Goldene Zeiten ... für Gold
Ronald Gehrt in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 27. Februar 2007 07:30 Uhr
ENL5454
So, jetzt hat auch der Silberpreis einen Gang zugelegt und damit eines meiner Bedenken hinsichtlich des aufstrebenden Goldkurses beseitigt. Die beiden Edelmetalle laufen jetzt Hand in Hand nach oben. Das deutet zwar auch an, dass die Spekulanten langsam wieder aktiver werden, aber das alleine ist ja noch kein Grund, dass es morgen abwärts geht. Es reicht meiner Ansicht nach, ein bisschen aufmerksamer auf die Kurse zu sehen, ansonsten aber diesen Anstieg konsequent zu begleiten. Insbesondere, wenn Gold und Silber nun der Sprung über die zum Greifen nahe liegenden Charthürden gelingen sollte:
Sie sehen, dass Silber in den vergangenen Tagen nach einem kurzen Pullback an Mai-Abwärtstrendlinie und 20 Tage-Durchschnitt wieder markant Fahrt aufnahm und nun in die Widerstandszone der Tops von 2006 zwischen 14,30 und 14,95 US-Dollar je Feinunze eingetreten ist. Wenngleich der MACD gerade erst wieder an seiner Signallinie nach oben gedreht hat, wäre nun eine Konsolidierung – entweder seitwärts oder erneut zurück in den Bereich 13,70 Dollar – möglich. Aber:
Sollten die Aktienmärkte, wie es sich in den USA und teilweise auch in Asien zumindest andeutet, nun wackeln, könnte ein neuer Schub nervöser Anleger auf der Suche nach einem sicheren Hafen die Kursbewegung noch einmal beschleunigen. Das wäre vor allem für diejenigen, die bereits investiert sind, eine ideale Sache, da sich dann – sobald Silber die 15 Dollar-Marke bezwingt - ideale Stoppmarken in die Zone 14,30 zu 14,95 legen ließen. Nötig wäre dies dann allemal, denn eine solche Beschleunigung der Rallye wäre letztlich der Beginn einer Übertreibungsphase.
Der Goldpreis bietet hinsichtlich der vergangenen Tage ein ähnliches Bild. Auch hier endete eine schnelle Korrektur lehrbuchgerecht am 20 Tage-Durchschnitt und führte zu einem erneuten, dynamischen Impuls, der den Kurs gestern zeitweilig sogar fast auf 690 US-Dollar hebeln konnte. Allerdings ist hier das Hoch von 2006 bei 725 Dollar noch ein gutes Stück entfernt, während die obere Begrenzung des aktuellen Aufwärtstrendkanals bremsen könnte. Diese liegt momentan bei 695 Dollar. Nur:
Auch, wenn es nicht zu einer Intensivierung der Rallye durch externe Faktoren kommen sollte, weist dieser Kanal doch einen hinreichenden Steigungswinkel auf, um die Kurse auch so in wenigen Wochen über 700 Dollar geleiten zu können. Es würde sich für aggressive Trader anbieten, Stopps knapp unter die Kreuzunterstützung (ca. auf 657 Dollar) zu legen, etwas längerfristig orientierten Investoren böte sich die untere Begrenzung des Trendkanals um 631 Dollar an.

