Gold und Silber lieb ich sehr
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 02. November 2006 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
wenn Sie auch, so wie ich in meiner Kindheit, zu den passionierten Lesern der Lustigen Taschenbücher des Walt Disney Konzerns gehörten, wird ihnen der Ausspruch „Gold und Silber lieb ich sehr“ bekannt vorkommen. Entenhausens reichster Mitbürger Onkel Dagobert pflegte dergleichen bisweilen von sich zu geben. Dagobert Duck hatte ganz klassisch den Grundstock seines Vermögens beim grossen Goldrausch von Alaska gelegt. Doch Gold hatten seinerzeit viele gefunden. Der Grund dafür, dass Dagobert Duck auch die reichste Ente der Welt wurde und vor allem blieb, liegt darin dass sich seine Investitionen nicht nur auf Aktienwerte beschränken, sondern vor allem physisches Gold beinhalten. Und zwar im Laufe der Jahre so viel, dass der gute Entenmann sogar darin baden kann. Es mag sich hierbei nur um eine Comic- Geschichte für Kinder handeln, doch sie birgt grosse Wahrheit in sich. Schon als Kinder konnten wir folglich lernen, welche Investments tatsächlichen Reichtum hervorbringen. Disney war mit Sicherheit ein cleverer Mann. Und schliesslich bergen alle Märchen für Kinder schon immer eine Wahrheit für Erwachsene in sich.
Auf jeden Fall erfreulich, dass die Edelmetalle wieder en vouge sind. Silber +1,2 % auf 12,63 USD Gold + 1,4 % auf 624,80 USD und vor allem Platin kann 5 % auf 1151 USD zulegen. Die Stärke bei Platin kommt übrigens vor allem aufgrund des Nachholeffektes. Gold und Silber konnten sich bereits vorher deutlich erholen während Platin noch unverändert notierte. Dabei ist die Nachfrage nach Platin weiterhin sehr stark. Palladium konnte ebenfalls noch nicht so recht steigen, aber Sie wissen ja ich sehe alle Edelmetalle in einem positiven Licht.
Gold steigt
Der Spot – Goldpreis ist auf sage und schreibe 616,60 US Dollar pro Unze angestiegen. Der Dezember – Future kletterte auf 624,80 US Dollar pro Unze, das entspricht einem Anstieg von 7,2 % gegenüber der Vorwoche. Der Future für Februar liegt bei 631,5 US Dollar , der für April gar bei 635,5 US Dollar pro Unze. Liebe Leser wir haben damit gegenwärtig eine handfeste Contango – Situation im Gold. Doch das ist beim Gold durchaus üblich. Für Roll – Over – Investoren keine gute Zeit. Für alle anderen im Gold investierten eine Zeit des Jubels und der Feier und auch eine Erinnerung, dass Contango und Backwardation keinesfalls das einzige Argument für den Kauf oder Verkauf eines Rohstoffs sein sollte, sondern nur eines von vielen.
Den Anstieg haben wir Goldliebhaber den Prognosen für eine äusserst schwache US – Wirtschaft zu verdanken. Ich möchte ja nicht sagen, wir haben es ja schon vorher gewusst. Aber immerhin, wir haben es wenigstens schon vorher geahnt. Meine These lautet ja bekanntlich, dass Gold sowohl in einer sehr starken, als auch in einer sehr schwachen Wirtschaftslage steigen kann. Damit ist Gold sowohl Boom- als auch Krisensicher.
Doch liebe Leser, der gegenwärtige Run aufs Gold kann natürlich auch zu kurzfristigen Einbrüchen führen, weil Spekulanten nicht darauf verzichten möchten ihre Gewinne mitzunehmen.
Dennoch, dieses Szenario spielt sich in einem Rahmen von ein paar Tagen ab. Danach wird sich das Gold weiter nach oben performen.
Nach wie vor bin ich bullisher Laune. Ich glaube, dass die Preise für Gold im nächsten Jahr sogar bis auf 800 US Dollar pro Unze ansteigen werden.
Aber liebe Leser, die Gefahr der Investition in Goldkontrakte liegt in der ewigen Roll – Over – Situation. Sie sollten um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen lieber den Weg der Investition in physisches Gold wählen.