Daniel Wilhelmi ist als langjähriger Börsenjournalist aus Printmedien, zahlreichen Vorträgen und dem TV, z.B. „3sat-Börse“ oder „heute-journal“, bekannt.
Gold
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Gold
vom
Wir wissen inzwischen: Wenn Sie Ihr Depot wirklich für den schlimmsten Fall positionieren wollen, dann sind Gold-Zertifikate die Schlechteste aller Möglichkeiten. Denn eigentlich haben Sie nicht mehr als eine Schuldverschreibung in den Händen. Wenn der Staat zusammenbricht und die Banken um ihr Überleben kämpfen müssen, werden solche Verträge schnell nichts mehr wert sein.
Das meine ich damit, wenn ich sage, dass man sich bei Gold nicht emotionalisieren lassen darf. Wie ich Ihnen schon mal schrieb, ist es eine absolut richtige Eigenschaft von langfristig erfolgreichen Anlegern, ihre Depots zumindest partiell auch für extreme Szenarien zu positionieren.
Oder - so habe ich es gemacht - zumindest einen Plan zu entwickeln, was man machen wird, wenn ein extremes Szenario wie Staatsbankrotte etc. tatsächlich eintritt bzw. sich abzeichnet. Aber zurück zum Thema: Für Anleger, die nur vom Anstieg des Goldpreises profitieren wollen und dann aktiv genug sind, im Angesicht von Horrorkatastrophen ihre Anlageentscheidungen schnell und konsequent zu ändern, sind Gold-Zertifikate absolut okay.
Aber für Anleger, die diese Anlage als Absicherung gegen extreme politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse sehen, sind Gold-Zertifikate die schlechteste Wahl. Besser sind da schon Gold-ETFs und -ETCs. Bei diesen Produkten müssen die Emittenten das Gold physisch hinterlegen. Ihr Gold ist also zumindest real vorhanden - eigentlich.
Aber nun stellt sich die Frage, wie Sie an das Gold herankommen? Ihnen gehört zwar physisches Gold, welches - im Gegensatz zu den Zertifikaten - auch existiert. Aber sie haben es ja nicht. Die Bank hat es. Wie kommen Sie da im Angesicht von Revolten auf den Straßen und Bankenpleiten dann an Ihr Gold?
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- Kommentar von KH
Sollte man beim Kauf nicht auch immer gleich an den Verkauf denken. Gibt es bei Bedarf auch immer genügend Verkäufer. D.h. ist der Markt auch immer liquide und zu welchem Preis? Bleibt das Edelmetall langfristig auf einem höheren Niveau in Zukunft oder fällt es wieder ins bodenlose?
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