Goldaktien: Die Bewertung tief wie lange nicht mehr

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nachdem ich in den jüngsten Ausgaben Ihres Nebenwerte Daily die Edelmetalle etwas stiefmütterlich behandelt hatte, will ich mich heute wieder einmal dem Gold und vor allen den Goldaktien widmen. Der Anlass? Nein, nicht die kurzfristige Gegenbewegung des Goldpreises, der unter 1.680-1.700 USD immer noch in einer Konsolidierung gefangen bleibt. Bei weiterer Stärke des US-Dollars ist sogar ein weiterer Test der wichtigen Unterstützung bei 1.520-1.530 USD denkbar, von wo aus sich dann eine größere Aufwärtsbewegung anschließen könnte.


 

Gestern hatten Sie einen ersten Eindruck davon, wie explosiv der Preis nach oben schießen könnte. Anlass waren die sich wieder verschlechternden Arbeitslosenzahlen aus den USA zusammen mit sich eintrübenden Wirtschaftsdaten, besonders in Europa, aber auch in China. Die Schlussfolgerung der Akteure: Wenn sich die Erholung abschwächt oder gar zu kippen droht, werden die Notenbanken wieder ihre Geldschleusen öffnen. Sinkende Zinsen zusammen mit einer stagnierenden oder aufgrund der hohen Spritpreise gar steigenden Inflation sind aber das beste aller Szenarien für den Goldpreis. Wo es kaum Zinsen gibt, aber Liquidität leicht zu bekommen ist, fließen vermehrt Gelder in die Edelmetalle und besonders das Gold.

 

Die Goldaktien sind kräftig überverkauft

 

Um den fundamental längerfristig bullischen Ausblick für den Goldpreis soll es aber heute gar nicht weiter gehen. Noch viel interessanter finde ich den Zustand der Goldaktien. Sie haben wieder einmal die Korrektur des Goldpreises hemmungslos übertrieben. So wie uns das in guten Zeiten mit grandiosen Preissteigerungen erfreut, so erschreckend kann es vor allem für längerfristige Investoren im Abwärtstrend ausfallen.

 

Darstellen will ich Ihnen den überverkauften Zustand an zwei Indikatoren: Zuerst am Gold Miners Bullish Percent Index, der täglich von Stockcharts berechnet wird. Er beruht auf den Aktien des HUI-Index, also den gering gehedgten Produzenten des Golduniversums. Wie Sie es schon aus den Marktindikatoren von Klaus Buhl kennen, stell er dar, welcher Prozentsatz des Index auf einem Kaufsignal notiert und wer auf einem Verkaufssignal. Somit kann er zwischen Null und 100 Prozent notieren. Über 70% gilt er als überkauft, unter 30% als überverkauft. Ein neues Signal wird erzeugt, sobald der Index die 70er-Schwelle unterschreitet, bzw. die 30-er-Schwelle überschreitet. Der Index kann längere Zeit in den Extrembereichen verharren, ohne ein Signal zu generieren.

 

BPGDM

Wie Sie am Chart erkennen, zeigt der Index aktuell einen sehr negativen Stand an, ähnlich wie im vergangenen Winter. Wie wir am Jahr 2009 sehen, kann es aber im Extremfall noch tiefer gehen - damals notierte der Index sage und schreibe auf Null - alle Aktien hatten also ein Verkaufssignal ausgebildet. Das kann auch derzeit noch passieren, weshalb das allein kein Kaufgrund ist. Wichtig ist es, hier fundamentale Argumente zusätzlich zu berücksichtigen. Aber wenn Sie sehen, was im nächsten Abschnitt Kollege Hannes Huster in der jüngsten Ausgabe seines Börsenbriefs Husters Goldanalyse dargestellt hat, so erkennen Sie, dass es langsam Zeit wird, auf die Suche nach günstigen Goldaktien zu gehen. Genau das hat Herr Huster gestern gemacht und eine interessante neue Goldaktie vorgestellt. Mehr dazu erfahren Sie in seinem Premiumbrief.

 

von
Daniela Knauer
Daniela Knauer

Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.


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