Investieren in Gold
Wann Sie Gold in Ihrem Depot haben sollten
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Vorab ein Wort der Warnung: Kein Börsianer mit Erfahrung behauptet, dass Spekulieren eine leichte Sache sei. Heftige Schwankungen könnten Sie an Ihrer Position in Gold zweifeln lassen - wie zum Beispiel im letzten Jahr, als der Goldpreis von mehr als 700 $ auf ungefähr 600 $ fiel. Lernen Sie diese Marktbereinigungen zu schätzen. So ist nun mal die Art des Marktes, Geld aus den schwachen Händen in starke Hände zu legen.
Investieren in Gold: Das Geld geht dahin, wo es am besten wachsen kann
Gold zahlt keine Zinsen. Es ist nur ein Klumpen gelbes Metall. Wenn die Bank Ihnen 7 % Zinsen auf Ihr Bargeld zahlt, möchten Sie Ihr Geld lieber bei Ihrer Bank lassen. In diesem Fall macht das Sinn, dank Zinseszins werden sich Ihre Finanzen so in 10 Jahren verdoppelt haben und Sie verdienen so einen Haufen Geld. Wenn Sie Gold 10 Jahre in Ihrem Besitz halten, haben Sie immer noch denselben Klumpen gelben Metalls.
Stellen Sie sich jetzt vor, dass Ihnen die Bank Null Prozent Zinsen bietet. Was ist dann attraktiver, Papiergeld oder Gold? In diesem Fall würde ein vernünftiger Kapitalanleger meiner Meinung nach Gold wählen.
Gold ist schön, selten, seriös und kann leicht eingetauscht werden, egal wo Sie sich gerade auf der Welt befinden. Papiergeld ist andererseits eben nur Papier. Regierungen können soviel davon drucken, wie sie wollen.
In der Regel fließt Geld dahin, wo es am besten wachsen kann. Wenn die Zinssätze hoch sind, dann sieht Gold im Vergleich zu Geld eher schlecht aus. Wenn die Zinssätze niedrig sind, fließt das Geld in Richtung Gold.
Wenn die Zinssätze bei Null liegen, ist Gold eine klare Sache.
"Moment mal“, sagen Sie jetzt vielleicht. "Die Zinsen stiegen in den 70er Jahren … wie konnte der Goldkurs dann von 100 Dollar bis auf 800 $ steigen?"
Investieren in Gold: Der "reale" Handel ... unter Berücksichtigung der Inflation
Die "nominalen" Zinssätze, die Sie bei Ihrer Bank, im Internet oder durch die Zeitung erfahren, spiegeln nicht das vollständige Bild wider. Wir müssen zusätzlich die Inflation in Betracht ziehen.
Und zwar deswegen: Wenn die Preise der Produkte, die Sie regelmäßig kaufen, wie Nahrung, Benzin etc. um 5 % steigen und die Bank Ihnen - gleichzeitig - Zinsen von 5 % auf Ihre Ersparnisse gibt, wird Sie die Bank nicht dafür entschädigen, dass Ihren Reichtum in Bargeld statt in Gold halten.
In diesem Fall würden Wirtschaftswissenschaftler Ihren "realen" Zinssatz - den inflationsbereinigten Zinssatz - tatsächlich mit Null beziffern.
1979 lagen die Zinssätze für kurzfristige Anleihen bei 8 %, aber die Inflation lag bei 13 %, also lagen die "realen" Zinssätze bei minus 5 % pro Jahr. Ist es da ein Wunder, dass die Leute Ihr Geld schnell im Goldmarkt anlegten, als Papiergeld zu halten?
Bis 1981 hatte der damalige FED-Vorsitzende Paul Volker die Zinsen für kurzfristige Anleihen auf 15 % erhöht und die Inflation damit auf 6 % gedrückt, also lag der Realzinssatz bei fast 10 %. Noch vor 1982 ging der Goldpreis auf unter 400 Dollar zurück.
Heute steht der nominale Zinssatz in den USA um die 5 %. Zur gleichen Zeit liegt die Inflation bei 4 - 5 % … und der amtierende Fed-Vorsitzende Ben Bernanke sagt, dass er die Zinsen wahrscheinlich nicht sehr viel weiter anheben wird...
Die Realzinssätze liegen aktuell also nahe Null … und viele Investitions-Gelder sind bereits vom Bargeld in Gold gewandert. Es ist an der Zeit, dass Sie bei Ihren Bewertungen darüber nachdenken.
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