Goldpreisentwicklung

Goldpreis-Entwicklung: Ausblick auf 2014
Von Miriam Kraus | 15. Januar 2014 | Artikelbewertungen
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ETF-Abflüsse im Westen, aber auch eine anhaltend hohe Nachfrage im Fernen Osten haben die Goldpreisentwicklung in 2013 bestimmt. 2014 hat gute Karten um ein Jahr mit wieder steigendem Goldpreis zu werden. Allerdings unter zwei Voraussetzungen.

so wird die Goldpreisentwicklung in 2014


Quelle: pixabay

 

Die Goldnachfrage in Asien bleibt hoch

 

Im gestrigen Rohstoff Daily hatte ich es ja bereits erläutert: die Grundlagen die für eine anhaltend hohe Goldnachfrage in Asien ausschlaggebend sind, dürften auch in 2014 erhalten bleiben. Dafür spricht die stabile wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in China. Wenn, wie das World Gold Council prognostiziert, allein China und Indien in 2014 eine annähernd so hohe Goldnachfrage begründen, wie in 2013, dann ist schon einmal die beste Grundlage gelegt für wieder steigende Preise in 2014.

Doch ohne den zweiten wichtigen Faktor wird auch die hohe physische Nachfrage des Fernen Ostens nicht für steigende Preise sorgen können...

 

Die Goldabflüsse aus den ETFs im Westen müssen aufhören

 

Ohne ein Ende der massiven ETF-Abflüsse wird sich der Goldpreis trotz hoher Nachfrage aus den Emerging Markets und Asien im besonderen nicht stabilisieren können. Sie fragen warum? Weil diese ETF-Abflüsse, das heißt die massiven Verkäufe von spekulativ orientierten Marktteilnehmern im vergangenen Jahr einem Preisanstieg entgegen gestanden haben.

Wie in jedem Markt bestimmt sich auch der Goldpreis durch Angebot und Nachfrage. Nun war die Nachfrage, dank der Asiaten, zwar auch im vergangenen Jahr schon hoch, doch das Angebot offenbar nicht knapp genug. Soll heißen: wann immer die Nachfrage bestand, waren offenbar genug Marktteilnehmer da, die ihre Bestände abstoßen wollten. So kam es, dass allein in 2013 bereits fast 800 Tonnen Gold den Besitzer von West nach Ost gewechselt haben. Verkäufer waren Großinvestoren, Hedge-Fonds und Banken, die ihr Gold vielleicht schon vor Jahren gekauft haben und im letzten Jahr um fast jeden Preis Kasse machen wollten (vielleicht um ebenfalls noch schnell ein wenig von den boomenden Aktienmärkten zu profitieren). Und die Chinesen, Inder und Dubaier haben natürlich gerne zu sinkenden Preisen gekauft, denn in Asien ist man vor allem wegen des Werterhalts am Gold interessiert und kann sich das mit wachsendem Wohlstand auch immer besser leisten.

 

2014: das Jahr in dem die Goldabflüsse stoppen?

 

Für 2014 bedeutet das aber vor allem eines: der Goldpreis wird erst dann wieder steigen können, wenn entweder die ETF-Bestände abgebaut sind oder die Großinvestoren, Hedge-Fonds und Banken sich wieder besonnen haben.

Wie ich bereits in meinem Beitrag vom 10.Januar dargelegt habe, gehe ich davon aus, dass diese Bedingung sich in 2014 durchaus erfüllen könnte. Zum einen scheint langsam wieder ein Umdenken zurück zu kehren. Immer häufiger liest man in letzter Zeit doch wieder von den positiven fundamentalen Rahmenbedingungen im Goldmarkt.

Zudem sind die ETF-Abflüsse zuletzt gesunken, von 6,3 Tonnen pro Tag im Durchschnitt im 2.Quartal auf 2,1 Tonnen seit Mitte 2013.

Zum anderen wird die Politik der FED früher oder später zumindest dem Anstieg der Realzinsen entgegen wirken und auch die Dynamik an den Aktienmärkten wird früher oder später nachlassen - alles Kriterien, welche für Großinvestoren u.a. durchaus eine Rolle bei Investitionsentscheidungen spielen.

 

Goldpreis: Ausblick auf 2014

 

Es kommt auf das Zusammenspiel dieser zwei Faktoren an: die hohe Goldnachfrage in Asien einerseits, ein Ende der massiven ETF-Aflüsse andererseits. Nur wenn beide Faktoren erfüllt sind, wird sich auch der Goldpreis in diesem Jahr wieder stärker entwickeln.

Die Zentralbanken tun zudem ihr Übriges: diejenigen im Westen wirken unterstützend mit ihrer Liquiditätspolitik und diejenigen in den Emerging Markets unterstützen vor allem durch ihre massiven Käufe. In 2013 dürften die Emerging Market-Zentralbanken per saldo zwischen 350 und 400 Tonnen Gold gekauft haben, so das World Gold Council. Diese Tendenz wird auch in 2014 nicht aufhören, zumal die Emerging Market Zentralbanken hier immer noch hohes Aufholpotenzial haben. So beträgt die Goldquote am Anteil der Währungsreserven in den Emerging Markets trotz der vielen Käufe in den letzten Jahren erst 10% - in den Industrienationen dagegen bereits 25% im Durchschnitt.

Ich sage es erneut: ich kann nicht in die Zukunft blicken, aber von meinem aktuellen Standpunkt aus betrachtet sehe ich Entwicklungen, die beiden Faktoren betreffend, welche eine Grundbedingung für einen steigenden Goldpreis bedeuten, die in 2014 einen steigenden Goldpreis unterstützen sollten. Ab wann das der Fall sein wird, muss sich zeigen, doch Gold ist bereits auf aktuellen Niveaus bereit für eine Erholung und wäre es erst recht auf zeitweise noch günstigeren Niveaus.

 

So long liebe Leser....damit verabschiede ich mich für heute mit meinem altbewährten Tipp: Gold (und auch Silber, andere Edelmetalle und weitere Dinge von beständigem Wert) muss man einfach haben...das schreibe ich allerdings auch deshalb so locker vor mich hin, weil ich Gold nicht als Spekulationsobjekt, sondern, ähnlich wie die Asiaten, als Form des Werterhalts betrachte...deshalb sind mir die Schwankungen von Gold in Papiergeld auch persönlich ziemlich schnuppe, denn ich kaufe seit vielen Jahren regelmäßig immer etwas dazu...so ergibt sich zusätzlich eine mich erfreuende Durchschnittsperformance, die aber - wie gesagt - dennoch für mich zweitrangig ist...so, das war's nun aber wirklich für heute...liebe Grüße und noch einen schönen Abend....

 

 

Ihre Miriam Kraus  


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