Gold zeigt den Weg auf
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 11. März 2008 07:30 Uhr
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Denken Sie an die goldene Regel:
Derjenige, der Gold hat, bestimmt die Regeln.
Wenn eine Nation reich wird, dann kauft sie normalerweise Gold – oder sie stiehlt es. Was kann man machen? Wie sonst können sie ihren Wohlstand schützen? Als Großbritannien noch das herrschende Imperium der Welt war, da hat man dort so viel Gold in der Bank of England gelagert, dass der Boden durchgebrochen ist.
Und dann verlagerte sich die Macht nach Amerika. Die Vereinigten Staaten haben ihre Kriegsschulden eingesammelt und das Gold ist mit den Landsern wieder in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Wenige Jahre später hatten die Vereinigten Staaten den größten Vorrat, in Fort Knox, Kentucky.
Im Jahr 1971 gab Nixon bekannt, dass die Vereinigten Staaten fremden Ansprüchen auf das eigene Gold nicht mehr nachkommen würden – nachdem Charles de Gaulle in den Sechzigern darauf bestanden hat, den Dollar wieder in dieses Metall zu verwandeln. Seit damals lief die Welt über den Dollarstandard.
Fremde Regierungen haben eher den Dollar auf Vorrat gelagert als Gold und sie vertrauten auf das amerikanische Finanzministerium und darauf, dass es sicherstellen würde, dass der Dollar nicht zu sehr an Wert verlieren würde.
Doch ach, genau das hat der Dollar getan, Wert verloren.
Im Laufe des 20sten Jahrhunderts ist der Dollar von ungefähr einem Dollar auf 4 Cent gefallen.
Aber der Sturz verlief stetig nach und nach… und andere Währungen sind gleich mit gefallen – mehr oder weniger. Die amerikanische Wirtschaft war dabei so stark und dem Rest der Welt so weit voraus, dass die Leute sich mit dem Dollar in den Händen sicher fühlten, obwohl er stetig an Wert verlor.
Doch jetzt haben sich zwei Dinge verändert.
Zum einen bewegt sich der Wohlstand von den Vereinigten Staaten weg. Amerika ist keine Wachstumsmacht mehr, sondern eine verblassende Wirtschaft. Das wahre Geld wird anderswo verdient. Die Energieexporteure, beispielsweise, stapeln ihr Geld – ganz besonders Dollar – mit halsbrecherischer Geschwindigkeit. Und die asiatischen Exporteure verdienen auch Billionen.
Zum anderen verliert die Welt das Vertrauen in den Dollar in einem Maße wie nie zuvor. Jeder weiß, dass die Zentralbank unter Bernanke den Dollar nicht verteidigen kann. Es gibt zu viele davon. Stattdessen wird Bernanke versuchen, eine wirtschaftliche Abschwächung zu verhindern – mit mehr Geld und mehr Krediten… und sie wird damit den weltweiten Vorrat an Dollar noch weiter aufstocken.
Und das ist der Grund, warum der Dollar auf dem geringsten Wert in 35 Jahren liegt. “Der Dollar: es wird nur noch schlimmer werden”, sagt CNNMoney.
Und deswegen sitzen die Ausländer in der Klemme. Sie haben Dollar im Wert von Billionen… und der Dollar fällt.
Was werden sie tun?
Und die Antwort lautet:
Das, was aufstrebende Mächte immer tun – sie werden Gold kaufen.
Der Preis des gelben Metalls befindet sich schon seit fast zehn Jahren in einem Bullenmarkt – in einem Bullenmarkt, der fast am gleichen Tag begann, an dem Gordon Brown im Jahr 1999 das englische Gold zum geringsten Goldpreis in 20 Jahren verkaufte. Seit 2001 ist Gold um 240% gestiegen. Seit dem 18. September und Bernankes 5 Zinssenkungen ist Gold um 36% gestiegen.
Wie Individuen so wollen auch Staaten ihren Wohlstand behalten. Im vergangenen Jahrzehnt war Gold die beste Möglichkeit, das zu tun, selbst die Zentralbanker sind dahinter gekommen. Russland und Katar kaufen fleißig. Katar verwendet die Ölerträge, um eine Tonne Gold im Monat zu kaufen. Russland kauft vier- oder fünfmal so viel und hat heute mehr Gold in den Vorratskammern als die Bank of England. China soll auch kaufen – aber sehr vorsichtig. China hat so viele Dollar, wenn das Land wollte, könnte es fast die Hälfte des gesamten Goldes kaufen, dass je an die Oberfläche befördert wurde.
Blickt man voraus, dann ist schwer zu erkennen, warum Gold jetzt aufhören sollte – es sei denn es gibt einen weltweiten finanziellen Einbruch. Einige Kommentatoren bestehen darauf, dass westliche Regierungen ihr Gold verkaufen werden, um den hohen Preis auszunutzen.
Der Internationale Währungsfonds hat bereits das Lager geräumt, um Gold im Wert von fast 100 Millionen Dollar zu verkaufen – und so die Knappheit beim Haushalt abzudecken.
Aber bei steigenden Preisen… und bei einer Inflation, die rund um die Uhr arbeitet… fragt man sich, welcher Zentralbanker oder Finanzminister derjenige sein will, der heute das Familiensilber verkauft.
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