Gold wird wieder interessant
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 19. Mai 2008 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
manchmal ist es schon erstaunlich wie schnell sich das Verhalten der Marktteilnehmer wieder ändern kann. Sie erinnern sich: am Donnerstag noch schrieb ich im Rohstoff-Daily „Gold ist nicht langweilig“ und verlieh meiner Überlegung Ausdruck, dass Gold gerade jetzt nach der Korrekturbewegung wieder richtig interessant wird. Und heute, nur ein paar Tage später, notiert der Goldpreis schon wieder um über 30 US-Dollar pro Unze höher , bei gegenwärtig 905 US-Dollar.
Ein neuer Aufwärtstrend ist wie erwartet zurückgekehrt.
Woran liegt das?
Es sind die steigenden Rohstoffpreise, die besonders deutlich machen, dass die Inflation da ist, wächst und man sich dagegen absichern sollte.
Aber was vielleicht in diesem Zusammenhang noch wichtiger ist: die Realität kehrt langsam wieder in das Bewusstsein der Anleger zurück. Vor allem in den USA. Der durchaus nötige zwischenzeitliche Optimismus in Bezug auf die US-Wirtschaft, beginnt nun langsam vor allem im Vergleich zu den überraschend besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus Europa wieder nachzulassen. Die US-Wirtschaft ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Und auch die Niedrigzinspolitik der USA hilft da nicht wirklich weiter. Und dies ist nun auch der springende Punkt. Schon schwinden nicht nur die vagen Hoffnungen auf eine mögliche Zinserhöhung, sondern mehren sich wieder die Spekulationen auf eine erneute Zinssenkung durch die FED. Moderater im Vergleich – möglicherweise! Dennoch ein aktiver Kampf gegen die Ausweitung der Inflation scheint noch nicht auf der Agenda der US-Zentralbank zu stehen.
Was könnte in dieser Situation nun wieder besser zum Tragen kommen als eine Anlage in Gold?!
Doch wie investiert man denn nun in Gold!
Nun, wenn Sie in physisches Gold investieren wollen, dann bietet sich natürlich üblicherweise der Kauf von Münzen oder Barren an.
Bei Münzen müssen Sie unterscheiden zwischen reinen Anlagemünzen und Sammlermünzen. Doch Vorsicht, Sammlermünzen die ja einen gewissen Liebhaber- oder Sammlerwert eingepreist haben, sind meist teurer als ihr reiner Metallwert. Um hier also ein echtes Schnäppchen zu machen, sollten Sie sich sehr gut auskennen und zumindest eine gewisse Passion für die Numismatik haben.
Aber auch Anlagemünzen sind natürlich teurer als ihr reiner Metallwert. Hier finden natürlich Zusatzkosten für beispielsweise die Prägung ebenfalls in die Preisfindung. So kostet beispielsweise der Gold Eagle (1 Feinunze) bei Kitco gegenwärtig 951,50 US-Dollar, bei einem gegenwärtigen Spotpreis von 905 US-Dollar pro Feinunze.
Und auch beim Kauf von Barren kommen weitere Kosten auf Sie zu:
Wenn Sie ihre Barren nicht unter dem Kopfkissen verstecken wollen, müssen Sie einen geeigneten Ort zur Aufbewahrung finden. Das heißt, Sie mieten ein Schließfach oder kaufen Sich bei einer Gesellschaft ein, welche Gold einlagert. Dann kommen allerdings Zusatzkosten, in Form von Lagerhaltungskosten auf Sie zu. Überhaupt müssen Sie grundsätzlich verschiedene Faktoren an zusätzlichen Kosten bedenken, wenn Sie physisches Gold kaufen wollen. Denn der Verkaufspreis ist bei allen Banken und Handelsgesellschaften wesentlich höher, als der eigentliche Buchgoldpreis, der aufgrund der Währungsumrechnung von US-Dollar auf Euro, ebenfalls bereits höher notiert als der eigentliche Goldpreis in US-Dollar. Banken und Handelgesellschaften schlagen aber auf den Buchwert weitere Kosten auf. Hier bezahlen Sie zusätzlich noch die Schmelzkosten, die Kosten für die Herstellung von Barren, die SWAP-Kosten, sowie Versand- und Versicherungskosten für die Scheideanstalten und Distributoren.
Doch ich möchte Ihnen diese Möglichkeit zumindest – ohne Sie konkret zu nennen – im zweiten Teil vorstellen.
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