheit gesehen."
"Natürlich ist es kein Geheimnis, dass wir erwarten, dass der fallende Dollar mit dazu beitragen wird, das Metall des Midas wieder glänzen zu lassen", so Denning weiter. "Aber das könnte nur der Beginn dieser Story sein, wenn es ums Investieren am Goldmarkt geht ( ...)"
" ... Der gesamte Goldminensektor hat eine Marktkapitalisierung von weniger als 60 Mrd. Dollar – das sind ungefähr 10 Mrd. Dollar WENIGER als die Marktkapitalisierung der Software-Gesellschaft Oracle. Man könnte sagen, dass Gold unterkapitalisiert ist. Oder vielleicht einfach nicht liquide genug.
***
Ich habe meinen heutigen ersten Artikel mit einem Leserbrief beginnen lassen. Ich werde meinen heutigen Beitrag auch so enden lassen:
"Ich bin eine Finanzberaterin und lese Ihre Beiträge seit längerem ( ...) heute haben mich besonders ihre Kommentare über ihren Sohn Henry interessiert – was für ein liebenswürdiger Junge er sein muss. Ich selbst bin Mutter von zwei liebenswürdigen Jungs (15 und 12), und auch ich bin mit einigen nicht gerade heiligen Verhaltensweisen und Trends der heutigen Jugend konfrontiert. Denken Sie, dass die französischen Schulen (Ihr Sohn geht ja auf eine französische Schule) und auch die anderen europäischen Schulen von der derzeitigen weltweit verbreiteten 'Kultur der Dummheit' unberührt geblieben sind? Mein Kommentar ist dieser ... die Märkte werden immer da sein ... aber unsere Kinder werden nur einmal Kinder sein!
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