Goldpreisentwicklung

Goldpreisentwicklung 2014 - Analyse, Charts, Updates

in Investors Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
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Wird der Goldpreis langfristig halten, was die kurzfristige Entwicklung 2014 verspricht? Der Gold-Chart in US-Dollar lädt ein zu Optimismus. Werfen Sie einen Blick auf die kurzfristige Kurs-Entwicklung:

 

Chart Goldpreisentwicklung 2014 seit Dezember 2013

Goldpreisentwicklung Anfang 2014 im Chart


Nach dem letzten Tief bei 1.195 US-Dollar (schwarz eingekreist) bewegt sich der Goldpreis stetig nach oben. Dabei hat der Kurs bereits einige wichtige Hürden überwunden:

 

  1. Rückgewinn der 1.200er Marke (rot gestrichelte Linie)
  2. Kaufsignal Firley kurz-Indikator am 14. Januar (grünes Dreieck)
  3. Durchbruch über 50-Tage-GD

 

Kurzfristig bewegt sich das gelbe Edelmetall also in einem klaren Aufwärtstrend. Um diesen zu bestätigen sollte der Kurs-Widerstand um 1.300 US-Dollar nachhaltig durchbrochen werden. Wie sieht es mittelfristig aus?

Schauen wir hierfür auf die Goldpreisentwicklung seit Jahresanfang 2013. Mittelfristig befindet sich der Goldpreis in einer Abwärtsbewegung. Langfristig gilt es abzuwarten, ob sich die starke Korrektur als echte Baisse herausstellt.

 

Chart Goldpreis kurzfristig - Entwicklung 2013

Goldpreis-Entwicklung 2013 im Chart

 

Nach dem Sinkflug seit Jahresanfang 2013 konnte sich das gelbe Edelmetall letzten Sommer wieder etwas berappeln und stieg von 1.192 auf 1.419 US-Dollar. Ab diesem Hochpunkt befand sich der Goldkurs bis Mitte Dezember erneut in einer Abwärtsphase.

Diese Goldpreisentwicklung lässt augenscheinlich vermuten, dass es aufwärts geht bei der Lösung der weltweiten Finanz- bzw. Schuldenprobleme. Auch wenn sich der Kurs gerade – wie dargestellt – in einer kurzfristigen Rally befindet. Der Goldpreis erreichte am 5. September sein Allzeithoch auf Schlusskursbasis bei 1.895 US-Dollar. Aktuell steht der Goldkurs bei etwa 1.300 US-Dollar je Unze. Dies entspricht einem Preisverfall von etwa 30 Prozent. Anders ausgedrückt:

 

Goldpreis lang- und kurzfristig

Wenn Sie in ferner Zukunft einmal die aktuelle Goldpreis-Entwicklung betrachten, könnten Sie sich vielleicht an das Jahr 2013 zurück erinnnern und denken: „Das war die Zeit, als die Welt ihre Schuldenkrise wieder in den Griff bekam".

Wird das so sein? Fraglich...

 

Dramatische Goldpreis-Betrachtung

Betrachten wir zunächst die bewusst dramatisierte langfristige Goldpreis-Entwicklung in einem linearen Chart. Wie der Name schon sagt, wird die Kursentwicklung in diesem Chart linear betrachtet. Das bedeutet, dass ein Sprung von 10 auf 20 genauso „groß" ist wie ein Sprung von 310 auf 320.

 

Chart Goldpreisentwicklung linear

Kurse Goldpreis linear

In dieser Betrachtung sieht die Aufwärtsbewegung vom Frühjahr 2001 bis Herbst 2011 wahrlich imposant aus. Dagegen wirkt die Aufwärts-Entwicklung links im Chart von 1976 bis 1980 fast schon mickrig. Noch dramatischer wirkt der aktuelle Kurssturz des gelben Edelmetalls... Ich habe Ihnen diese Darstellung einmal mitgebracht, da das ein oder andere Medium genau diesen Chart verwendet, um das Ende der Gold-Rally zu untermauern. Im nächsten Chart wird das Ganze etwas realistischer:

 

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Realistische Goldpreis-Betrachtung

Im nächsten Chart ist die Goldkurs-Entwicklung logarithmisch dargestellt. Ein Kurssprung von 10 auf 20 (also eine prozentuale Verdopplung) entspricht somit also dem gleichen „Abstand" wie zum Beispiel einer prozentualen Verdopplung von 500 auf 1000 Punkte.

