Gold zahlt keine Zinsen, Staaten aber auch nicht!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 8. Februar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Zur Einstimmung auf den großen Gold-Jahresausblick 2012, dem wir uns am Freitag ausführlich widmen wollen, habe ich Ihnen einen Auszug auf einem Beitrag mitgebracht, den ich für Rubrik Börsenwissen verfasst habe.
Gold bietet den optimalen Vermögensschutz
„Gold zahlt keine Zinsen", heißt es im Allgemeinen. Das mag stimmen, doch in 47% aller Monate seit dem Jahr 2000 tun das die meisten Staaten real auch nicht mehr. Negative Realzinsen fressen die Vermögen der Papiergeld-Sparer auf und helfen den Staaten mit ihrer Schuldenlast umzugehen.In solchen Phasen bietet nur Gold den optimalen Vermögensschutz.
Wenn die Teuerung höher ist als die Zinsen...
Wir haben es seit Jahrzehnten mit steigenden Preisen zu tun. Allein der Konsumenten-Preis-Index der USA ist nach offiziellen Angaben seit 1982 um mehr als 130% gestiegen. Der US-Ökonom John Williams, der die Entwicklung der US-Konsumentenpreise nach den altbewährten Methoden berechnet und ohne die modernen Anpassungsmodelle, welche die Statistikbehörden heutzutage benutzen, kommt zu dem Schluss, dass die tatsächlichen jährlichen Teuerungsraten in der Regel deutlich über den offiziellen Angaben liegen. In Extremfällen liegt die tatsächliche Jahresteuerung sogar bis zu 8 Prozentpunkte über den offiziell angegebenen Teuerungsraten.
Generell schützen die Verantwortlichen der Geldpolitik (in der Regel die Notenbanken) die Bürger eines Staates vor den Auswirkungen der Teuerung durch die Anhebung der Zinsen.
Der Gedanke dahinter: wenn die Waren teurer werden, als Auswirkung der Ausweitung der Geldmenge, dann sollten zumindest höhere Zinsen, die Guthaben der Menschen gegenüber der Teuerung ausgleichen.
Diese Regel verkehrt sich allerdings, wenn die Zinsen niedrig gehalten werden und die Teuerung das Zinsniveau übersteigt. Mit solchen negativen Realzinsen verkommt der Vermögensschutz zur Makulatur, wenn zur Papiergeld-Sparanlage keine Alternative gefunden wird. Und spätestens hier kommt Gold ins Spiel.
Gold bietet den besten Vermögensschutz im Umfeld negativer Realzinsen
Betrachtet man die Vergangenheit, wird vor allem eines deutlich: die Goldpreise ziehen immer dann kräftig an, wenn das reale vorherrschende Zinsniveau negativ ist. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts lag das reale Zinsniveau in den USA in 54% aller Monate im negativen Bereich. Im gleichen Zeitraum zog der Preis von Gold in USD massiv an und stieg innerhalb von 10 Jahren um 2.340%.
Auch seit der Jahrtausendwende ist das reale Zinsniveau in den meisten Staaten wieder negativ. Seit dem Jahr 2000 lag der reale Zins in 47% aller Monate im negativen Bereich. Seitdem hat der Goldpreis innerhalb von 10 Jahren um 410% zugelegt....
Hier geht's weiter zum vollständigen Beitrag!
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich für heute...morgen geht's mit den Optionsstrategien weiter und am Freitag wollen wir uns dann, wie gesagt, dem Jahresausblick für Gold widmen...bis morgen und liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
Zum ersten Teil von: Der Anfang vom Ende der Krise?
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Rohstoff Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader