Gold und Immobilien
Tom Firley in Investors Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 15. Dezember 2010, 18:00 Uhr
ENL5454
gestern hatte ich eine (leicht) hitzige Diskussion mit einem Freund (der gleichzeitig mein Trauzeuge ist). Er sieht die Lage in Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt als sehr kritisch.... äußerst kritisch. Ich persönlich bin da etwas optimischer, was die Weltlage angeht; allerdings kann (und darf) ich die denkwürdige Lage der Papiergeld-Nationen nicht ignorieren (Sie auch nicht, lieber Leser).
Mein Freund bekniete mich geradezu (noch) mehr Gold zu kaufen und die Finger von Immobilien zu lassen. Der Gedanke: Möglicherweise kann ich mit dem heute in Gold angelegten Geld in einem Jahr (oder früher) die Immobilie zum halben Preis (oder niedriger) bekommen.
Wahrscheinlich hat er Recht (sehr wahrscheinlich...). Da reicht fast ein Blick auf den Gold-Chart:
Chart Goldpreis

In diesen Papiergeld-Zusammenhang passt sehr gut der heutige Beitrag meines US-Kollegen Porter Stansberry.
Viel Spaß beim Lesen
Ihr
Tom Firley
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wimmer (15.12. 2010 19:03 Uhr):
Eine traurige Welt, die Ihr Freund so heiß propagiert. Wirklich erstrebenswert?
Antworten - Kommentar von Ringo (15.12. 2010 19:36 Uhr):
Sehr geehrter Herr Firley, ich gehe ebenfalls davon aus, dass Ihr Freund Recht hat. Evtl. sollen Sie nicht nur ein Jahr das Geld in Gold (und Aktien) anlegen. Dann kostet die Immobilie im Endeffekt weniger als die Hälfte bzw. wird von den Gewinnen bezahlt ;-) Meinen Analysen nach gehe ich innerhalb der nächsten 5 Jahre von einem Goldpreis von 2500-3000$ und bei Silber von >50$ aus. Wenn anschließend die nächste Krise kommt, haben Sie zusätzliche Mieteinnahmen :-) (bin aber kein Anhänger des Crack-Up-Booms) Viele Grüße Ringo
Antworten- Antwort von Buder (15.12. 2010 21:33 Uhr):
Sehr geehrter Herr Firley, leider hat Ihr Freund recht. Ich bin der Meinung, dass es in den letzten zwanzig Jahren schlechter geworden ist, die Gründe will ich hier garnicht aufzählen. Die nächsten fünf Jahre werden noch viel schlechter werden. Die nächste Rezession steht schon in den Startlöchern. Auch eine Deflation ist nicht auszuschließen und die bringt Armut über Deutschland.. Die letzten zwanzig Jahre, habe ich vorhergesehen, die nächsten fünf sehe ich auch. Und die werden eine Katastrophe werden. Armut wohin das Auge schaut. Ich halte Gold und Silberbarren, Münzen! Den Euro brauche ich nur um das nötigste zu kaufen. Grüße von einem 67 jährigren aus Augsburg.
- Antwort von Buder (15.12. 2010 21:33 Uhr):
- Kommentar von tegitel (17.12. 2010 12:51 Uhr):
Ich halte die Ausführungen Ihres Freundes und leider auch Ihre für eindimensional und nicht zielführend. Der Chart von Gold von 1970 bis heute wäre aufschlußreicher und den bitte mit der Benchmark Dax, Renditeimmobilien und Wohlstandsniveau. Dann würde Gold ganz alt aussehen. Ich lebe seit 40 Jahren von Immobilieninvestments und ich kann ihnen sagen. Meine Immobilien haben sich seit den 1960er Jahren versiebenfacht und gleichzeitig eine Rendite abgeworfen. Ein Vergleich mit Gold verbietet sich. Ich finde diese ganze Goldgräberstimmung für Mediales TamTam, weil es nur was für Zocker ist. Gold bringt keinerlei Erträge. Haben Sie das mal recherchiert? Es ist wie mit dem Klimawandel. Da werden auch nur die Graphen ab 1880 gezeigt, was Klimatechnisch ein Fliegenschiss ist. Ein Goldgraph von 2001 sagt nichts aus, außer, daß man einen Trend verpennt hat. Von diesen Trends gibt und gab es viele. Solaraktien, Technologieaktien und anderer Blödsinn. Was ist daraus geworden? Gold wird wertbeständig bleiben, das ist mir auch klar, aber im Moment läuft da ein Trend in ungesunde Höhen. Der doofe Privatanleger wird wieder in den Markt gelockt, wenn der Hype fast vorbei ist. Die letzten 5 % des Trends gehört den Doofen.
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