 

Chart Goldpreis Entwicklung logarithmisch

goldpreis Entwicklung logarithmisch langfristig

 

In der „prozentualen" Darstellung zeigt uns der Kursverlauf des gelben Edelmetalls ein ganz anderes Bild. Die Goldkurs-Explosion von 1976 ist „auf einmal" wesentlich deutlicher zu erkennen.

 

Goldpreis-Rally 1976 bis 1980

Schließlich stieg der Goldkurs damals in 3,5 Jahren von 103 auf 850 Dollar. Das ist ein Ergebnis von 825 Prozent und entspricht (zur besseren Vergleichbarkeit) einer durchschnittlichen Jahresrendite von 82,8 Prozent (!).

 

Goldpreis-Rally von 2001 bis 2011

Die jüngste Gold-Hausse wirkt dagegen schon fast gemächlich. Zwar weist die Goldpreis-Entwicklung mit einem Sprung von 255 auf 1.896 in diesem Zeitraum ein Ergebnis von 743 Prozent auf. Doch dies entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von „nur" 21 Prozent. Mit anderen Worten war die Rendite-Geschwindigkeit (tolles neues Wort) der Rally in den 70er Jahren viermal so schnell wie die der goldigen Milleniums-Hausse.

 

Goldpreis aktuell: Korrektur oder Abwärtstrend?

Wie Sie sehen, die aktuelle Abwärts-Bewegung im Chart stellt einen regelrechten Knick dar. Für Trader gestaltet sich die aktuelle Situation eher schwierig. Es sei denn, Sie lesen den Investors daily. Am 27. Juni (einen Tag vor dem Tief) behauptete ich, dass der nächste Impuls beim Goldpreis extrem spannend wird.

In der Spitze ist Gold auf 1411 US-Dollar gestiegen, das sind 18 Prozent. Für Gold-Trader sind das „Welten". Als langfristiger, sicherheitsbewusster Investor ist dies zugegebenermaßen fast egal. Gold ist nun einmal eine Versicherung gegen die Währungen und die finanzpolitischen Spielchen dieser Welt. Kaufen Sie jedes Jahr ein paar Unzen. Damit schlafen Sie einfach besser.

 

Viel Erfolg an der Börse

Ihr

 

Tom Firley

 

PS: Ich persönlich tendiere zu einem eher langfristigen Goldpreis-Comeback. Oder denken Sie, dass die Schuldenproblematik insbesondere in den USA gelöst ist? Daneben deutet die Aktienwelt aktuell eher die Endphase einer Hausse an.


von
Tom Firley
Tom Firley

Tom Firley ist einer der anerkanntesten Börsenexperten und Charttechniker Deutschlands. Tausende Privatanleger profitieren täglich von seinem Investors Daily.

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Kommentar von Karlheinz Möller

Die unterschiedlichen grafischen Darstellungen sind äusserst interessant, Ich bin der festen Überzeugung, daß der Goldpreis das bisherige Hoch noch weit übertreffen wird. "Uns" geht es ja sooo gut - trotz 2 Billionen Schulden (mit zu- gesagten Pensionen 6 Billionen) -also- ohne Währungsreform werden wir (die ganze Welt) nicht überleben können.

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Antwort von Hagen:

Gold wird noch ganz andere Dimensionen erreichen. Inflationsbereinigt, liegt er noch weit unter seinem Hoch! Aber , und das ist meine Meinung, wird der Goldpreis manipuliert über ETFs und diversen Notenbanken und Regierungen! Den Menschen soll vorgegaultet werden, das Papiergeld einen Wert hat!!! Hat es aber nicht!

Kommentar von Karl Schlimm

Sehr schön Ihr Vergleich von linearem mit logarithmischem Chart. Mich würde interessieren, welchen Sie für technische Chartbetrachtungen nutzen. Meiner Meinung nach ist der logarithmische gut geeignet, die Relativität von Kursbewegungen sichtbar zu machen. Da der Markt sich aber linear und nicht logarithmisch bewegt, sollte man für die Bestimmung von Widerständen und Unterstützungen den linearen Chart benutzen.

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