Gold und die Edelmetalle machen mir Sorgen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 18. Mai 2010, 17:00 Uhr
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Natürlich wird der Aktienmarkt auch jetzt nicht einfach wieder steigen, obwohl mein kurzer Urlaub leider schon wieder vorbei ist. Es wäre zu schön, wenn unsere (eher ironischen) Urlaubs-Indikatoren so einfach funktionieren würden. Doch das tun sie eben nicht - zu viele Faktoren beeinflussen ständig die Märkte. Gern würde ich heute noch auf viele davon zu sprechen kommen, denn es zeigen sich im Augenblick interessante Entwicklungen. Zudem gäbe es viele Berichte von Unternehmen, auf die ich gerne eingehen würde, wie z.B. heute die CropEnergies AG. Doch dafür reicht die Zeit in diesem Daily wieder einmal nicht aus. Evtl. werde ich in der nächsten Ausgabe darauf zurück kommen.
So will ich heute nur noch kurz die Entwicklung bei den Edelmetallen ansprechen, mit denen wir uns ja in den vergangenen Wochen recht intensiv beschäftigt hatten. Dass sich das Gold in der kurzen Krise so stabil erwiesen hat, wie ich es erwartet hatte und sogar zu neuen Hochs aufschwingen konnte, freut mich natürlich sehr.
Gold in EURO ist heiß gelaufen
Doch leider muss ich heute auch wieder einmal als Mahner Ihre Freude über die schönen Gewinne etwas dämpfen: Die Bewegung ist heiß gelaufen, folgender Chart des Goldes in Euro im Verlauf des vergangenen Jahres schreit förmlich nach einer Abkühlung. Selbst von der von mir gern verwendeten 55-Tage-Linie als Durchschnittspreis hat sich der Kurs viel zu weit entfernt:
Zudem zeigen sich vor allem in den Aktien vieler großer Minen negative Divergenzen: Diese bestätigen das neue Hoch im Goldpreis nicht. Das ist eine recht typische Entwicklung, die es in den vergangenen Jahren bereits einige Male bei einem kurzfristigen Top im Goldpreis zu beobachten gab. Der genaue Zeitpunkt einer Korrektur kann damit nicht vorher gesagt werden. Doch die Entwicklung mahnt ebenso zur Vorsicht wie die Divergenzen am breiten Aktienmarkt vor einigen Wochen. Sollte der jüngste Rücksetzer beim Gold sich zu einem Fehlausbruch über das 2009er-Hoch mausern, kann es schnell zu einer kräftigen Korrektur kommen.
Die hohen Anlagen in ETFs sind eine Gefahr!
Sorgen bereiten mir in diesem Zusammenhang vor allem die hohen und zuletzt stark zunehmenden Anlagen in den ETFs auf Edelmetalle. Sollte es bei diesen eher spekulativen und kurzfristigen Positionen zu kräftigen Verkäufen kommen, kann das vor allem bei den Weißmetallen mit ihren relativ engen Märkten zu heftigen Bewegungen führen! Schnallen Sie also vorsichtshalber Ihre Sicherheitsgurte enger. Eine Marktkorrektur kann hier sehr schnell und schmerzhaft ausfallen. Gute Kaufgelegenheiten finden Sie nach einer solchen kurzen Marktbereinigung besser als derzeit.
Die Zeit drängt schon wieder. Daher schließe ich an dieser Stelle mit herzlichen Grüßen. Eine weiterhin erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
Ihre Daniela Knauer
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Dieter Schoppe (19.05. 2010 16:39 Uhr):
Liebe Frau Knauer, ihren Hinweis auf die weißen Metalle habe ich sehr ernst genommen und einen sehr engen Stoppkurs gesetzt. Mein Silber ETF wurde ausgestoppt mit 100 % im Plus. Heute fällt dieser ETF um mehr als 7 %. Ich kann also bald wieder einsteigen. Ich danke für ihre doch immer wieder kompetenten Einschätzungen.
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